Unvermeidlich und dein Blutdruck?

Das Gewitter

Wenn der Wetterdienst dir mitteilt, dass ein Gewitter kommt und du die Wolken schon in der Ferne siehst, suchst du den Schutz vor dem Regen und dem Blitzeinschlag in einem sicheren Unterstand. Du verhältst dich also lebensdienlich. Du gehst selbstverständlich in die Akzeptanz und passt dich der aktuellen Situation an. Im Trockenen genießt du den Regen und dessen klärende Wirkung für die Luft und vielleicht auch für dein inneres Wohlbefinden?

Wenn du mir im Gewitter zusehen willst, findest du mich auf Youtube. hier:

Gewitter
Gewitter


Deine Routine und deine Erwartungen

Die Routinen deines Alltages sind lästig aber unvermeidbar. Bist du mit ihnen im Widerstand? Ärgerst du dich über das Aufräumen, Putzen und Wäsche Waschen? Erzeugen Erwartungen an deinen Tagesablauf Unruhe und Druck? Verlierst du bei unvorhergesehenen Ereignissen vollkommen die Kontrolle? Du bist nicht von der Akzeptanz dessen, was unvermeidbar oder nicht planbar ist. Der Widerstand in dir erhöht deinen inneren Druck und damit auch deinen Blutdruck.

Deine Akzeptanz deines Lebensflusses.

Die Dinge im Außen geschehen und du kannst sie nicht beeinflussen. Du kannst nur dich beeinflussen. So wie du dich dem nahenden Gewitter schützt. Die Akzeptanz des unvermeidlichen schafft dir eine emotionale Distanz dazu. Du musst nicht mehr beurteilen. Du ziehst kein rotes Dia mehr vor deine Betrachtung und bleibst sachlich. Das eröffnet dir den Weg zu einer klaren Lösung. Du vermeidest den Widerstand und damit auch deine Blutdruckerhöhung. Vielleicht kannst du ähnlich wie bei dem Gewitter auch das klärende Gefühl deiner neuen Haltung genießen.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen, wenn du bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube eine positive Bewertung hinterlässt!

Bluthochdruck nicht immer durch Übergewicht

Der erste Aspekt kann täuschen!

Übergewicht verleitet zu Fehldiagnosen. Viele Ärzte aber auch Laien neigen dazu, Menschen nach ihrer äußerlichen Erscheinung zu bewerten. Der oder die ist aber dünn, die muss mal dringend etwas essen. Oder dieser Mann oder diese Frau ist aber dick, die muss einen hohen Blutdruck haben. Und mehr noch: es wird dem Patienten eine Schuld eingeredet: dein Blutdruck ist Folge deines unkontrollierten Essverhaltens. Und zack es wird nicht mehr nach einer anderen Ursache für den hohen Blutdruck gesucht.

Fortschritte auch in der Medizin

Anhand einer jungen Dame erfährst du, dass du mit der schnellen Beurteilung nicht immer richtig liegst und die Medizin auch Fortschritte macht. Wissen von vor 20 Jahren ist heute nicht mehr zeitgemäß und nicht geeignet, die Herausforderungen der Patienten zu erkennen und zu lösen.

Worum geht es in diesem Fall?

Hör dir den Verlauf an und erfahre, wie auch die Analyse alter medizinischer Daten heute eine vollständig andere Interpretation ermöglicht. Die Patientin litt an einem primären Hyperaldosteronismus. Ein gutartiger Nebennierentumor produzierte überschüssiges Aldosteron, das zu ihrem Bluthochdruck führte. Der Tumor konnte erfolgreich entfernt werden. Nach 6 Monaten benötigte die Patientin trotz ihres Übergewichts kein Blutdruckmedikament mehr.

Aldosteron
Aldosteron

Welche Befunde führten zu der neuen Diagnose?

Die Bestimmung des Aldosteron/Renin Quotienten, die retrospektive Analyse aller Vorbefunde (vorübergehend niedriges Kalium im Blut) und die neue Interpretation eines alten Computertomogramms leiteten die Ärzte auf den Weg zur richtigen Diagnose.

Der primäre Hyperaldosteronismus wird häufig übersehen.

Alle Befunde immer noch mal anzusehen und unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse neu zu betrachten, ist eine wichtige Aufgabe der betreuenden Ärzte. Denn nach Einführung des Aldosteron/Reinin Quotienten in die Diagnostik stieg die Anzahl der erkannten Fälle mit primärem Hyperaldosteronismus von 0,1 % der sek. Hypertonie auf 20 -30%.

Therapie des schweren Hypertonus.

Hier erfährst du mehr über den sekundären Hyperaldosteronismus.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen, wenn du bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube eine positive Bewertung hinterlässt!

Deine Badewanne und dein Blutdruck

Darf ich in die Sauna gehen?

Diese Frage stellt sich dir, wenn du hohen Blutdruck hast oder wegen deines Bluthochdrucks behandelt wirst. Muss ich Angst haben, dass mein Blutdruck in der Sauna sogar ansteigt? Oder wird gar mein Herz belastet?

Das, was in deinem Körper bei der Sauna geschieht und wie es dir zu großem Wohlbefinden verhelfen kann, erkläre ich dir in dieser Podcastfolge.

Der ungeübte Saunier

Vor jeder Sauna sollte der Blutdruck nicht entgleist sein, und du solltest keine starke oder gar entgleiste Herzminderleistung haben.

Wenn du zum ersten Mal in die Sauna gehst, ist es klug mit einer Sauna zu beginnen, die nicht mehr ca 65 °C Temperatur hat. Sie ermöglicht dir, in Ruhe zu spüren, ob du dich wohl fühlst. Du wählst zunächst auch die unteren Bänke, um dich an die Wärme zu gewöhnen. Du merkst nach einer kurzen Zeit, dass du zu schwitzen beginnst und damit eine physiologische Reaktion deines Körpers eintritt. In dieser Phase wird dein Blutdruck nicht steigen und dein Herz nicht belastet. Du bleibst vielleicht 10 Minuten oder so lange, wie du dich wohl fühlst, in der Sauna sitzen. Anschließend hülst du dich in deinen Bademantel und genießt die Ruhe. Auf keinen Fall solltest du sofort in das Eisbad eintauchen. Das ist nur etwas für geübte Sauriers.

Senioren genießen die Sauna

Was passiert mit mir in der Sauna?

Dein Körper versucht, seine Körpertemperatur auf 36.5 ° zu halten. Dazu erweitert er alle Hautgefäße und damit sinkt dein peripherer Gefäßwiderstand. Die Schweißdrüsen sezernieren Schweiß auf deine Haut. Der Schweiß verdunstet und durch die Verdunstungskälte kann dein Körper seine Temperatur konstant halten. Der Schweiß enthält nicht nur Wasser sondern auch Natrium. Das kannst du leicht überprüfen, wenn du nach dem Abtrocknen der Haut über dein Hand leckst. Es schmeckt salzig. Nach dem Saunagang sinkt daher dein Blutdruck im Vergleich zum Blutdruck vor der Sauna.

Muss es immer Sauna sein?

Wenn du keine Sauna in der Nähe hast, kannst du auch regelmäßige heiße Bäder (Temperatur des Wassers 39,5°C) selbst bei dir zu Hause durchführen, denn sie haben den gleichen Effekt.

Senior im Bad

Kann ich meinen Blutdruck und meine Prognose durch regelmäßige Wärmeanwendungen verbessern?

Ja, es ist durch viele Untersuchungen belegt, dass regelmäßige Wärmeanwendungen (Sauna oder heiße Bäder) ab 2-3 * pro Woche deinen Blutdruck und deine Herz – und Kreislaufprognose deutlich verbessern. Das gilt sogar für dich, wenn du schon eine geringe Herzminderleistung hast.

Das, was in deinem Körper bei der Sauna geschieht und wie es dir zu großem Wohlbefinden verhelfen kann, erkläre ich dir in dieser Podcastfolge.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen, wenn du bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube eine positive Bewertung hinterlässt!

Bei mir ist doch alles in Ordnung?

oder kann ich doch noch etwas verbessern?

Du hast hohen Blutdruck!

Kannst du dir vorstellen, dass dein Körper dir damit zeigen möchte, dass doch etwas nicht in Ordnung ist? Oft sind es nur Kleinigkeiten oder Gewohnheiten, die verändert werden wollen. In dieser Podcastfolge will ich dich anregen, über den Druck und die Gewohnheiten in deinem Leben nachzudenken.

Die Zukunft kannst du nicht sehen, auch wenn du dich noch so anstrengst!
Versuch mal, in dein Leben zu schauen!

Nimm dir Zeit für dich!

Vielleicht findest du in einer ruhigen Stunde mal die Zeit, über dich und dein eben nachzudenken.Wenn du etwas gefunden hast, was deinen Blutdruck erhöhen könnte, schreib es mir vielleicht mal.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen, wenn du bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube eine positive Bewertung hinterlässt!

Die Pille und der Blutdruck

Des Rätsels Lösung

Du hast vielleicht nach dem Hören der vorigen Podcastfolge richtig geraten: Die Pille oder das orale Kontrazeptivum habe ich abgesetzt. Nach 4 Wochen sank der Blutdruck und nach 8 Wochen benötigte die junge Frau keine Blutdruckmedikamente mehr. 

Wie beeinflusst die Pille den Blutdruck?

Die Pille oder deren Inhaltsstoffe aktivieren das Renin-Angiotensin-Aldosterinsystem. Das ist das wichtigste und effektivste Blutdruckregulationssystem in deinem Körper. Im Enderfolg lässt das System den Natriumgehalt deines Körpers steigen. Du hast in früheren Podcastfolgen gelernt, dass die vermehrte Zufuhr von Natrium deinen Blutdruck ansteigen lässt. Natrium steigert die Kontraktion der glatten Muskelzellen in deinen Widerstandsgefäßen, wodurch unmittelbar der Blutdruck steigt. Zusätzlich werden noch die Triglyceride (Große cholesterinhaltige Moleküle) erhöht. Eine Situation, wie du sie beim metabolischen Syndrom findest. 

Wird die Pille wieder abgesetzt, dann verliert der Körper wieder das überschüssige Natrium und nach 4 -8 Wochen ist der Blutdruck wieder normal. Bleibt der Blutdruck hoch, sollte weiterte Diagnostik durchgeführt werden.

Ist jede Frau, die die Pille nimmt betroffen?

Nein nur ein geringer Prozentsatz der Frauen reagiert mit einem hohen Blutdruck auf die Pilleneinnahme. Leider kann dein Gynäkologe nicht an klaren Kriterien im Vorfeld erkennen, ob du zu den wenigen betroffenen Frauen gehörst. Daher solltest du unabhängig vom Alter jährliche Blutdruckkontrollen durch führen, wenn du eine Pille zur Verhütung nimmst.

Können alle oralen Kontrazeptiva den Blutdruck erhöhen?

Leider ja. In einer unlägst erschienen kleinen Studie nahmen alle 9 Frauen unterschiedliche orale Kontrazeptiva, die zu einem hohen Blutdruck geführt hatten. Das Absetzen aller Präparate führte sowohl zur Normalisierung des Ruheblutdrucks wie auch des Belastungsblutdrucks.

Welche Blutdruckmedikamente helfen, wenn ich die Pille nicht absetzen möchte?

Alle Medikamente haben erwartungsgemäß eine beringe Wirkung. In vielen Fällen lässt sich der Blutdruck auch nicht mit einer Mehrfachkombination normalisieren. Natürlich ist es auch nur in wenigen Fällen sinnvoll, ein Medikament zu nehmen, um die Nebenwirkungen des anderen zu verhindern.

Meine Schlussfolgerung:

Die Pille ist ein sicheres und gut verträgliches Verhütungsmittel. Die regelmäßige Kontrolle beim Gynäkologen einschließlich der Blutdruckmessung ist erforderlich, um Gefährdung durch Nebenwirkungen auszuschließen. 

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen, wenn du bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube eine positive Bewertung hinterlässt!