Gendern bei der Blutdrucktherapie?

Ja, dein Geschlecht spielt doch eine Rolle für deine Blutdrucktherapie.

Gendern bei der Blutdrucktherapie?

Und schon wieder: Physiologie hilft, zu helfen!

Während vieler Jahrzehnte wurden die meisten Untersuchungen zur Wirksamkeit der Blutdrucktherapie mit Männern gemacht. Dann kamen schließlich auch die Frauen dazu. Nur hat man leider nur Menschen zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr in den Studien rekrutiert.

Wir wissen aber jetzt, dass natürlich wesentlich jüngere Menschen auch schon unter einem Bluthochdruck leiden können. Für die Männer ist das nicht so entscheidend, denn ihre Hormonkonstellation bleibt eigentlich während des ganzen Lebens etwa gleich.

Nur bei den Frauen kommt es mit Beginn des Nachlassens der Monatsblutung (Menopause) zu einer bedeutsamen Hormonveränderung.

In dieser Podcast Folge stelle ich dir eine Studie vor, die sich mit dieser Frage sehr intensiv beschäftigt hat. Sie konnte uns zeigen, dass die Höhe des Blutdrucks der Frau bis zum Beginn der Menopause zu 55 % abhängig ist vom Schlagvolumen des Herzens. Beim Mann hingegen wird der Blutdruck fast ausschließlich durch die Gefäßweite der Widerstandsgefäße reguliert.

Daraus ergeben sich wichtige therapeutische Überlegungen für Frauen in der Prämenopause: hier wird man eher Blutdruckmedikamente einsetzen, die das Schlagvolumen reduzieren. Während Männer besser auf die Erweiterung der Widerstandsgefäße ansprechen. Das erklärt auch, warum Frauen sehr viel niedrigere Dosen eines ß Blockers vor der Menopause zur Senkung des Blutdrucks benötigen.

Warum diese physiologische Veränderung auch für. eine Schwangerschaft von Bedeutung ist, erzähle ich dir in dieser Folge.

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