Der wahre Auslöser deines inneren Drucks

Story-Vorschau

Manche rasen mit 180 über die Autobahn und bleiben ruhig, während andere bei einem nicht funktionierenden WLAN explodieren. Entdecke heute, warum Stress oft in uns entsteht und nicht von außen kommt, und wie diese innere Alarmglocke deinen Blutdruck in die Höhe treibt.

Kapitelübersicht:

00:00 Stress: Eine Innere Alarmanlage

03:05 Subjektive Stressoren und ihre Folgen

06:33 Die Rolle der inneren Bewertung

09:51 Stressoren erkennen und handeln

13:29 Umgang mit Stress und Prävention

Druck der Herausforderungen
Druck der Herausforderungen

Warum nicht jeder Mensch gleich reagiert

Zwei Menschen erleben dieselbe Situation – und reagieren völlig unterschiedlich. Der eine bleibt ruhig, der andere gerät innerlich in Alarmbereitschaft. Genau hier beginnt das Verständnis für psychosozialen Stress. Stress entsteht nicht nur durch äußere Ereignisse. Viel entscheidender ist die Bedeutung, die dein Gehirn einer Situation gibt. Dein Nervensystem bewertet permanent: Gefahr oder Sicherheit? Und genau diese Bewertung entscheidet über deinen Blutdruck.

Was subjektive Stressoren wirklich sind

Subjektive Stressoren sind keine allgemeinen Belastungen. Es sind ganz persönliche Trigger. Für manche Menschen ist Kritik kaum belastend. Andere reagieren darauf sofort mit innerem Druck. Wieder andere geraten bei Unordnung, Einsamkeit oder Konflikten in Dauerstress. Diese individuellen Stressoren wirken oft jahrelang unbemerkt im Hintergrund und aktivieren dauerhaft das Nervensystem.

Wie Stress deinen Blutdruck verändert

Chronischer Stress aktiviert deinen Sympathikus. Dabei werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Die Folge: Deine Gefäße verengen sich. Dein Puls steigt. Entzündliche Prozesse nehmen zu. Bleibt dieser Zustand dauerhaft bestehen, entwickeln sich Gefäßsteifigkeit und chronisch erhöhte Blutdruckwerte. Der Körper bleibt innerlich auf Alarm programmiert.

Warum dein Körper nicht diskutiert

Dein Körper diskutiert nicht mit dir. Er reagiert. Eine kritische Nachricht, ein Konflikt oder Angst vor Ablehnung können sofort körperliche Reaktionen auslösen. Herzrasen. Muskelspannung. Druckgefühl. Grübeln. Das Nervensystem unterscheidet dabei oft nicht zwischen echter Gefahr und innerer Interpretation. Genau deshalb können Gedanken den Blutdruck massiv beeinflussen.

Wie du dein Nervensystem beruhigen kannst

Der wichtigste Schritt ist Bewusstheit. Frage dich: Was löst in mir Stress aus? Welche Situationen bringen mich sofort aus der Ruhe? Wenn du deine Stressoren erkennst, kannst du lernen, anders darauf zu reagieren. Grenzen setzen. Situationen realistischer bewerten. Pausen zulassen. Atmung beruhigen. Dein Nervensystem ist trainierbar – und damit auch deine Stressreaktion.

Besondere Zitate:

  • “Du gibst dem Stressor oder der Tatsache eine innere Bewertung.”
  • “Nicht jeder Stress gehört zu mir und nicht jede Alarmreaktion ist eine Wahrheit.”
  • “Dein Körper, der redet nicht mit dir, der diskutiert nicht mit dir, der reagiert einfach, weil es der Stress ist.”

Was du sofort tuen kannst!

  1. Beobachte heute einmal ganz bewusst, wann dein Körper innerlich Alarm schlägt.
  2. Teile diese Folge mit einem Menschen, der ständig unter Druck steht.
  3. Höre weitere Folgen auf  runtermitdemblutdruck.de und lerne, wie echte Prävention beginnt.
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FAQ Modul

Kann Stress wirklich den Blutdruck erhöhen?

Ja. Chronischer Stress aktiviert dauerhaft das sympathische Nervensystem. Dadurch steigen Puls, Gefäßspannung und Blutdruck.

Was sind subjektive Stressoren?

Das sind individuelle Auslöser von Stress. Nicht jede Situation belastet jeden Menschen gleich stark.

Welche Rolle spielt Cortisol?

Cortisol ist ein Stresshormon. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann Gefäße und Blutdruck negativ beeinflussen.

Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Stress?

Weil das Gehirn Situationen individuell bewertet. Erfahrungen, Ängste und Persönlichkeitsmuster spielen dabei eine große Rolle.

Kann man sein Nervensystem trainieren?

Ja. Durch Selbstbeobachtung, Entspannung, klare Grenzen und neue Bewertungsmuster kann das Nervensystem ruhiger reagieren.

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Transkript

Ja, kennst du auch diese Menschen, die fahren mit 180 auf der Autobahn, telefonieren dabei und trinken dabei noch eine Tasse Kaffee und haben, während sie telefonieren, noch drei andere Anrufe, die sie gegenseitig auch noch bedienen?

Und die sagen: „Wow, ich bin ganz in der Ruhe, mir ganz gelassen“ und finden sich total cool dabei. Aber wenn die abends nach Hause kommen, explodieren die, wenn die Spülmaschine falsch eingeräumt ist.

Und das ist heute das Thema: nicht die Spülmaschine, aber dass der Stress in dir drinnen ist und nicht von draußen auf dich reinkommt. Viel Spaß dabei, denn es geht auch um deinen Blutdruck, denn der wird vom Stress ganz schön nach oben getrieben.

Ja, herzlich willkommen bei Runter mit dem Blutdruck.de. Ich will mich noch mal vorstellen: Ich bin Dr. Harald Messner, Nephrologe und Internist, und den seit Jahrzehnten dein Blutdruck interessiert.

Viele Menschen kämpfen gegen ihren Blutdruck. Nein, das geht nicht. Man darf ihn akzeptieren und gucken, wo er herkommt, aber kämpfen, denn dann durch Kampf erhöht sich dein Blutdruck noch mehr. Sie kämpfen aber gegen ihre innere Alarmanlage, und die ist es viel entscheidender.

Und diese Alarmanlage hat einen ganz besonderen Namen: der subjektive Stressor. Was ist ein subjektiver Stressor? Stelle dir mal die Frage: Was macht Stress? Nein, Scheiße, das war nicht gut. Noch mal von vorne ein Stich.

Nein, noch mal neu.

Ja, herzlich willkommen bei Runter mit dem Blutdruck.de. Ich bin Dr. Harald Messner, Nephrologe, Internist und jemand, der das seit Jahrzehnten erlebt. Viele Menschen kämpfen gegen ihren Blutdruck. Falsch. Sie dürfen nicht kämpfen, sie müssen ihn erkennen als Zeichen. Sie kämpfen aber gegen ihre innere Alarmanlage, und diese Alarmanlage hat einen ganz, ganz besonderen Namen: Das sind die subjektiven Stressoren.

Was ist ein subjektiver Stressor? Ein subjektiver Stressor ist etwas, das dich selber stresst. Nicht die Menschheit, nicht die Wissenschaft, nicht dein Nachbarn, sondern dich stresst. Für den einen ist es Kritik. Wenn ich Kritik höre: „Um Gottes willen, habe ich wieder was falsch gemacht?“ Dann denn der Zeitdruck ist ein Stressor oder die Unordnung oder vielleicht sogar Einsamkeit ganz gut beschrieben, dass psychosoziale Einsamkeit erheblicher Stressor darstellt oder auch permanente Konflikte, die nicht zur Ruhe kommen oder gar die Kontrolle zu verlieren und ein ganz schlimmer Stressor, nicht perfekt zu sein. Und für den anderen ist das alles völlig egal.

Das ist ein entscheidender Punkt. Es gibt Menschen, für die ist das komplett völlig egal. Alle müssten doch verstehen, wie schlimm das ist. Nein, müssen sie nicht, weil Stress hochgradig individuell ist. Ich kenne Menschen, die bleiben bei einer Notfallsituation völlig ruhig, aber wehe, das WLAN funktioniert zu Hause nicht. Puls 180 oder andere. Sie sprechen vor 500 Menschen ganz entspannt und haben überhaupt kein Problem. Aber wenn zu Hause bei denen das Telefon klingelt: „Oh Gott, hoffentlich will niemand etwas von mir.“ Das Nervensystem ist manchmal wirklich kreativ.

Chronischer psychosozialer Stress aktiviert dauerhaft – und das ist der entscheidende Punkt – der aktiviert dauerhaft deinen Sympathikus. Er erhöht alle Stresshormone, er erhöht dein Cortisol, er erhöht dein Adrenalin und damit erhöht er auch die entzündlichen Prozesse. Und all diese Hormone und diese Reaktionen haben nichts anderes zur Folge, als dass die Gefäße verengt werden. Und weil die Gefäße verengt werden und weil sie chronisch verengt werden – die sind ständig im Spasmus – entsteht sozusagen der hohe Blutdruck. Es gibt eine Gefäßsteifigkeit, die auch nicht mehr weggeht und es gibt natürlich – wer kennt es nicht – den hohen Puls in diesem Zusammenhang.

Und da ist das Ergebnis der Forschung sehr klar inzwischen: Der psychosoziale Stress kann das Risiko für Bluthochdruck massiv erhöhen, insbesondere dann, wenn beruflicher Druck vorherrscht, wenn Angst vor irgendwas dauerhaftes Thema ist oder emotionale Überforderungen eben halt eine Rolle spielen oder ein dauerhafter innerer Alarmzustand vielleicht existent ist, der eben halt immer wieder also hoffentlich passiert: Jetzt nichts. Und jetzt kommt die Falle: Viele Menschen versuchen, den Job zu wechseln oder die Familie zu ändern und alle Probleme damit zu beseitigen. Nein, nein, nein, aber das funktioniert nicht.

Warum funktioniert es nicht? Weil nicht diese Situation alleine entscheidet, sondern deine innere Reaktion. Und wo kommt diese innere Reaktion her? Zwei Menschen haben die gleiche Situation: Der eine ist total in der Ruhe im Notfall und der andere flippt vollkommen aus, obwohl es die gleiche Situation ist. Und da gibt es ganz viele Beispiele. Zum Beispiel: Du bekommst eine WhatsApp, da steht: „Wir müssen reden.“ Bei dem einen sagt der andere: „Okay, ja, es gibt ein Thema, können wir drüber reden.“ Für den anderen ist das aber: „Wow, wie eine Nahtoderfahrung. Jetzt passiert etwas ganz Schlimmes, was eben halt mich vollkommen aus den Socken haut.“ Und innerhalb von Sekunden gibt es Herzklopfen, Grübeln, Druckgefühl in der Brust und ja, Katastrophenfantasien. Ich verliere meinen Job.

Und genau hier entsteht der chronische Stress. Nicht wegen der vier Worte – es sind ja bloß drei Worte: „Wir müssen reden.“ Nein, es ist einfach die Bewertung. Du gibst dem Stressor oder der Tatsache eine innere Bewertung. Viele Menschen kennen ihre Stressoren übrigens längst. Wir nennen sie mal die rosaroten Elefanten, weil sie vielleicht auch nicht hinschauen wollen. Zum Beispiel die permanente Selbstüberforderung: „Ich muss das unbedingt schaffen und ich eigentlich ich kriege es fast gar nicht hin.“ Oder der Druck, immer funktionieren zu müssen, der Druck, es allen recht zu machen, Angst vor der Ablehnung ist ein ganz wichtiger Punkt und auf jeden Fall den Konflikt vermeiden und ja, perfekt sein zu wollen.

Das Problem ist: Dein Körper, der redet nicht mit dir, der diskutiert nicht mit dir, der reagiert einfach, weil es der Stress ist. Und weil der Stress da ist, erhöht er deinen Blutdruck und macht dir deine Gefäße eng. Der Körper ist manchmal wie eine übermotivierte deutsche Behörde: Kleiner Reiz, sofort Alarm. Eine kritische E-Mail: „Alarm, der Nachbar hat komisch geguckt. Alarm, der Blutdruck ist 5 mm Hg höher. Alarm.“ Und irgendwann sitzt du morgens entspannt am Frühstückstisch und dein Nervensystem glaubt trotzdem, du wirst gleich von einem selbstbezahlten Tiger gefressen.

Die wichtigste Erkenntnis daraus ist: Erstmal stell fest: Habe ich Stress? Und frage dich dann: Was genau löst in mir Stress aus? Und das ist der Wendepunkt: Dich zu fragen, was genau löst in mir Stress aus. Denn wenn du deinen subjektiven Stressor erkennst, dann kannst du den auch angehen, dann kannst du anfangen, etwas zu tun, z.B. Grenzen zu setzen. Ja, ich mache das jetzt nicht mehr. Ich erlaube dir nicht, mich zu diesem Zeitpunkt zu stören, sondern ich habe eine definierte Arbeitszeit, in der du mich stören kannst.

Dann Situationen anders zu bewerten, indem du nicht hergehst und quasi ein rosarotes Dia hochholst, wenn du einen Fakt siehst, sondern guck erstmal klar auf das Bild. Wenn dein Arbeitgeber reinkommt und legt dir 10 weitere Akten auf deinen Schreibtisch, dann ist das erstmal nur ein Fakt. Nur du bewertest es dann, wenn du jetzt das Bild klar lässt: „Ich schaffe eine Akte pro Stunde.“ Weißt du genau, das schaffst du heute nicht mehr. Brauchst auch nicht zu bewerten: Wo ist das Thema? Das heißt also, du kannst, wenn du das rosarote Dia oder das rosarote Dia unten lässt, dann kannst du einfach ruhiger reagieren: „Ja, ich schaffe das, aber nicht heute.“

Ne, dein Nervensystem kannst du also trainieren. Sobald du einen Stressor erkennst, sobald du erkennst, wie in dir die Aufregung steigt, kannst du das Thema sofort verändern. Ich gebe dir heute mal eine kleine Aufgabe: Nimm dir heute Abend oder wann du mal Zeit 5 Minuten Zeit hast, diese Zeit und geh in dich. Und dann frag dich mal: Welche Situationen in meinem Leben rauben mir Energie? Und zwar nicht die großen gesellschaftlichen, sondern die subjektiven, die in deinem Leben passieren. Welche Menschen stressen mich? Welche Gedanken machen mir Druck? Oder wo verliere ich sofort die innere Ruhe? Wann spannt sich mein Körper unendlich an? Oder wann halte ich zuletzt den Atem an? Bei welcher Situation innerlich? Wann halte ich innerlich diesen Atem an? Und dort sitzt dein persönlicher Stressor.

Und bitte, du musst nicht stressfrei leben, das wird dir nie gelingen. Es gelingt auch mir nicht und das ist auch vollkommen unrealistisch, denn Stress gehört zum Leben dazu. Und wir sind als Säugetiere, sind wir Menschen ja auch darauf ausgerichtet, Stress zu haben. Sportlich zu betätigen ist auch ein Stressor für den Kreislauf. Nur danach ist er wieder runter, der Blutdruck. Nur wenn du chronischen inneren Stress hast, bleibt er ständig hoch.

Du musst also nur lernen, dein Nervensystem nicht wegen jeder Kleinigkeit – na ja, da gibt es auch Großigkeiten – in den inneren Alarmzustand gehen zu lassen. Und das ist trainierbar. Entscheide, ob du, wenn du einen Fakt siehst, du ein klares Bild siehst oder ob du schon das rote Dia davor gelegt hast und du dich schon wieder in Aufregung begibst. Und das kannst du trainieren. Und vielleicht ist das genau heute dein wichtigster Gedanke: Nicht jeder Stress gehört zu mir. Wiederhole das nochmal: Nicht jeder Stress gehört zu mir und nicht jede Alarmreaktion ist eine Wahrheit.

Auch das ist ganz wichtig. Wer dich von außen in Stress versetzt und in Angst versetzt, will dich regieren, der will was mit dir machen. Und das darfst du verhindern, indem du schaust, ob wirklich eine Alarmreaktion nötig ist oder ob du entscheiden kannst: Wow, das, was da auf mich zukommt, ist Fakt und kein Stressor. Und manchmal darf man diese alten Muster: Wow, Gefahr kommt gar nicht hervorrufen, sondern darf man in der inneren Ruhe bleiben. Nur du erkennen musst sie und daran darfst du heute Abend ja arbeiten. Und offensichtlich verbessert sich dann nicht nur dein Leben, sondern auch dein Blutdruck.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du anderen Menschen auch von dieser Folge erzählen würdest oder sie gar verbreiten würdest, damit immer mehr Menschen in die Lage kommen, sich ihres Stresses und ihrer Stressoren bewusst zu sein und den Stress als ihre innere Reaktion auf was, was eben halt nicht nötig ist und was einer Bewertung entspricht, bewusst zu werden. Und wenn du mehr über deinen Blutdruck und vielleicht dein Nervensystem, Stress und vielleicht echte Prävention hören willst, dann würde ich mich freuen, wenn du bei runtermitdemblutdruck.de mal durch die vielen Podcastfolgen mitlaufst. Da ist inzwischen ein ganzes Kompendium an Blutdruckinformationen entstanden und ich glaube, es gibt noch viele andere Themen, aber alle fast alle wichtigen habe ich schon bereits einmal besprochen. Und pass gut auf dich und dein Nervensystem auf. Bis dann!

Osteocalcin- dein unterschätzter Blutdruckhelfer

Du kannst alles bewegen auch Dich!

In dieser Folge zeige ich dir, warum dein Blutdruck nicht nur etwas mit Herz und Gefäßen zu tun hat, sondern warum dein Knochen ein unterschätztes Stoffwechsel- und Hormonorgan ist. Du erfährst, wie Osteocalcin entsteht, warum Bewegung den Knochen aktiviert und wie bereits einfache Belastungen wie Spaziergänge nach dem Essen deine Gefäße, deinen Zuckerstoffwechsel und deinen Blutdruck positiv beeinflussen können.

Einfache Bewegung regt deine Knochen an, Osteocalcin auszuschütten, was Blutdruck senkt, Insulinempfindlichkeit verbessert und Gefäße elastischer macht.

Gymnastik

Top 3 Highlights:

  1. Osteocalcin-Power: Durch Bewegung und Belastung produziert dein Knochen ein Hormon, das Blutdruck und Insulinwerte positiv beeinflusst.
  2. Bewegung als Medizin: Schon 10 Minuten Gehen nach dem Essen aktiviert die knochenaufbauenden Zellen und fördert die Osteocalcin-Ausschüttung.
  3. Ganzheitliche Gesundheit: Osteocalcin schützt nicht nur vor Bluthochdruck und Diabetes, sondern stärkt auch die Knochen gegen Brüche.

Episoden-Navigation:

00:00 Bluthochdruck: Knochen als unerwarteter Faktor
03:12 Osteocalcin: Hormonelle Wirkung der Knochen
06:22 Einfache Bewegung: Diabetes und Knochengesundheit
09:44 Zusammenfassung und Call to Action

Was Du tun kannst!

Gehe nach jeder Mahlzeit 10 Minuten spazieren, um deine Knochen zu aktivieren und deine Gesundheit zu verbessern!

Hier habe ich ein Beispiel einer täglichen Osteocacin Gymnastik gefunden:

Teile diese Episode:

🩺 Dein Blutdruck zu hoch? Dein Knochen hat die Lösung! Ich erkläre, wie einfache Bewegung Osteocalcin freisetzt und deine Gesundheit revolutioniert. Hör jetzt rein! #Blutdruck #Osteokalzin #Gesundheit #Bewegung

FAQ :

Was bewirkt Osteocalcin im Körper?

Osteocalcin ist ein Hormon aus dem Knochenstoffwechsel. Es beeinflusst die Insulinempfindlichkeit, den Zuckerstoffwechsel und möglicherweise die Gefäßfunktion.

Kann Bewegung die Osteocalcin-Produktion erhöhen?

Ja. Belastung durch Gehen, Treppensteigen oder Kraftübungen aktiviert knochenaufbauende Zellen und fördert die Ausschüttung von Osteocalcin.

Hilft Osteocalcin gegen Bluthochdruck?

Osteocalcin kann indirekt die Gefäßgesundheit und den Stoffwechsel unterstützen. Bewegung bleibt ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Blutdruckregulation.

Muss ich intensiven Sport machen?

Nein. Bereits regelmäßige Spaziergänge oder leichte Belastungen können positive biologische Effekte auslösen.

Warum sind Spaziergänge nach dem Essen sinnvoll?

Bewegung nach dem Essen unterstützt die Zuckeraufnahme in die Zellen und kann Stoffwechselprozesse positiv beeinflussen.

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Transkript:

Du gehst zu deinem Arzt, um eine Gesundheitsuntersuchung machen zu lassen (kleine Bemerkung noch gibt’s hier), und dein Arzt misst deinen Blutdruck. Die Manschette wird aufgepumpt, der Arzt schaut sehr konzentriert auf das Blutdruckmessgerät, und er lässt dann langsam die Luft aus der Manschette, und das Gesicht deines Hausarztes wird immer sorgenvoller, und du spürst: „Wow, wow, wow, mein Blutdruck ist offensichtlich zu hoch.“

Und dann bestätigt er dir das auch: „Ja, Ihr Blutdruck ist zu hoch.“

Und was du da jetzt ausnahmsweise mal was ganz anderes gegen tun kannst oder für deinen guten Blutdruck tun kannst, das erzähle ich dir gleich.

Ja, du denkst: „Wow, wenn der Blutdruck zu hoch ist, muss es wohl mein Herz sein. Mein Herz ist krank, ich muss es untersuchen lassen.“ Aber wir gucken vielleicht mal woanders.

Ja, es könnten deine Gefäße sein, ja, die sind da auch mit dran beteiligt, aber sie sind nicht sozusagen das Basisding, sondern es gibt noch was ganz anderes, was wir überhaupt bisher nicht auf dem Schirm hatten, und das ist dein Knochen.

Du denkst jetzt: „Der Messner spinnt.“ Nein, der Messner spinnt nicht, denn er weiß, dass dein Knochen zwar die Funktion hat, dass du aufrecht stehen kannst, dass du nicht wie so ein Auster über den Tisch laufen musst, sondern du kannst gerade gehen, dein Knochen trägt dich. Aber beim Tragen, da hat der Körper und dein Knochen plötzlich eine noch ganz andere Funktion.

Diese andere Funktion ist eine hormonelle Funktion. Ja, du hast richtig gehört: Dein Knochen scheidet eine hormonell aktive Substanz aus, und diese hormonell aktive Substanz beeinflusst deinen Insulinwert, beeinflusst deine Insulinempfindlichkeit und beeinflusst vor allen Dingen die Elastizität deiner Gefäße. Und damit kann diese Substanz deinen Blutdruck senken.

Und ich will jetzt nicht länger hinter dem Berg halten: Diese Substanz ist das Osteokalzin. Dieses Osteokalzin wird aber nicht ausgeschieden, wenn du den ganzen Tag auf der Couch sitzt und deinen Körper und deinen Knochen nicht belastest, sondern dieses Osteokalzin wird dann ausgeschieden, wenn du deinen Körper belastest. Das heißt, wenn dein Knochen Signale spürt, dass eben halt an ihm gezogen und gedrückt und bewegt wird. Und das ist die Grundlage Entschuldigung der Ausscheidung dieses Osteokalzins.

Und dieses Osteokalzin kommt – und das ist das Verrückte, was super gut passt – kommt aus den Zellen, die den Knochen aufbauen. Das heißt, du siehst: Wenn du dich belastest, aktivierst du die Zellen, die in deinem Knochen Knochen aufbauen, und diese senden gleichzeitig Hormone aus, die deine Insulinwerte verbessern, deine Insulinempfindlichkeit erhöhen und die Elastizität deiner Gefäße positiv beeinflussen.

Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt denkst: „Wow, ich muss jetzt in die Muckibude“, so wie man das normalerweise immer so sagt. Nein, es reicht aus, wenn du z.B. nach dem Essen für 10 Minuten spazieren gehst. Dabei kommt Druck und Zug auf die Knochen bei einfachem Gehen.

Wenn du dich bewegst, wenn du hergehst, z.B. Kniebeugen machst oder was hebst oder mit Gewicht hebst oder die Muskeln anstrengst – selbst die Anstrengung der Muskeln führt ja zum Zug oder Druck auf dem Knochen. Und dieser Zug oder Druck auf dem Knochen, die führen dazu, dass diese Zellen, die den Knochen aufbauen, aktiviert werden und die führen dann dazu, dass du vermehrt dieses Osteokalzin ausscheidest.

Und damit sinkt dein Blutdruck, sinkt dein Insulin, weil deine Insulinempfindlichkeit erhöht wird und du kannst besser deinen Zucker verdauen. Und wo wir gerade beim Zucker sind: Wenn wir den Zucker besser verdauen können, die Zellen ihn also schneller aufnehmen können, dann senken wir damit das Risiko für einen Typ-2-Diabetes.

Das bedeutet: Wenn du regelmäßige Bewegung machst, dich deinen Knochen, deinen Körper regelmäßig das Signal gibst: „Du darfst mich tragen“, dann sendet dein Körper ein Hormon aus, der deine Blutzuckerwerte in der Lage ist zu senken. Und du musst nicht hergehen und wie ein Bekloppter auf dem Laufband zubringen, sondern du musst nur einfache Übungen machen oder einfach nur spazieren gehen oder mal ein Gewicht heben.

Das bedeutet auch für dich: Du beeinflusst damit dramatisch deine Lebensqualität. Denn wenn du isometrische Übungen machst, also Übungen, bei denen der Körper sich nicht bewegen muss, sondern der muss nur Zug und Druck auf den Knochen aufbauen, dann ist das zusätzlich ein Reiz für deinen Körper, dass die Knochen stabiler sind und damit beugst du Frakturen, also Brüchen im späteren Leben sehr vor und du beugst auch einer Knochenentkalkung vor.

Das bedeutet für dich: Du solltest auf jeden Fall immer in deinem Leben ein bisschen in Bewegung bleiben, also nicht mit der Rente den ganzen Tag Netflix gucken, sondern aufstehen, spazieren gehen und den Knochen belasten. Und das ist der entscheidende Punkt, den wir heute mitnehmen: Dein Knochen ist in der Lage, dir dir zu helfen, mit deinen hormonellen Werten deinen Diabetes zu verhindern und deinen Blutdruck gesund zu halten, indem deine Gefäße gesund gehalten werden.

Und die Bewegung, die du deinem Körper damit zumutest, ist das Signal an deinen Knochen: Du sagst dem: „Bitte sende dieses Osteokalzin aus, damit mein Körper gesund bleibt.“ Das heißt: Der Körper hat die eigene Heilkraft in sich selber und kann das sehr gut für sich selber beeinflussen.

Und es ist nicht so, wie man früher immer gesagt hat: „Boah, du musst jetzt irgendwie auf die in die Muckibude gehen und sehr viel arbeiten, ganz starke Muskelanstrengungen machen, möglicherweise auch noch so weit dich belasten, dass deine Herzfrequenz nach oben geht.“ Alles sinnlos in Bezug auf die Osteokalzin-Produktion, sondern lediglich eine ruhige Belastung mit Zug und Druck auf deinen Knochen. Wenn du spazieren gehst, regelmäßig 10 Minuten nach den Mahlzeiten, ist das die halbe Miete.

Also: Osteokalzin senkt deinen Blutdruck, verbessert deine Insulinempfindlichkeit und erhöht die Elastizität der Gefäße. Und das solltest du mitnehmen, wenn du dich um deinen Blutdruck weiter kümmern musst. Also nicht immer sofort Pille, sondern das zusätzlich – auch wenn du schon Pillen nimmst – kannst du das auch schon zusätzlich machen und das wird deine Gesundheit dramatisch beeinflussen.

Ich danke dir, dass du bis hierher zugehört hast. Ich würde mir wünschen, dass du vielleicht bei den Videos ein Like hinterlässt oder vielleicht sogar einen Kommentar. Dann kommen immer mehr Leute in die Lage, auch diese Podcast-Folge zu hören. Und das ist das Geschenk an mich, dass ich hier dir quasi umsonst, ohne irgendwelche Kosten für dich, von die Informationen liefere, die für deine Gesundheit, deinen Blutdruck von ja schon erheblicher Bedeutung sind.

Also: Ich schenke es dir gerne. Ich wünsche dir einen schönen Tag noch und freue mich auf unsere nächste Folge.

Trinkst du deinen Blutdruck hoch?

🎯 Wichtigste Erkenntnisse

Kernpunkte:

  • Zuckerhaltige Getränke erhöhen den Blutdruck erheblich, nicht nur wegen der Kalorien, sondern aufgrund eines komplexen biochemischen Prozesses.
  • Fruktose in diesen Getränken wird in der Leber zu Harnsäure umgewandelt, welche Stickstoffmonoxid hemmt.
  • Stickstoffmonoxid ist entscheidend für die Entspannung und Elastizität der Blutgefäße sowie für die Regulierung des Blutdrucks.
  • Ein Mangel an Stickstoffmonoxid führt zu verengten und steifen Blutgefäßen, was den Blutdruck steigen lässt und den Blutfluss ineffizient macht.
  • Regelmäßiger Konsum zuckerhaltiger Getränke sendet ein konstantes schädliches Signal an den Körper, das die Gefäßsteifigkeit dauerhaft erhöht.
  • Der beste Weg, diesen Effekten entgegenzuwirken, ist der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke und der Umstieg auf ungesüßten Tee oder Wasser.
Zucker Drinks

🔍 Zusammenfassung

Zuckerhaltige Getränke und Blutdruck
Zuckerhaltige Getränke sind nicht nur ein Problem für das Körpergewicht, sondern vor allem ein Blutdruckproblem. Die meisten Menschen nehmen an, dass diese Getränke nur wegen ihres Kaloriengehalts schädlich sind und zur Gewichtszunahme führen. Das Hauptproblem liegt jedoch in einem perfiden Mechanismus, der die Blutgefäße zerstört. Fruktose, ein Hauptbestandteil vieler dieser Getränke, wird in der Leber schnell umgewandelt. Bei diesem Prozess entsteht leider nicht nur Zucker, sondern auch Harnsäure, die für die schädlichen Auswirkungen verantwortlich ist.

Die Rolle der Harnsäure und Stickstoffmonoxid
Harnsäure wird normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Sie ist nicht nur für Nierensteine oder Gichtanfälle verantwortlich, sondern hemmt auch Stickstoffmonoxid (NO). Stickstoffmonoxid ist eine Substanz, die die Weite und Elastizität der Blutgefäße im Körper reguliert. Je mehr Stickstoffmonoxid vorhanden ist, desto weiter und elastischer sind die Gefäße und desto niedriger ist der Blutdruck. Sinkt das Stickstoffmonoxid aufgrund des Konsums fruktosehaltiger Getränke, ziehen sich die Blutgefäße zusammen, der Blutdruck steigt, und der Blutfluss wird ineffizienter. Die Gefäße werden steifer und können sich nicht mehr zusammenziehen, was den Blutfluss insgesamt reduziert. Dies ist ein schleichender Prozess, den man nicht sofort spürt, aber der Körper reagiert darauf.

Langfristige Folgen und Abhilfe
Der tägliche Konsum von zuckerhaltigen, fruktosehaltigen Erfrischungsgetränken sendet ein konstantes schädliches Signal an den Körper. Dies führt dazu, dass die Gefäße mit der Zeit immer steifer werden und ihre Fähigkeit zur Entspannung und Kontraktion verlieren. Infolgedessen steigt der Blutdruck kontinuierlich an, was das Herz-Kreislauf-Risiko erhöht. Dieses Risiko entsteht nicht durch die Kalorien, sondern durch die Harnsäure, die Stickstoffmonoxid hemmt – den “Weichmacher” der Gefäße. Unsere Biologie ist für einen gelegentlichen Zuckerschub ausgelegt, nicht für einen kontinuierlichen Fluss. Der permanente hohe Konsum süßer Getränke überfordert das System. Es bedarf keines komplexen neuen Plans oder von Nahrungsergänzungsmitteln. Es genügt, zuckerhaltige Getränke wegzulassen und durch ungesüßten Tee oder Wasser zu ersetzen, um den Blutdruck zu regulieren und die Gefäßgesundheit zu verbessern. Jedes zuckerhaltige Getränk sendet ein Signal an die Blutgefäße, und die tägliche Exposition verursacht den eigentlichen Schaden.

Was du heute schon tun kannst:

  • Tausche heute ein Getränk gegen Wasser
  • Beobachte deinen Blutdruck bewusst
  • Starte mit kleinen, klaren Veränderungen

FAQ Modul

1. Erhöhen Softdrinks wirklich den Blutdruck?
Ja, über Harnsäure und Gefäßverengung.

2. Ist Fruchtzucker besser als normaler Zucker?
Nein, Fruktose kann den Blutdruck besonders beeinflussen.

3. Wie schnell wirkt sich das aus?
Kurzfristig leicht, langfristig deutlich.

4. Reicht gelegentlicher Konsum?
Gelegentlich ist unproblematisch – täglich nicht.

5. Was sollte ich stattdessen trinken?
Wasser und ungesüßter Tee sind ideal.

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Gehirn schützen beginnt bei Deinem Blutdruck

Blutdruck und Gehirn: Ein entscheidender Faktor für Deine geistige Gesundheit

Kannst du dein Gehirn allein durch Kreuzworträtsel oder Sudokus fit halten? Viele Menschen glauben das. Doch es gibt einen weitaus entscheidenderen Faktor, der deine geistige Gesundheit maßgeblich beeinflusst. Dein Blutdruck ist hier der Schlüssel. Ein gut eingestellter Blutdruck schützt deine Gefäße und damit dein Gehirn vor langfristigen Schäden.

Entwicklung zur Demenz
Entwicklung zur Demenz

Die Rolle Deiner Gefäße

Wir wissen heute, dass der Blutdruck eine Rolle für die Gefäßgesundheit im Gehirn spielt. Die kleinen Gefäße in Deinem Gehirn passen sich dem Druck an, der in ihnen herrscht. Wenn Dein Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, werden diese Gefäße steifer. Sie verändern sich, um dem erhöhten Druck standzuhalten.

Diese Versteifung hat weitreichende Folgen. Versteifte Gefäße werden oft nicht mehr ausreichend durchblutet. Dies kann zu Problemen führen. Es können sich auch verhärtete Ablagerungen lösen und ins Gehirn gelangen. Diese Ablagerungen können dann Schäden verursachen.

Bluthochdruck und Demenz: Der Zusammenhang

Langfristig hoher Blutdruck hat gravierende Auswirkungen. Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Je besser dein Blutdruck über die Jahre eingestellt war, desto geringer ist das Risiko für Demenz im hohen Alter. Es ist also wichtig, Dich frühzeitig um deinen Blutdruck zu kümmern.

Alzheimer

Wir müssen hier zwischen Alzheimer und vaskulärer Demenz unterscheiden. Diese beiden Erkrankungen werden oft miteinander verwechselt. Sie sind aber nicht das Gleiche. Alzheimer Demenz ist durch Ablagerungen im Gehirn gekennzeichnet, die Nervenzellen stören. Diese Ablagerungen behindern die Zusammenarbeit der Nervenzellen.

Vaskuläre Demenz

Bei der vaskulären Demenz, also der gefäßbedingten Demenz, gibt es keine solchen Ablagerungen. Hier liegt das Problem in Durchblutungsstörungen. Diese Störungen entstehen durch die beschriebenen Gefäßveränderungen. Sie können die Erinnerungs- und Merkfähigkeit beeinträchtigen. Auch die geistige Flexibilität im Alter kann darunter leiden.

Vaskuläre Demenz: Prävention durch Blutdruckkontrolle

Es ist unklug, den Blutdruck zu vernachlässigen. Forschungen zeigen, dass ein gut eingestellter Blutdruck ab dem 40. Lebensjahr das Risiko für vaskuläre Demenz deutlich senkt. Die Wahrscheinlichkeit, an einer gefäßbedingten Erinnerungsstörung zu leiden, nimmt ab.

Daher sollten wir uns aktiv um die Einstellung des Blutdrucks kümmern. Ein Wert von 135 zu 85 mmHg morgens an der Bettkante ist ein guter Richtwert. Dieser Wert hält den Blutdruck im Normbereich. Er schützt auch die Gefäße. Die Langzeitwirkung eines normalen Blutdrucks ist für das Gehirn von großer Bedeutung.

Es gibt verschiedene Ansätze zur Blutdrucksenkung. Viele Menschen denken sofort an Medikamente. Doch es gibt auch andere wichtige Faktoren, die man beachten sollte. Eine gesunde Lebensweise ist hierbei unverzichtbar. Sie kann den Blutdruck positiv beeinflussen.

Medikamente und Gehirnschutz: Eine neue Perspektive

Es stellt sich die Frage, ob verschiedene Blutdruckmedikamente unterschiedliche Schutzmechanismen für das Gehirn bieten. Sind alle blutdrucksenkenden Medikamente gleich wirksam? Können sie Gefäßveränderungen im Gehirn gleichermaßen verhindern? Und beugen sie vaskulärer Demenz vor?

Eine aktuelle Studie gibt hier neue Einblicke. Medikamente, die den AT2-Rezeptor stimulieren, könnten einen Vorteil haben. Sie könnten wirksamer sein als Medikamente, die den AT2-Rezeptor hemmen. Dies ist ein wichtiger Punkt für die Gehirngesundheit.

Angiotensin-Rezeptoren: Gut und Böse

Um dies zu verstehen, betrachten wir die Angiotensin-Rezeptoren. Diese Rezeptoren sollen den Blutdruck regulieren. Wenn man sie blockiert, soll der Blutdruck sinken. Es gibt den Angiotensin-I-Rezeptor (AT1) und den Angiotensin-II-Rezeptor (AT2).

Der AT1-Rezeptor ist der „böse“ Teil. Wird er stimuliert, steigt der Blutdruck. Medikamente wurden entwickelt, um diesen AT1-Rezeptor zu hemmen. Das blockiert den blutdrucksteigernden Effekt.

Wenn der AT1-Rezeptor blockiert ist, kann Angiotensin an den AT2-Rezeptor binden. Dieser AT2-Rezeptor scheint eine schützende Bedeutung für das Gehirn zu haben. Er ist auch an der Bildung von Bradykinin beteiligt. Hohe Bradykininspiegel können Husten verursachen. Dies ist ein bekannter Nebeneffekt von ACE-Hemmern und leider auch AT1 Rezeptorblockern.

Die erwähnte Untersuchung deutet darauf hin, dass AT1-Rezeptor-Blocker vaskulärer Demenz vorbeugen können. Dies geschieht, indem sie den AT2-Rezeptor freilassen. Der AT2-Rezeptor wird aktiviert. Er schützt dann die Gefäße im Kopf.

Wichtig ist: Es handelt sich hierbei um eine einzelne Studie. Wir können daraus noch keine definitive Empfehlung ableiten. Weitere Untersuchungen sind nötig. Diese müssen den Zusammenhang bestätigen. Doch es ist ein vielversprechender Hinweis für die Zukunft.

Dein Weg zu einem gesunden Gehirn

Die Normalisierung des Blutdrucks ist das oberste Ziel. Ein normaler Blutdruck sorgt dafür, dass deine Gefäße im Gehirn gesund bleiben. So kannst du bis ins hohe Alter deine volle Hirnfunktion erhalten. Dein Gehirn und dein Nervensystem sind wichtige Bestandteile deines Lebens. Sie ermöglichen dir Lebensqualität.

Es ist nicht nur für Deine Nieren und Dein Herz klug. Es ist auch für Dein Gehirn klug, wenn Dein Blutdruck normal ist. Lass Deinen Blutdruck normalisieren. Miss ihn aber richtig. Nicht beim Arzt nebenbei. Miss ihn in Ruhe. Miss ihn niemals unter nervlicher Belastung.

Andernfalls misst Du ihn falsch hoch. Das könnte zur Verordnung unnötiger Medikamente führen. Ein weiterer unterschätzter Faktor ist innerer Stress. Dauerhafter Stress erhöht Dein Cortisol. Dies wiederum erhöht Deinen Blutdruck.

Du kannst an vielen Stellschrauben arbeiten, nicht nur an Medikamenten. Reduziere Deinen Stress. Achte auf Deine Lebensweise. Sorge selbst dafür, dass Dein Blutdruck in Ordnung ist. Es gibt viele Möglichkeiten, Deinen Blutdruck positiv zu beeinflussen.

Fazit: Blutdruckkontrolle ist Gehirnschutz

Ein normaler Blutdruck ist für Deine Gehirngesundheit unerlässlich. Er schützt vor vaskulärer Demenz und erhält Deine kognitiven Fähigkeiten. Moderne Forschung weist auf die Rolle spezifischer Medikamente hin. Doch die wichtigste Maßnahme bleibt die konsequente Blutdruckkontrolle.

Kümmere Dich um deinen Blutdruck. Das ist ein wichtiger Schritt für ein langes, gesundes und geistig fittes Leben. Dein Gehirn wird es Dir danken.


FAQ Modul

1. Kann Bluthochdruck Demenz verursachen?
Ja, dauerhaft erhöhter Blutdruck kann Gefäße im Gehirn schädigen und so eine vaskuläre Demenz begünstigen.

2. Ist Alzheimer das gleiche wie vaskuläre Demenz?
Nein, Alzheimer entsteht durch Ablagerungen, vaskuläre Demenz durch Durchblutungsstörungen.

3. Kann man Demenz durch Blutdrucksenkung verhindern?
Eine gute Blutdruckeinstellung kann das Risiko deutlich reduzieren.

4. Wann sollte ich meinen Blutdruck kontrollieren?
Am besten morgens in Ruhe, nicht unter Stress.

5. Sind Medikamente allein ausreichend?
Nein, Lebensstil und Stressmanagement sind entscheidend.

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Transkript

Sag mal, denkst Du auch eigentlich, Du könntest Dein Gehirn gesund halten, wenn Du ganz viele so Dokus löst oder wenn Du hergehst und Kreuzworträtsel machst? Hmm, ich kenne doch einen entscheidenderen Faktor, der Dir erlaubt, Dein Gehirn gesund zu halten, und darüber sprechen wir beide jetzt gleich.

Ja, der entscheidende Faktor, und Du wirst es kaum glauben, und deswegen erzähle ich es auch von Dir, für Dich, Entschuldigung, es ist Dein Blutdruck. Ja, wir wissen inzwischen, dass der Blutdruck ganz entscheidende Rolle spielt, weil der Gefäßgesundheit im Gehirn und die Gefäße, die kleinen Gefäße, die passen sich dem Druck, der von ihnen in ihnen herrscht, an. Und wenn der Blutdruck hoch ist, dann werden die Gefäße steifer und die verändern sich, um diesen Druck quasi auszuhalten. Und wenn Du dann versteifte Gefäße im Gehirn hast, dann sind die Gefäße auch manchmal nicht mehr richtig gut durchblutet, und das hat eine Folge, oder es lösen sich Anteile von irgendwelchen verhärteten Veränderungen und sausen dann ins Gehirn. Und das sind dann die Dinge, die Dir dann Probleme bereiten können. Und wir wissen, wenn wir die Menschen mit langfristig hohem Blutdruck haben, sehr gut verfolgen können, dann haben wir festgestellt, dass in vielen Studien sich gezeigt hat, je besser der Blutdruck eingestellt war, desto geringer ist die Demenz im hohen Alter. Das bedeutet, Du darfst Dich um Deinen Blutdruck kümmern.

Man muss zur Demenz sagen, das vermischt man sehr schnell mit dem Thema Alzheimer, aber dieses ist eben halt nicht das Gleiche. Bei Alzheimer kommt es zu einer Ablagerung im Gehirn, die offensichtlich die Nervenzellen stört und da die Zusammenarbeit der Nervenzellen unterbindet. Und bei der anderen Art von Demenz, wir nennen sie jetzt mal vaskuläre, also gefäßbedingte Demenz, da gibt es keine Ablagerungen, da gibt es aber Durchblutungsstörungen. Und diese Gefäßveränderungen offensichtlich, die machen es so, dass Deine Erinnerungsfähigkeit, Deine Merkfähigkeit, aber auch Deine Flexibilität im Alter eingeschränkt werden kann. Und das ist ziemlich unklug. Also wissen, je besser der Blutdruck so ab dem 40. Lebensjahr eingestellt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du an so einer vaskulären Demenz, also gefäßbedingten Erinnerungsstörung, leiden kannst. Und deswegen wissen wir bereit, also müssen wir uns auch darum kümmern, dass Dein Blutdruck in der Zeit dann wirklich eigentlich ganz gut eingestellt ist. Und da reichen also morgens auf der Bettkante, das habe ich Dir jetzt schon ein paar tausend Mal erzählt, 135 zu 85 aus, um Deinen quasi Blutdruck im Prinzip im Normbereich zu halten und auch für Deine Gefäße im Normbereich zu halten.

Und dann kann man natürlich auch die Frage stellen, gibt es vielleicht unter den Medikamenten, die wir einnehmen, unterschiedliche Schutzmechanismen für Dein Gehirn? Also sind alle Medikamente, die den Blutdruck senken, gleich effektiv, um Deine Gefäßveränderungen im Gehirn zu verhindern und sozusagen dieser vaskulären Demenz vorzubeugen? Und da gab es jetzt, und das ist auch der Grund für diesen Podcast, eine sehr schöne Studie, die herausgefunden hat, dass gerade Medikamente, die dazu führen, dass der AT2-Rezeptor stimuliert werden kann, einen gewissen Vorteil gegenüber den Medikamenten haben, in denen der AT2-Rezeptor gehemmt wird.

Jetzt habe ich Euch oder Dir einiges über Rezeptoren erzählt, aber ich will Dich kurz mitnehmen. Es gibt diese Angiotensin-Rezeptoren, die sollen verhindern, dass der Blutdruck steigt, und die sollen, wenn man die blockiert, dazu führen, dass der Blutdruck sinkt. Aber da gibt es den Angiotensin-I-Rezeptor und den Angiotensin-II-Rezeptor. Und der Angiotensin-I-Rezeptor, der ist der böse Mann oder die böse Frau, egal, der böse Teil, der eben halt, wenn er richtig stimuliert wird, dann wird der Blutdruck steigen. Und deswegen hat man Medikamente entwickelt, die sozusagen den AT1-Rezeptor hemmen. Aber da noch Angiotensin und Angiotensin da ist, darf dann das Angiotensin an den Angiotensin-II-Rezeptor. Und der Angiotensin-II-Rezeptor, der hat offensichtlich eine Bedeutung in Bezug auf den Schutz für das Gehirn. Wir wissen inzwischen, dass der Angiotensin-II-Rezeptor auch sehr schön an der Bildung von Bradykinin beteiligt ist, also die Bradykininspiegel sind hoch. Das führt in der Regel oder bei vielen Menschen auch, gerade wie bei den ACE-Hemmern ähnlich, zu einer Hustenneigung unter der Einnahme von Angiotensin-I-Rezeptor-Blockern, weil der Angiotensin-II-Rezeptor nicht blockiert wird und da ordentlich Angiotensin dran kann.

Jetzt scheint aber nach der Untersuchung, einmaligen Untersuchung, herausgekommen zu sein, dass gerade die, die eben halt den Angiotensin-II-Rezeptor ordentlich mit Angiotensin versehen, das tut nämlich der AT1-Rezeptor-Blocker, dass die offensichtlich einer vaskulären Demenz, nicht einem Alzheimer, vorbeugen können. Also ein Alzheimer hat mit der vaskulären Demenz nichts zu tun, aber es gibt Hinweise, dass eben halt diese Angiotensin-I-Rezeptor-Blockern den Angiotensin-II-Rezeptor freilassen, und die Freilassung führt dazu, dass der Angiotensin-II-Rezeptor angeschmissen wird und in Deinem Kopf die Gefäße schützt. Jetzt müssen wir aber sagen, es ist eine Studie. Das heißt, wir dürfen jetzt nicht die Schlussfolgerung machen: „Oh, Herr Doktor, ich möchte jetzt dringend auch einen Angiotensin-I-Rezeptor-Blocker nehmen, weil es in meiner Birne langfristig gut gehen soll.“ Nein, wir wissen, bisher ist ein kleiner Hinweis, und dieser muss sicherlich noch durch zusätzliche Untersuchungen bestätigt werden. Aber was sicher ist, jede Blutdrucknormalisierung führt dazu, dass es in Deinem Gehirn nicht regnet, dass in Deinem Gehirn sozusagen die Gefäße so bleiben, wie sie sind, und dass Du bis ins hohe Alter mit voller Hirnfunktion rechnen kannst.

Also das primäre Ziel ist die Senkung oder Einstellung Deines Blutdrucks für Dein Gehirn. Und Dein Gehirn und Dein Nervensystem sind ein wichtiger Bestandteil von Deinem Leben, die Dir auch Lebensqualität ermöglichen. Natürlich ist die Pumpe immer im Vordergrund von jedem kardiovaskulär denkenden Menschen, aber auch das Gehirn muss betrachtet werden. Und deswegen sage ich Dir, es ist nicht nur klug für Deine Nieren, nicht nur klug für Dein Herz, sondern vor allen Dingen auch klug für Dein Gehirn, wenn Dein Blutdruck normal ist. Und deswegen lass Deinen Blutdruck normalisieren, aber miss ihn richtig, nicht wie das in vielen Untersuchungen gemacht wird, mal eben vom Arzt nebenbei, sondern miss Deinen Blutdruck in Ruhe und nicht unter einer nervlichen Belastung. Denn dann misst Du den falsch hoch, und dann gibt es Medikamente, die noch gar nicht notwendig wären. Und was auch viel zu wenig betont wird, ist nicht die Medikamenteneinnahme, sondern Dein innerer Stress, den Du hast. Und dieser innere Stress, wenn der dauerhaft da ist, hast Du dauerhaft Cortisol hoch, und Dein Blutdruck ist auch hoch. Also Du kannst an vielen Stellschrauben, nicht nur an der Pille, selber arbeiten und dafür sorgen, dass Dein Blutdruck in diesen Phasen wirklich in Ordnung ist. Und da kannst Du an vielen Stellschrauben drehen, und dann empfehle ich Dir alle meine Podcasts, damit Du was lernen kannst, wie es mit Deinem Blutdruck aussieht.

Und wenn Du noch Fragen hast, würde ich Dich bitten, stell sie mir, schreib es mir unter info@runtermitdemblutdruck.de. Ich wiederhole es nochmal: info@runtermitdemblutdruck.de. Dann kann ich Dir darauf eine Antwort geben, wenn ich sie weiß. Und wenn Du jetzt unter dem Video vielleicht bei YouTube einen Kommentar hinterlässt oder eine positive Nachricht oder auch mir dort schreibst, wäre ich Dir sehr dankbar, denn das ist meine Entlohnung dafür, dass meine Arbeit mir weiterhin Spaß macht und ich Dir zeigen kann, wie Du mit Deinem Blutdruck für Dein Gehirn, für Dein Herz und für Deine Nieren und natürlich für Dein größtes Organ, nämlich die Gefäße, all das tust, was vernünftig ist, was für Dich richtig ist. Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und sage: Bis bald!

Dein Körper wartet nicht! Fang einfach an!

Warum dein Körper Bewegung braucht

Dein Körper passt sich an Belastung an. Ohne Bewegung baut er ab. Mit Bewegung wird er stärker.

Die wichtigste Erkenntnis der Wissenschaft

Der Unterschied liegt nicht im perfekten Training, sondern darin, ob du überhaupt trainierst.

Was Krafttraining in deinem Körper bewirkt

Muskelaufbau, bessere Nervensteuerung, mehr Stabilität und weniger Sturzrisiko.

Muskelverlust im Alter verstehen

Ab 40 beginnt der Abbau von Muskelmasse. Training ist die einzige effektive Gegenmaßnahme.

Wie du konkret anfangen kannst

Zwei Einheiten pro Woche reichen. Beginne mit einfachen Übungen wie Kniebeugen oder Wandliegestütze.

Was mache ich?

Ich mache an allen Werktagen 10 Minuten morgens nach dem Aufstehen Gymnastik! Meine Sallies!

Du bist jetzt aktiv!

  1. Mach jetzt sofort 10 Kniebeugen
  2. Plane zwei feste Trainingstage pro Woche
  3. Teile deine erste Bewegung heute mit jemandem

FAQ Modul

1. Muss ich einen Trainingsplan haben?

Nein. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion.

2. Reicht Training zu Hause?

Ja. Eigengewichtstraining ist vollkommen ausreichend.

3. Wie oft sollte ich trainieren?

Mindestens zwei Mal pro Woche.

4. Hilft Krafttraining beim Blutdruck?

Ja. Es verbessert die Gefäßfunktion und senkt langfristig den Blutdruck.

5. Wann sehe ich erste Ergebnisse?

Oft schon nach wenigen Wochen.

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Transkript:

Stell dir mal vor, dein Körper könnte sprechen. Er würde nicht sagen: „Gib mir den perfekten Trainingsplan.“ Nee, er würde sagen: „Beweg mich endlich.“ Und je länger du wartest, desto leiser wird diese Stimme.

Wie komme ich darauf? Es ist gerade eine super interessante Studie erschienen in einem der Top-Journals, die sich mit der Medizin und der Bewegung und dem Sport beschäftigen. Sie haben den Unterschied herausgearbeitet, was man tun kann und was eben halt wichtig ist. Und dabei ist herausgekommen, dass der Unterschied nicht zwischen gutem und perfektem Training liegt, sondern der Unterschied liegt zwischen gar keinem Training und ein bisschen körperlichem Training. Und genau darüber sprechen wir heute.

Ja, diese Studie ist kein kleines Experiment, das ist ein riesen Ding. Das ist sozusagen die Mutter aller Studien, die sich mit Sport und der Gesundheit beschäftigen. Es sind insgesamt über 137 Publikationen hinzugezogen worden, die insgesamt 30.000 Menschen umfasste und die eine Nachbeobachtungszeit der sportlichen Tätigkeit über Wochen bis Monate beinhaltete. Also hier haben wir wirklich gute Daten. Und jetzt mal zunächst die wichtigste Erkenntnis. Ich mache es dir ganz einfach: Krafttraining wirkt immer. Egal, ob du Hanteln oder das Theraband benutzt oder dein eigenes Körpergewicht benutzt, indem du Kniebeuge machst und ob du Training zu Hause machst oder wo auch immer. Die Ergebnisse sind absolut eindeutig: Du hast mehr Muskelkraft, mehr Muskelmasse, eine bessere Beweglichkeit, eine bessere Balance und ein besseres Gehen und jetzt kommt entscheidender Faktor: mehr Stabilität im Alltag.

Und jetzt kommt noch ein schlüssiger Punkt: Es ist ganz egal, wie genau du trainierst. Ja, du hast richtig gehört. Viele Details, über die sich die Menschen überhaupt den Kopf zerbrechen, sagen: „Das muss ich machen, das muss ich machen, wie viel Wiederholungen muss ich machen, wie viel Gewicht muss ich an die Hand nehmen, welche Methode“ spielt überhaupt keine Rolle. Und zwar überhaupt keine Rolle, das ist ganz wichtig. Also der entscheidende Satz ist einfach: Das beste Training ist das, das du wirklich machst. Wenn ich diese ganzen Studien in einem einzigen Satz zusammenfassen würde, ich wiederhole es nochmal, muss ich dir wieder sagen: Das beste Training ist das, was du regelmäßig machst. Und nicht das perfekte, nicht das wissenschaftlich optimierte, darum geht es nicht. Es geht darum, nicht das Instagram-Training zu machen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern es geht darum, dass du durchhältst. Deswegen darfst du dir aussuchen, was du tun musst, du machst, du willst und du kannst es einfach regelmäßig tun.

Du musst dir vorstellen, dass dein Körper einfach ganz einfach funktioniert. Wenn du ihn belastest, wird er stärker. Wenn du ihn nicht belastest, baut er ab. Und das nennt man Anpassung. Und genau deshalb wirkt Krafttraining so zuverlässig: Die Muskeln wachsen, die Nerven werden effizienter und Bewegungen werden sicherer. Und das betrifft nicht nur Sportler, sondern das betrifft dich im Alltag. Einfacher Treppe steigen, einfacher Einkaufen tragen, einfacher Sturz vermeiden und Schmerzen reduzieren. Und das ist ganz besonders wichtig ab dem 40. Lebensjahr, 50. und 60. Lebensjahr. Es ist deswegen wichtig, weil ab diesem Zeitpunkt fängst du an, deine Muskelmasse zu verlieren. Ich unterstreiche das nochmal: Mit zunehmendem Alter verlierst du Muskelmasse und das kannst du nur verhindern, wenn du hergehst und deinen Muskel regelmäßig trainierst. Noch schlimmer ist, wenn du Abnehmkuren machst, wo du nicht auf das muskuläre Training achtest, dann geht der Körper nämlich her und nimmt sich aus dem Muskeleiweiß seine Energie, um Glukose zu gewinnen und deswegen baust du Muskeln ab. Das bedeutet also für dich, dass regelmäßige körperliche Belastung im Sinne eines Krafttrainings das Gesundheitsthema Nr. 1 für dich ist, wenn du ohne Probleme älter werden willst. Es gibt dir eine bessere Selbstständigkeit, es gibt dir weniger Stürze und noch viel besser: Es gibt dir mehr Lebensqualität. Ich sage deswegen ganz klar: Krafttraining ist eine der stärksten Medikamente, die wir haben und es ist ganz ohne Rezept.

Wie solltest du eigentlich konkret trainieren? Jetzt wird’s praktisch: Die Wissenschaft sagt, du brauchst keine Perfektion, sondern nur Struktur. Der wichtigste Punkt sind mindestens 2 Mal pro Woche: Alle großen Muskelgruppen sollten bewegt werden und angestrengt werden. Hohe Anstrengung ist wichtiger als Gewicht, das heißt, du darfst dich auch fordern. Ja, und dann darfst du das langsam steigern, entweder mehr Wiederholungen oder mehr Gewicht oder du startest einfach zu Hause und fängst eigentlich morgens an, z.B. mit 20 Kniebeugen und wiederholst das nochmal und dann erhöhst du die Anzahl langsam und du wirst immer kräftiger. Es gibt nicht den einen perfekten Plan für dich, es gibt nur einen und das ist dein Plan, den du dir machst. Der muss nicht sozusagen dich zum Marathon bringen, sondern der muss einfach nur hergehen, deine Schwäche zu verhindern. Und das ist der entscheidende Punkt. Ich mache das regelmäßig, ich habe es mal in so einem kurzen Video zusammengefasst: Ich mache jeden Morgen meine Kniebeugen und meine Rotationen und noch ein paar schlappe Liegestütze an der Wand, damit ich sozusagen fit in den Tag hineingehe. Und es morgens zu machen, ist besonders klug, weil da nämlich das Cortisol hoch ist und dass da in dieser Zeit die überschüssige Glukose, die dort dann in deinem Blut rumschwirrt, auch sofort in den Muskel eingesetzt werden kann.

Ich erlebe das immer wieder, dass Menschen sagen: „Ich habe noch nicht den perfekten Trainingsplan gefunden.“ Meine Antwort: Dein Körper wartet nicht auf deinen perfekten Trainingsplan, dein Körper wartet auf deine Bewegung. Wenn du heute nur eine Sache mitnimmst, dann bitte diese: Fang an! Nicht morgen, nicht nächste Woche, sondern heute. Und du kannst das 2 Mal in der Woche machen, du kannst auch mit weniger täglich machen. Fang heute an, mach 10 Kniebeugen, mach 5 Liegestütze an der Wand und nimm eine Wasserflasche als Gewicht. Es geht nicht um Leistung, es geht um die Entscheidung und wenn du willst, begleite ich dich dabei, denn mein Ziel ist nicht, dass du perfekt trainierst, mein Ziel ist, dass du gesund bleibst. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, aber bitte fang an, dein Blutdruck wird sinken, weil deine Gefäße werden weit. Viel Spaß bei den ersten 10 Kniebeugen.

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