Der wahre Auslöser deines inneren Drucks

Story-Vorschau

Manche rasen mit 180 über die Autobahn und bleiben ruhig, während andere bei einem nicht funktionierenden WLAN explodieren. Entdecke heute, warum Stress oft in uns entsteht und nicht von außen kommt, und wie diese innere Alarmglocke deinen Blutdruck in die Höhe treibt.

Kapitelübersicht:

00:00 Stress: Eine Innere Alarmanlage

03:05 Subjektive Stressoren und ihre Folgen

06:33 Die Rolle der inneren Bewertung

09:51 Stressoren erkennen und handeln

13:29 Umgang mit Stress und Prävention

Druck der Herausforderungen
Druck der Herausforderungen

Warum nicht jeder Mensch gleich reagiert

Zwei Menschen erleben dieselbe Situation – und reagieren völlig unterschiedlich. Der eine bleibt ruhig, der andere gerät innerlich in Alarmbereitschaft. Genau hier beginnt das Verständnis für psychosozialen Stress. Stress entsteht nicht nur durch äußere Ereignisse. Viel entscheidender ist die Bedeutung, die dein Gehirn einer Situation gibt. Dein Nervensystem bewertet permanent: Gefahr oder Sicherheit? Und genau diese Bewertung entscheidet über deinen Blutdruck.

Was subjektive Stressoren wirklich sind

Subjektive Stressoren sind keine allgemeinen Belastungen. Es sind ganz persönliche Trigger. Für manche Menschen ist Kritik kaum belastend. Andere reagieren darauf sofort mit innerem Druck. Wieder andere geraten bei Unordnung, Einsamkeit oder Konflikten in Dauerstress. Diese individuellen Stressoren wirken oft jahrelang unbemerkt im Hintergrund und aktivieren dauerhaft das Nervensystem.

Wie Stress deinen Blutdruck verändert

Chronischer Stress aktiviert deinen Sympathikus. Dabei werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Die Folge: Deine Gefäße verengen sich. Dein Puls steigt. Entzündliche Prozesse nehmen zu. Bleibt dieser Zustand dauerhaft bestehen, entwickeln sich Gefäßsteifigkeit und chronisch erhöhte Blutdruckwerte. Der Körper bleibt innerlich auf Alarm programmiert.

Warum dein Körper nicht diskutiert

Dein Körper diskutiert nicht mit dir. Er reagiert. Eine kritische Nachricht, ein Konflikt oder Angst vor Ablehnung können sofort körperliche Reaktionen auslösen. Herzrasen. Muskelspannung. Druckgefühl. Grübeln. Das Nervensystem unterscheidet dabei oft nicht zwischen echter Gefahr und innerer Interpretation. Genau deshalb können Gedanken den Blutdruck massiv beeinflussen.

Wie du dein Nervensystem beruhigen kannst

Der wichtigste Schritt ist Bewusstheit. Frage dich: Was löst in mir Stress aus? Welche Situationen bringen mich sofort aus der Ruhe? Wenn du deine Stressoren erkennst, kannst du lernen, anders darauf zu reagieren. Grenzen setzen. Situationen realistischer bewerten. Pausen zulassen. Atmung beruhigen. Dein Nervensystem ist trainierbar – und damit auch deine Stressreaktion.

Besondere Zitate:

  • “Du gibst dem Stressor oder der Tatsache eine innere Bewertung.”
  • “Nicht jeder Stress gehört zu mir und nicht jede Alarmreaktion ist eine Wahrheit.”
  • “Dein Körper, der redet nicht mit dir, der diskutiert nicht mit dir, der reagiert einfach, weil es der Stress ist.”

Was du sofort tuen kannst!

  1. Beobachte heute einmal ganz bewusst, wann dein Körper innerlich Alarm schlägt.
  2. Teile diese Folge mit einem Menschen, der ständig unter Druck steht.
  3. Höre weitere Folgen auf  runtermitdemblutdruck.de und lerne, wie echte Prävention beginnt.
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FAQ Modul

Kann Stress wirklich den Blutdruck erhöhen?

Ja. Chronischer Stress aktiviert dauerhaft das sympathische Nervensystem. Dadurch steigen Puls, Gefäßspannung und Blutdruck.

Was sind subjektive Stressoren?

Das sind individuelle Auslöser von Stress. Nicht jede Situation belastet jeden Menschen gleich stark.

Welche Rolle spielt Cortisol?

Cortisol ist ein Stresshormon. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann Gefäße und Blutdruck negativ beeinflussen.

Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Stress?

Weil das Gehirn Situationen individuell bewertet. Erfahrungen, Ängste und Persönlichkeitsmuster spielen dabei eine große Rolle.

Kann man sein Nervensystem trainieren?

Ja. Durch Selbstbeobachtung, Entspannung, klare Grenzen und neue Bewertungsmuster kann das Nervensystem ruhiger reagieren.

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Transkript

Ja, kennst du auch diese Menschen, die fahren mit 180 auf der Autobahn, telefonieren dabei und trinken dabei noch eine Tasse Kaffee und haben, während sie telefonieren, noch drei andere Anrufe, die sie gegenseitig auch noch bedienen?

Und die sagen: „Wow, ich bin ganz in der Ruhe, mir ganz gelassen“ und finden sich total cool dabei. Aber wenn die abends nach Hause kommen, explodieren die, wenn die Spülmaschine falsch eingeräumt ist.

Und das ist heute das Thema: nicht die Spülmaschine, aber dass der Stress in dir drinnen ist und nicht von draußen auf dich reinkommt. Viel Spaß dabei, denn es geht auch um deinen Blutdruck, denn der wird vom Stress ganz schön nach oben getrieben.

Ja, herzlich willkommen bei Runter mit dem Blutdruck.de. Ich will mich noch mal vorstellen: Ich bin Dr. Harald Messner, Nephrologe und Internist, und den seit Jahrzehnten dein Blutdruck interessiert.

Viele Menschen kämpfen gegen ihren Blutdruck. Nein, das geht nicht. Man darf ihn akzeptieren und gucken, wo er herkommt, aber kämpfen, denn dann durch Kampf erhöht sich dein Blutdruck noch mehr. Sie kämpfen aber gegen ihre innere Alarmanlage, und die ist es viel entscheidender.

Und diese Alarmanlage hat einen ganz besonderen Namen: der subjektive Stressor. Was ist ein subjektiver Stressor? Stelle dir mal die Frage: Was macht Stress? Nein, Scheiße, das war nicht gut. Noch mal von vorne ein Stich.

Nein, noch mal neu.

Ja, herzlich willkommen bei Runter mit dem Blutdruck.de. Ich bin Dr. Harald Messner, Nephrologe, Internist und jemand, der das seit Jahrzehnten erlebt. Viele Menschen kämpfen gegen ihren Blutdruck. Falsch. Sie dürfen nicht kämpfen, sie müssen ihn erkennen als Zeichen. Sie kämpfen aber gegen ihre innere Alarmanlage, und diese Alarmanlage hat einen ganz, ganz besonderen Namen: Das sind die subjektiven Stressoren.

Was ist ein subjektiver Stressor? Ein subjektiver Stressor ist etwas, das dich selber stresst. Nicht die Menschheit, nicht die Wissenschaft, nicht dein Nachbarn, sondern dich stresst. Für den einen ist es Kritik. Wenn ich Kritik höre: „Um Gottes willen, habe ich wieder was falsch gemacht?“ Dann denn der Zeitdruck ist ein Stressor oder die Unordnung oder vielleicht sogar Einsamkeit ganz gut beschrieben, dass psychosoziale Einsamkeit erheblicher Stressor darstellt oder auch permanente Konflikte, die nicht zur Ruhe kommen oder gar die Kontrolle zu verlieren und ein ganz schlimmer Stressor, nicht perfekt zu sein. Und für den anderen ist das alles völlig egal.

Das ist ein entscheidender Punkt. Es gibt Menschen, für die ist das komplett völlig egal. Alle müssten doch verstehen, wie schlimm das ist. Nein, müssen sie nicht, weil Stress hochgradig individuell ist. Ich kenne Menschen, die bleiben bei einer Notfallsituation völlig ruhig, aber wehe, das WLAN funktioniert zu Hause nicht. Puls 180 oder andere. Sie sprechen vor 500 Menschen ganz entspannt und haben überhaupt kein Problem. Aber wenn zu Hause bei denen das Telefon klingelt: „Oh Gott, hoffentlich will niemand etwas von mir.“ Das Nervensystem ist manchmal wirklich kreativ.

Chronischer psychosozialer Stress aktiviert dauerhaft – und das ist der entscheidende Punkt – der aktiviert dauerhaft deinen Sympathikus. Er erhöht alle Stresshormone, er erhöht dein Cortisol, er erhöht dein Adrenalin und damit erhöht er auch die entzündlichen Prozesse. Und all diese Hormone und diese Reaktionen haben nichts anderes zur Folge, als dass die Gefäße verengt werden. Und weil die Gefäße verengt werden und weil sie chronisch verengt werden – die sind ständig im Spasmus – entsteht sozusagen der hohe Blutdruck. Es gibt eine Gefäßsteifigkeit, die auch nicht mehr weggeht und es gibt natürlich – wer kennt es nicht – den hohen Puls in diesem Zusammenhang.

Und da ist das Ergebnis der Forschung sehr klar inzwischen: Der psychosoziale Stress kann das Risiko für Bluthochdruck massiv erhöhen, insbesondere dann, wenn beruflicher Druck vorherrscht, wenn Angst vor irgendwas dauerhaftes Thema ist oder emotionale Überforderungen eben halt eine Rolle spielen oder ein dauerhafter innerer Alarmzustand vielleicht existent ist, der eben halt immer wieder also hoffentlich passiert: Jetzt nichts. Und jetzt kommt die Falle: Viele Menschen versuchen, den Job zu wechseln oder die Familie zu ändern und alle Probleme damit zu beseitigen. Nein, nein, nein, aber das funktioniert nicht.

Warum funktioniert es nicht? Weil nicht diese Situation alleine entscheidet, sondern deine innere Reaktion. Und wo kommt diese innere Reaktion her? Zwei Menschen haben die gleiche Situation: Der eine ist total in der Ruhe im Notfall und der andere flippt vollkommen aus, obwohl es die gleiche Situation ist. Und da gibt es ganz viele Beispiele. Zum Beispiel: Du bekommst eine WhatsApp, da steht: „Wir müssen reden.“ Bei dem einen sagt der andere: „Okay, ja, es gibt ein Thema, können wir drüber reden.“ Für den anderen ist das aber: „Wow, wie eine Nahtoderfahrung. Jetzt passiert etwas ganz Schlimmes, was eben halt mich vollkommen aus den Socken haut.“ Und innerhalb von Sekunden gibt es Herzklopfen, Grübeln, Druckgefühl in der Brust und ja, Katastrophenfantasien. Ich verliere meinen Job.

Und genau hier entsteht der chronische Stress. Nicht wegen der vier Worte – es sind ja bloß drei Worte: „Wir müssen reden.“ Nein, es ist einfach die Bewertung. Du gibst dem Stressor oder der Tatsache eine innere Bewertung. Viele Menschen kennen ihre Stressoren übrigens längst. Wir nennen sie mal die rosaroten Elefanten, weil sie vielleicht auch nicht hinschauen wollen. Zum Beispiel die permanente Selbstüberforderung: „Ich muss das unbedingt schaffen und ich eigentlich ich kriege es fast gar nicht hin.“ Oder der Druck, immer funktionieren zu müssen, der Druck, es allen recht zu machen, Angst vor der Ablehnung ist ein ganz wichtiger Punkt und auf jeden Fall den Konflikt vermeiden und ja, perfekt sein zu wollen.

Das Problem ist: Dein Körper, der redet nicht mit dir, der diskutiert nicht mit dir, der reagiert einfach, weil es der Stress ist. Und weil der Stress da ist, erhöht er deinen Blutdruck und macht dir deine Gefäße eng. Der Körper ist manchmal wie eine übermotivierte deutsche Behörde: Kleiner Reiz, sofort Alarm. Eine kritische E-Mail: „Alarm, der Nachbar hat komisch geguckt. Alarm, der Blutdruck ist 5 mm Hg höher. Alarm.“ Und irgendwann sitzt du morgens entspannt am Frühstückstisch und dein Nervensystem glaubt trotzdem, du wirst gleich von einem selbstbezahlten Tiger gefressen.

Die wichtigste Erkenntnis daraus ist: Erstmal stell fest: Habe ich Stress? Und frage dich dann: Was genau löst in mir Stress aus? Und das ist der Wendepunkt: Dich zu fragen, was genau löst in mir Stress aus. Denn wenn du deinen subjektiven Stressor erkennst, dann kannst du den auch angehen, dann kannst du anfangen, etwas zu tun, z.B. Grenzen zu setzen. Ja, ich mache das jetzt nicht mehr. Ich erlaube dir nicht, mich zu diesem Zeitpunkt zu stören, sondern ich habe eine definierte Arbeitszeit, in der du mich stören kannst.

Dann Situationen anders zu bewerten, indem du nicht hergehst und quasi ein rosarotes Dia hochholst, wenn du einen Fakt siehst, sondern guck erstmal klar auf das Bild. Wenn dein Arbeitgeber reinkommt und legt dir 10 weitere Akten auf deinen Schreibtisch, dann ist das erstmal nur ein Fakt. Nur du bewertest es dann, wenn du jetzt das Bild klar lässt: „Ich schaffe eine Akte pro Stunde.“ Weißt du genau, das schaffst du heute nicht mehr. Brauchst auch nicht zu bewerten: Wo ist das Thema? Das heißt also, du kannst, wenn du das rosarote Dia oder das rosarote Dia unten lässt, dann kannst du einfach ruhiger reagieren: „Ja, ich schaffe das, aber nicht heute.“

Ne, dein Nervensystem kannst du also trainieren. Sobald du einen Stressor erkennst, sobald du erkennst, wie in dir die Aufregung steigt, kannst du das Thema sofort verändern. Ich gebe dir heute mal eine kleine Aufgabe: Nimm dir heute Abend oder wann du mal Zeit 5 Minuten Zeit hast, diese Zeit und geh in dich. Und dann frag dich mal: Welche Situationen in meinem Leben rauben mir Energie? Und zwar nicht die großen gesellschaftlichen, sondern die subjektiven, die in deinem Leben passieren. Welche Menschen stressen mich? Welche Gedanken machen mir Druck? Oder wo verliere ich sofort die innere Ruhe? Wann spannt sich mein Körper unendlich an? Oder wann halte ich zuletzt den Atem an? Bei welcher Situation innerlich? Wann halte ich innerlich diesen Atem an? Und dort sitzt dein persönlicher Stressor.

Und bitte, du musst nicht stressfrei leben, das wird dir nie gelingen. Es gelingt auch mir nicht und das ist auch vollkommen unrealistisch, denn Stress gehört zum Leben dazu. Und wir sind als Säugetiere, sind wir Menschen ja auch darauf ausgerichtet, Stress zu haben. Sportlich zu betätigen ist auch ein Stressor für den Kreislauf. Nur danach ist er wieder runter, der Blutdruck. Nur wenn du chronischen inneren Stress hast, bleibt er ständig hoch.

Du musst also nur lernen, dein Nervensystem nicht wegen jeder Kleinigkeit – na ja, da gibt es auch Großigkeiten – in den inneren Alarmzustand gehen zu lassen. Und das ist trainierbar. Entscheide, ob du, wenn du einen Fakt siehst, du ein klares Bild siehst oder ob du schon das rote Dia davor gelegt hast und du dich schon wieder in Aufregung begibst. Und das kannst du trainieren. Und vielleicht ist das genau heute dein wichtigster Gedanke: Nicht jeder Stress gehört zu mir. Wiederhole das nochmal: Nicht jeder Stress gehört zu mir und nicht jede Alarmreaktion ist eine Wahrheit.

Auch das ist ganz wichtig. Wer dich von außen in Stress versetzt und in Angst versetzt, will dich regieren, der will was mit dir machen. Und das darfst du verhindern, indem du schaust, ob wirklich eine Alarmreaktion nötig ist oder ob du entscheiden kannst: Wow, das, was da auf mich zukommt, ist Fakt und kein Stressor. Und manchmal darf man diese alten Muster: Wow, Gefahr kommt gar nicht hervorrufen, sondern darf man in der inneren Ruhe bleiben. Nur du erkennen musst sie und daran darfst du heute Abend ja arbeiten. Und offensichtlich verbessert sich dann nicht nur dein Leben, sondern auch dein Blutdruck.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du anderen Menschen auch von dieser Folge erzählen würdest oder sie gar verbreiten würdest, damit immer mehr Menschen in die Lage kommen, sich ihres Stresses und ihrer Stressoren bewusst zu sein und den Stress als ihre innere Reaktion auf was, was eben halt nicht nötig ist und was einer Bewertung entspricht, bewusst zu werden. Und wenn du mehr über deinen Blutdruck und vielleicht dein Nervensystem, Stress und vielleicht echte Prävention hören willst, dann würde ich mich freuen, wenn du bei runtermitdemblutdruck.de mal durch die vielen Podcastfolgen mitlaufst. Da ist inzwischen ein ganzes Kompendium an Blutdruckinformationen entstanden und ich glaube, es gibt noch viele andere Themen, aber alle fast alle wichtigen habe ich schon bereits einmal besprochen. Und pass gut auf dich und dein Nervensystem auf. Bis dann!

Eigensinn- Dein leiser Weg aus dem Stress

Fühlst du dich manchmal wie der Elefant an der Kette?

Du bist stark, aber glaubst, du kannst dich nicht bewegen? Dein Eigensinn ist der Schlüssel zur Freiheit.

Diese Folge von “Runter mit dem Blutdruck DE” berührt das Herz. Ich zeige, wie alte Glaubenssätze und die Angst vor Konflikten uns fesseln. Erfahre, wie Selbstaufgabe und ständiges Anpassen deinen Körper in Alarmbereitschaft versetzen und deinen Blutdruck in die Höhe treiben. Finde den Mut, dich selbst nicht mehr zu übergehen.

Paar mit Eigensinn

00:00 Eigensinn und seine Bedeutung
02:27 Eigensinn: Kontakt zu sich selbst
04:59 Fremd- vs. Selbstbestimmung
07:28 Selbstaufgabe als Stressor
09:24 Der Elefant an der Kette
12:44 Multitasking und Eigensinn
15:52 Eigensinn als innere Haltung & Meditation
19:42 Eigensinn für ein gesünderes Leben

Entdecke, was Du wirklich willst!

Lass diese Meditation deinen Eigensinn wecken. Spüre, was du wirklich willst, und befreie dich von inneren Ketten. Dein Leben wartet darauf, von dir gelebt zu werden. Finde zur inneren Gelassenheit.

#EigensinnLeben #EmotionaleFreiheit #Bluthochdruck #PersönlicheEntwicklung #MutZurVeränderung

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Transkript:

Mal ganz Hast du heute schon mal etwas getan, das du eigentlich nicht wolltest? Hast du vielleicht Ja gesagt, obwohl innerlich alles Nein gerufen hat? Vielleicht hast du etwas geschluckt, nicht beim Essen, sondern eher bei einer Bemerkung. Und vielleicht steht da irgendwo in deinem Leben ein kleiner Elefant, still und angebunden und völlig überzeugt davon, dass er sich nicht bewegen darf. Genau um diesen Elefanten geht es heute.

Ja. Ich begrüße dich mal wieder bei einer erneuten Folge des Podcasts Runter mit dem Blutdruck DE. Hier geht es nicht um noch mehr Disziplin, sondern es geht um was viel viel Wirksameres, nämlich deine innere Klarheit. Und mal ganz ehrlich, der Begriff Eigensinn ist bei uns in der deutschen Sprache zumindest erheblich negativ belegt. Das Kind ist eigensinnig, aber eigensinnig, da geht es nicht um Ego, da geht es nicht um Sturheit, sondern da geht es um die Fähigkeit, diese leise Fähigkeit, dich selbst ernst zu nehmen. In dieser Folge erfährst du, warum fehlender Eigensinn Stress erzeugt, weshalb Selbstaufgabe deinen Blutdruck beeinflussen kann und warum Multitasking oft das Gegenteil von innerer Ruhe ist. Und du wirst verstehen, was Eigensinn mit Cortisol, Zytokin und deinem Blutdruck zu tun hat.

Und am Ende dieser Folge weißt du, warum der Elefant an der Kette viel stärker ist, als er glaubt und was das Ganze konkret mit deinem Leben zu tun haben kann.

Diesmal geht es nicht um den rosaroten Elefanten, den keiner sehen will, aber um deinen Eigensinn und was Eigensinn eigentlich im positiven Sinn für dich bedeutet. Ich hatte dir schon gesagt, dass im Deutschen ja der Begriff Eigensinn eher mit schwierig verbunden wird. Also das Kind ist eigensinnig, das tut nicht, wat ich will. Das ist die Verbindung, ja, die Verbindung zu Sturheit, Querulanz oder eben halt schwierig. Doch eigentlich psychologisch betrachtet ist Eigensinn, was vollkommen anderes Eigensinn ist, nämlich die Fähigkeit, mit sich selbst in Kontakt zu sein, sich selber einen Sinn zu geben, seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und das eigene Leben innerlich zu führen, statt es führen zu lassen. Und ich lade dich jetzt damit ein, mit dieser Folge deinen Eigensinn mal neu zu betrachten, nicht als Abgrenzung gegen andere Wow, ich bin eigensinnig, weil der so und so ist und ich muss mich nach außen abgrenzen. Ne, darum geht es nicht, sondern es geht um die Verbindung mit dir selbst, Nicht als Ego, sondern als innere Orientierung.

Ego will sich durchsetzen. Eigensinn will sich spüren. Du darfst dich spüren. Das Ego Wie wirke ich? Wow, was denken die anderen von mir? Habe ich denn recht? Aber der Eigensinn fragt Was brauche ich?

Was ist für mich stimmig? Und was will ich vor allen Dingen wirklich? Eigensinn bedeutet nicht, andere zu übergehen. Er bedeutet, sich selbst nicht zu übergehen. Es geht um dich und nicht um die Abgrenzung nach anderen. Und in der psychologischen Forschung wird Eigensinn als Grundlage für psychische Stabilität, Stressfähigkeit und Selbstregulation beschrieben. Ja, hier Du darfst dich selber regulieren und wirst nicht von anderen reguliert und bist in dir selbst die eigene Stabilität.

Ja, da stimmt auch was. Da ist nämlich der Unterschied zwischen dem, dass du dich selber bestimmst oder dass du dich fremd bestimmen lässt. Das habe ich einen schönen Satz zusammengefasst. Wer nicht weiß, was er will, der tut, was andere wollen. Ich wiederhole das noch. Wer nicht weiß, was er will, der tut immer, was andere wollen. Fremdbestimmung, das spüren wir manchmal gar nicht.

Die entsteht oft schleichend durch Erwartungen. Ja, du darfst so sein. Wir haben das erwartet, dass du das jetzt tust, dass du so ehrlich bist, dass du so lieb bist und dass du dem allen entsprichst. Ja, da sind wir schon bei dem allen entspricht. Ja, du hast ein Rollenbild, was du bitte übernehmen musst. Oder du hast eine Pflichterfüllung, der du quasi nachkommen musst. Wow, das muss so sein.

Du bist dazu verpflichtet, das so zu tun. Das will die Welt so von dir. Das hast du doch gelernt. Und vor allen Dingen geht es dabei auch im Rahmen der Fremdbestimmung um deine Anpassung aus Angst vor Konflikten. Das heißt, du passt dich selber an, weil du Angst vor dem Konflikt hast. Das ist Fremdbestimmung. Prüf mal in dir selber, was in dir fremdbestimmt ist.

Die Selbstbestimmung dagegen beginnt nicht mit großen Entscheidungen, sondern eher mit kleinen inneren Fragen. Was will ich wirklich? Will ich das wirklich? Ist das mein Weg oder tut mir das überhaupt gut? Eigensinn ist also die Fähigkeit, sich diese Fragen überhaupt stellen zu können und zu dürfen. Und mal ganz Wie häufig stellen wir uns denn die Fragen? Wenn wir uns die Fragen nicht stellen, dann sind wir in der Selbstaufgabe.

Und die Selbstaufgabe ist eine der größten unterschätzten Stressoren. Wer dauerhaft seine eigenen Bedürfnisse zurückstellt und wer dauerhaft Gefühle unterdrückt und wer dauerhaft Grenzen nicht ausspricht, lebt im permanenten inneren Alarmzustand. Denn das Unterbewusstsein hat eine andere Idee von dir und und du lässt aber das nicht raus und das bleibt als Kampf in dir. Und das bedeutet physiologisch. Dein Körper ist ständig in dem Fight oder Flight, also Flucht oder Kampfmodus. Und was bedeutet das? Habe ich schon tausendmal erzählt.

Es ist erhöhtes Cortisol. Es ist Aktivierung von Entzündungssubstanzen in deinem Körper, die berühmten proinflammatorischen Zytokine. Vergiss es wieder. Und eine dauerhafte Übung, Überaktivierung deines gesamten Körpers. Und wozu führt das? Zu Bluthochdruck, Schlafstörungen, Erschöpfung, innerer Unruhe. Und im Extremfall wendet sich diese ganze Kraft gegen dich und du wanderst ab in die Depression.

Eigensinn wirkt hier regulierend. Wenn du dich also Was will ich wirklich? Dann kann er dieser Eigensinn, die eigene Hinterfragung und die Antwort darauf dazu führen, dass der Eigensinn das reguliert, weil er den inneren Stresskreislauf unterbricht. Also wenn du dich selber Will ich das wirklich? Und dann so das auch tust, was du wirklich willst und dich hinterfragst und inneren Überzeugung entwickelst, dann kannst du quasi deinen Stress reduzieren. Viele Menschen haben früh Sei brav, mach keinen Ärger, pass dich an, reiß dich zusammen. Das sind so die Dinge, die man so häufig in der Erziehung, aber auch vor allen Dingen in der Schule hört.

Das musst du lernen, das musst du tun. Du darfst darauf nicht so und so antworten. Und ja, die Freiheit, sich selbstdenkend zu verhalten, wird schon mit der Erziehung eingeschränkt. Aber Eigensinn war in vielen Familien nicht erwünscht und ist leider auch unserer Gesellschaft heute nicht mehr erwünscht.

Anpassung wird belohnt. Du kriegst eine Bockwurst oder eine Bratwurst, wenn du dich impfen lässt. Und Eigenwilligkeit wird sanktioniert. Wenn du selber denkst und sagst will ich nicht, Dann ist das ein Eigensinn, der wird sanktioniert. Die Folge davon Erwachsene Menschen funktionieren einfach. Ja, Man sagt denen Geh dahin, dann gehen die dahin wie die Lemminge, aber sie können sich kaum noch selbst wahrnehmen, weil sie einfach wie die Lemminge hinterherlaufen und genau das tun, was von ihnen erwartet wird. Eigensinnig ist also noch zu entwickeln und das nachzuentwickeln von Eigensinn.

Wenn du früher anders leider erzogen wurdest, dann geh erstmal her und bewerte deine Kindheit nicht, sondern schau auf die Muster, die in dir aktiv sind, wenn du auf Anforderungen reagierst, die du eigentlich nicht machen möchtest und versuche diese Muster zu erkennen und zu lösen. Ein schönes Beispiel ist der Elefant an der Kette. Das habe ich vorher schon in der Einleitung gesagt.

Diese Geschichte ist ganz kurz. Die Geschichte ist so kurz, aber so wirksam. Der junge Elefant, der sozusagen geboren wird, wird an die Kette gelegt und er lernt frü Die Kette hält ihn fest. Wenn er aber erwachsen ist, dann weiß er im oh, die Kette hält mich fest. Und er versucht nicht, sich von der Kette zu lösen. Und das sind genau diese alten Glaubenssätze, die möglicherweise auch in dir da sind. Das da sind das darf man nicht, das gehört sich nicht.

So bin ich eben. Das sind diese Dinge, die in dir dann schlummern aus der Erziehung raus. Und der Elefant, obwohl er körperlich in der Lage wäre, sich von dieser Kette zu lösen, einfach zu machen, weil er eben halt so kräftig ist, lässt es nicht zu, weil er es nicht glaubt, dass er das jedes Mal irgendwann irgendwie schaffen könnte. Das heißt, Eigensinn bedeutet, dich immer innerlich zu prüfen, Gilt das, was ich jetzt mache heute noch oder das, was von mir gefordert wird heute noch? Oder war dies nur früher wahr oder war das nur früher sinnvoll Oder vielleicht war es gar nicht sinnvoll. Und wenn du häufig in einem täglichen Tagesablauf so viele Prozesse nebeneinander laufen lässt, wir nennen das heutzutage ja nicht mehr Prozesse nebeneinander, sondern das heißt so schön neudeutsch Multitasking, dann ist dein Nervensystem ebenfalls im Dauerstress. Der Körper bleibt also im Laufe des Tages durch das Multitasking, E Mail hier, Telefonat da und so weiter, bleibt er im dauerhaften Alarmzustand.

Und das bedeutet auch Cortisol hoch, Zytokine hoch, Blutdruck hoch. Aber wenn du dich entscheidest für deinen Eigensinn, dann bist du in der Lage zu separieren und zu Das ist jetzt für mich wichtig. Und du kommst zu dem eine Sache, zu der Ich setze mir bewusste Prioritäten und ich treffe klare innere Entscheidungen. Und wie reagiert dein Nervensystem darauf? Sinkendes Cortisol, verbesserte Immunregulation, innere Beruhigung und sinkender Blutdruck. Ich möchte dir jetzt hier eine paar zentrale Gedanken oder einen zentralen Gedanken mit auf den Weg geben. Der Wer eigensinnig denkt, stärkt seine Stresskompetenz.

Das heißt, du entscheidest mit eigensinnigem Denken, dass dein Stress mit dir nicht negativ umgeht, sondern dass du deinen Stress managen kannst. Das heißt, Eigensinn bedeutet für dich, Probleme wahrzunehmen, Herausforderungen wahrzunehmen. Du suchst nach Lösungen und du kannst die Verantwortung für das eigene Erleben übernehmen, wenn du nicht im Multitasking bist und wenn du nicht fremdbestimmt bist, sondern wenn du deinen Eigensinn kennst. Das wirkt natürlich messbar, natürlich wieder auf dein Immunsystem, deine Entzündungsprozesse und deine Blutdruckregulation. Und das eigene Leben zu verändern bedeutet nicht Unsicherheit, sondern anders zu sein als die anderen. Und das erfordert Mut. Ja, Mut ist aber der Weg, den du gehen darfst zur Veränderung.

Und diese Veränderung, die ist für dich dann ein Gewinn. Du erwerfst innere Klarheit. Ganz wichtig. Das will ich nicht, das will ich, das will ich nicht, das will ich. Du hast eine psychische Stabilität und du kannst ein Leben nach eigenen Maßstäben leben. Wenn man das mal zusammenfasst, ist das nicht eigen Fühlt der Eigensinn zu einer Haltung im Leben. Und diese Haltung, die gibst du nach außen weiter. Und diese Haltung nach außen weiterzugeben, ist das, was du der Umwelt in anderen Menschen an Stabilität und Verlässlichkeit vermittelst.

Also siehst du, dass Eigensinn kein lauter Protest ist, sondern er ist eine leise, klare, innere Ausrichtung, die dich zu einer klaren Haltung führt und deinen Blutdruck senkt. Ich möchte dich jetzt bitte einladen, in einer einminütigen gemeinsamen Meditation mal zu spüren, wo in dir vielleicht der Eigensinn ist. Du nimmst dir jetzt die Minute Zeit und wenn du magst und nicht gerade über die Autobahn fährst, schließt du einmal kurz die Augen oder senkst einfach den Blick. Du spürst deinen Atem, ganz ohne ihn zu verändern. Du spürst diesen Atem, indem du einatmest

und mit jedem Einatmen kommst du ein kleines Stück bei dir an. Mit jedem Ausatmen lässt du ein wenig äußeren Druck los. Lenke jetzt deine Aufmerksamkeit nach mehreren Atemzügen nach innen und stell dir leise eine einzige Was will ich in diesem Moment?

Was will ich in diesem Moment?

Was will ich in diesem Moment? Du musst jetzt keine Antwort finden, sondern nimm einfach nur wahr, was sich in dir zeigt.

Vielleicht ein Gefühl, vielleicht ein Körperimpuls irgendwo in dir oder vielleicht nur eine innere Ruhe. Erlaube dir, diesem inneren Signal Raum zu geben. Das innere Signal, dem du jetzt Raum gibst, dass du spürst, das ist dein Eigensinn. Still, klar und freundlich dir selbst gegenüber.

Atme noch einmal tief ein und dann langsam aus und dann komm in deinem Tempo, so wie es so gut für dich ist, zurück Mit ein wenig mehr innerer Klarheit und und einem ruhigen Gefühl im Körper. Erinnerst du dich vielleicht an den Elefanten vom Anfang groß, stark und fest davon überzeugt, als eine dünne Kette ihn festhält. Der entscheidende Punkt ist nicht die Kette, es ist die innere Überzeugung. Genauso wirken viele alte Muster in deinem Leben aus der Kindheit, aus der Erziehung, aus Erwartungen von außen. Dein Eigensinn bedeutet nicht, diese Ketten wütend zu sprengen. Eigensinn bedeutet ruhig hinzuschauen und zu erkennen, du könntest dich bewegen. Wenn du eigensinnig lebst, übergehst du dich selbst nicht mehr ständig.

Und genau das reduziert den Stress, das senkt dauerhaft dein Cortisol, das beruhigt dein Nervensystem. Und ja, das bewirkt sich auch messbar auf deinen Blutdruck aus. Dein Blutdruck wird sinken. Vielleicht kannst du aus dieser Folge nur eine einzige Frage Was willst du wirklich? Nicht morgen nicht perfekt, sondern heute ein kleines Stück ehrlicher als bisher. Und wenn dir diese Folge gut getan hat, dann abonniere vielleicht runter mit dem Blutdruck DE und teile sie gern mit anderen Menschen, die sich selbst vielleicht ein wenig zu oft übergehen. Und danke an den Elefanten.

Die Kette war nie das Problem. Und ich wünsche dir bis zur nächsten Folge alles Gute. Bis bald. Und Wenn dir die Podcast Folge gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du bei YouTube oder bei Apple Podcast oder bei Spotify eine positive Bemerkung hinterlässt. Dann sind immer mehr Menschen in der Lage, auch diese Podcast Folge zu hören. Bis bald.

Der rosarate Elefant bei Deinem Bluthochdruck

Die „rosa Elefanten“ im Leben

Estimated reading time: 6 Minuten

Kennst du diese Momente, in denen etwas so offensichtlich ist, dass man es gar nicht übersehen könnte – und trotzdem möchte man nicht hinschauen?

Ich nenne solche Situationen „rosa Elefanten“. Sie stehen mitten im Raum, groß, auffällig und trotzdem tun wir so, als wären sie nicht da. Warum? Weil es unbequem wäre, sich ihnen zu stellen. Weil Veränderung Mut braucht.

Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Ich erinnere mich gut an meinen eigenen rosa Elefanten: den Plan, nach meiner Pensionierung nach Berlin zu ziehen. Ich hatte alles vorbereitet, eine Wohnung gefunden, war voller Vorfreude – bis die ganzen Auflagen, Behördengänge und der Stress drum herum mich völlig aus der Bahn warfen. Mein Blutdruck stieg, mein Körper war im Dauer-Alarmzustand. Erst als ich die Entscheidung zurücknahm, spürte ich, wie mein System zur Ruhe kam.

Dieser rosa Elefant – der Gedanke, ich müsse etwas Bestimmtes tun, obwohl mein Körper längst „Nein“ sagte – hat mir gezeigt, wie eng seelische und körperliche Gesundheit miteinander verwoben sind.


Eigeninitiative bei Bluthochdruck übernehmen

Einer der größten rosa Elefanten, denen ich täglich begegne, ist die Vorstellung: „Der Arzt wird das schon richten.“

Viele Menschen glauben, ihr Blutdruck sei etwas, das nur von außen gesteuert werden könne – durch Medikamente, durch den Arzt, durch die Gene. Aber das stimmt nicht. Der wichtigste Einflussfaktor sitzt nicht in der Praxis – sondern schaut jeden Morgen in den Spiegel.

Ich habe in meiner Laufbahn gelernt:

Du hast viel mehr Macht über deinen Blutdruck, als du glaubst.

Kleine Schritte machen den Unterschied:

Verwende z. B. kaliumhaltiges Salz.

Bewege dich im Alltag ein bisschen mehr – parke dein Auto ein Stück weiter weg oder nimm die Treppe.

Und atme regelmäßig tief durch. Schon ein paar bewusste Atemzüge mit längerem Ausatmen senken den Druck – im Kopf und in den Gefäßen.

Diese kleinen Gesten sind nichts anderes, als den rosa Elefanten der Passivität zu verkleinern. Verantwortung zu übernehmen bedeutet nicht, perfekt zu sein – sondern, anzufangen.


Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Die richtige Blutdruckmessung

Ein weiterer rosa Elefant steht oft direkt in der Arztpraxis. Er heißt: „falsch gemessener Blutdruck“.

Ich sehe das so oft: Menschen kommen gestresst zur Untersuchung, hetzen vom Parkplatz ins Wartezimmer, setzen sich hin – und kaum sind sie da, wird schon gemessen. Das Ergebnis? Ein Wert, der gar nichts mit dem eigentlichen Ruhedruck zu tun hat.

Und auf dieser Basis werden dann Medikamente erhöht.

Ich plädiere immer wieder: Messe deinen Blutdruck zu Hause. In Ruhe. Morgens, nach dem Toilettengang, bevor du etwas isst oder trinkst.

Setze dich fünf Minuten still hin, lege die Manschette korrekt an, miss dreimal hintereinander und notiere den niedrigsten Wert.

Wenn du das fünf Tage lang machst und daraus den Mittelwert bildest – das ist dein echter Blutdruck.

Nur dieser Wert sagt wirklich etwas über deine Prognose und deine Therapie aus.

Der rosa Elefant in diesem Fall ist die Bequemlichkeit – das Vertrauen in eine Momentaufnahme, statt in eine bewusste Routine.


Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Stress und innere Anspannung

Und dann ist da noch der vielleicht größte rosa Elefant von allen: chronischer Stress.

Viele unterschätzen, wie tief Stress in den Körper eingreift.

Wenn ich ständig in Alarmbereitschaft bin – durch Sorgen, durch Ärger, durch das Gefühl, funktionieren zu müssen – dann produziert mein Körper ununterbrochen Stresshormone: Cortisol, Noradrenalin.

Das ist kurzfristig sinnvoll, aber auf Dauer zerstörerisch.

Es schädigt die Gefäße, treibt den Blutdruck hoch, fördert Entzündungen, und legt den Boden für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs.

Doch das Entscheidende ist: Stress ist subjektiv.

Ich entscheide, ob ich eine Situation als Bedrohung oder als Herausforderung sehe.

Ich entscheide, ob ich innerlich anspanne oder loslasse.

Deshalb baue ich heute regelmäßig kleine Pausen ein – Momente, in denen ich einfach ausatme.

Das längere Ausatmen aktiviert den Vagusnerv, den Ruhemodus meines Körpers.

Ein paar Atemzüge reichen, um mich wieder im Hier und Jetzt zu verankern.

Diese Fähigkeit, Stress zu regulieren, ist kein Luxus. Sie ist Überlebenskunst.

Wer seine Emotionen im Griff hat, lebt nicht nur länger – er lebt bewusster, leichter, tiefer.


 Schlussgedanke

Unsere rosa Elefanten stehen nicht zufällig in unserem Leben.

Sie zeigen uns, wo Veränderung wartet.

Wenn wir den Mut haben, sie anzuschauen – statt ihnen auszuweichen – beginnt Heilung.

Nicht nur im Herzen, sondern auch im Blutdruck.


Und zum Schluss: schreib mir mal, wo Du Deinen rosaroten Elefanten identifiziert hast! Ich freue mich auf Deine Antwort!

Key Takeaways

  • Rosa Elefanten repräsentieren die offensichtlichen, unbequemen Wahrheiten in unserem Leben, die wir ignorieren.
  • Eigeninitiative ist entscheidend bei Bluthochdruck: Kleine Schritte können große Veränderungen bewirken.
  • Die richtige Blutdruckmessung sollte zu Hause in Ruhe erfolgen, um verlässliche Werte zu erhalten.
  • Chronischer Stress ist ein großer rosa Elefant, der ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen hat.
  • Mut zur Konfrontation mit rosa Elefanten kann zu Heilung und einem besseren Lebensstil führen.

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Das geht mir an die Nieren

oder wenn Emotionen körperlich werden!

Ich erörtere die Verbindung zwischen Nieren, Emotionen und körperlichem Wohlbefinden.

Heute baue ich dir eine Brücke zwischen Schulmedizin und ganzheitlicher Medizin.

Hauptthemen:

  • Emotionale Belastung und Nierengesundheit.
  • Die Niere als Spiegelbild von Gefühlen.
  • Die Bedeutung von Ausgleich und Vertrauen.

Kernpunkte:

  • Harnwegsinfekt als körperliches Signal emotionaler Belastung.
  • Die Niere als Entscheidungsorgan zwischen Gut und Schlecht für den Körper.
  • Blutdruckregulation und Nierenfunktion.
  • Emotionale Auswirkungen auf die Nieren: Angst, Stress, Überforderung.
  • Die Rolle der Niere in der chinesischen Medizin: Urvertrauen und Lebenswille.
  • Astrologische Verbindung der Niere zum Tierkreiszeichen Waage und Harmonie.
  • Die Bedeutung von Selbsterkenntnis und Loslassen.

Handlungsimpulse:

  • Achte auf die Signale deines Körpers.
  • Sprich aus, was dich belastet.
  • Pflege nährende Beziehungen.
  • Erlaube dir Rückzug.
  • Übe Dankbarkeit.
Balance
Komm in die Balance

Meditation für die Nieren:

  • Kurze Meditation zur Verbindung mit deinen Nieren.
  • Dankbarkeit für die stille Arbeit der Nieren.
  • Loslassen von Belastendem.
  • Vertrauen in Balance.

Zitate:

  • “Das geht mir an die Nieren, wenn Emotionen körperlich werden.”
  • “Die Niere ist ein zartes, ein sensibles Organ und offensichtlich ist sie ein Ort, wo wir Belastungen speichern.”
  • “Die Niere sehnt sich also nach einem Gleichgewicht.”
  • “Ich lasse los, was mir nicht mehr dient. Ich bin in Vertrauen, ich bin in Balance.”

Ressourcen:

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Es darf einfach sein und muss auch nicht lange dauern

Natürlich den Blutdruck senken: Wie Ehrlichkeit dein Leben verändern kann

Hoher Blutdruck betrifft viele Menschen. Die Suche nach der richtigen Lösung kann überwältigend sein. Was wäre, wenn der Schlüssel zu einem gesünderen Leben nicht in einer Pille, sondern in dir selbst liegt?

In diesem fesselnden Gespräch teilt Dr. Harald Messner, Arzt für Innere Medizin und Nephrologie (runtermitdemblutdruck.de), seine Einsichten mit Anne Müller. Anne ist Mentoring-Expertin und teilt einen einzigartigen Ansatz zur Blutdruckkontrolle. Sie enthüllt, wie Ehrlichkeit, Körperbewusstsein und die Akzeptanz der eigenen Individualität den Weg zu einem natürlich gesenkten Blutdruck ebnen können.

Themen

  • Individualität statt Schema F
  • Körperliche und seelische Gesundheit
  • Energetik als Schlüssel zur Selbstwahrnehmung
  • Authentizität und Ehrlichkeit im Umgang mit sich selbst
  • Stressbewältigung durch Körperbewusstsein

Gast

Anne Müller

Anne Müller:
Ingenieurin & Energetikerin ✨ Mentorin für Selbstführung Sparringspartnerin für Leadership
Speakerin für mentale Gesundheit
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Kernaussagen

  • Keine Pille für alle: Blutdrucktherapie ist individuell.
  • Der Körper spricht: Lerne, auf seine Signale zu hören.
  • Ehrlichkeit heilt: Sei ehrlich zu dir selbst, um gesund zu bleiben.
  • Warum tust du es? Hinterfrage deine Entscheidungen.
  • Freiheit ist Verletzlichkeit: Zeige dich, wie du bist.

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