Corona Virus 2020 und Bluthochdruck

Was hat der Bluthochdruck mit Coronavirus zu tun?

Die Berichterstattungen über das Coronavirus und seine Erkrankung Covid-19 hat bei vielen Menschen mit Bluthochdruck zu einer erheblichen Verunsicherung geführt!

Aus diesem Grunde fasse ich die Erkenntnisse und meine Überlegungen zur aktuellen Situation für dich in diesem Podcast zusammen!

1. Bluthochdruck ist keine Risikoerkrankung für Covid-19!

2. Blutdruckmedikamente sollen nicht abgesetzt werden!

3. Ibuprofen verschlimmert auf keinen Fall die Corona Virus Erkrankung!

4. bleib daheim und gesund!

Hier ist dein Podcast! 

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Blutdruck messen wann, wie und wo?

Blutdruck richtig messen: Dein Leitfaden

Ich begrüße dich herzlich zu dieser Folge, in der es um die richtige Blutdruckmessung geht. Ich möchte dir zeigen, wie du Messfehler vermeidest und wirklich verlässliche Werte bekommst. Denn wie wir messen, entscheidet am Ende darüber, wie gut wir deinen Blutdruck einschätzen können.

In der letzten Folge habe ich dir erzählt, wie sich die Blutdruckmessung historisch entwickelt hat – von Riva-Rocci bis Korotkow. Heute gehen wir einen Schritt weiter: Ich erkläre dir, welcher Blutdruckwert wirklich zählt und wie du unter den richtigen Bedingungen misst.

Blutdruck ist nie gleich

Dein Blutdruck ist keine feste Zahl. Er schwankt ständig – und das ist völlig normal. Bewegung, Atmung, Anspannung oder Stress verändern ihn sofort. Deshalb ist es so wichtig, unter vergleichbaren Bedingungen zu messen.

Auch im Tagesverlauf verändert sich dein Blutdruck. Nachts ist er niedriger als am Tag. Dein Körper nutzt den Schlaf, um Herz und Gefäße zu entlasten. Eine nächtliche Senkung von etwa 10 bis 15 % ist ein gutes Zeichen.

Der nächtliche Blutdruck – warum er so wichtig ist

Dein Blutdruck in der Nacht sagt viel darüber aus, wie gut sich dein Körper wirklich erholt. Am besten lässt sich das morgens direkt nach dem Aufwachen einschätzen.

So empfehle ich dir vorzugehen:

Du setzt dich nach dem Aufwachen drei bis vier Minuten ruhig auf die Bettkante.

Dann misst du zum ersten Mal.

Nach drei Minuten misst du erneut.

Nach weiteren drei Minuten ein drittes Mal.

Der niedrigste dieser drei Werte gibt dir den besten Eindruck deines nächtlichen Ruheblutdrucks.

Ruheblutdruck messen

Was den Morgenwert beeinflusst

Auch morgens können deine Werte verfälscht sein. Wenn du dir Sorgen machst, unter Zeitdruck stehst oder schon über den Tag nachdenkst, steigt dein Blutdruck leicht an. Diese Werte sagen dann wenig über deinen tatsächlichen Zustand aus.

Deshalb ist Ruhe der wichtigste Faktor beim Messen. Wenn du entspannt bist, bekommst du Werte, mit denen dein Arzt auch wirklich arbeiten kann.

So findest du die richtige Ruhe

Bevor du misst, setz dich bequem hin. Lass Schultern, Bauch und Beine locker. Atme ruhig. Denk kurz an etwas Angenehmes oder begrüße einfach den neuen Tag. Erst dann startest du die Messung.

Wichtig ist außerdem: Miss immer im Sitzen, nicht im Liegen. Dein Oberarm sollte locker herunterhängen – so befindet sich die Manschette automatisch auf der richtigen Höhe.

Warum die Höhe deines Arms entscheidend ist

Die Manschette muss auf Herzhöhe sein. Wenn du den Arm zu hoch hältst, bekommst du zu niedrige – also falsche – Werte.

Du kannst das leicht selbst testen: Miss einmal mit angehobenem Arm und einmal mit locker hängendem Arm. Der Unterschied wird deutlich sein.

Handgelenksgeräte richtig nutzen

Wenn du ein Handgelenksgerät verwendest, lege es am rechten Handgelenk an. Dann legst du das Handgelenk quer über deine Brust, so dass deine Fingerspitzen ungefähr unter dem Schlüsselbein der anderen Seite liegen. In dieser Position ist das Gerät auf Herzhöhe.

Danach startest du die Messung und lässt den Arm anschließend wieder locker liegen.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

Ich fasse dir das Wesentliche zusammen:

  • Miss in Ruhe, ohne Stress.
  • Miss immer im Sitzen, nicht im Liegen.
  • Achte darauf, dass die Manschette auf Herzhöhe ist.

Diese drei Punkte entscheiden darüber, ob deine Werte brauchbar sind oder nicht.

Warum Aufschreiben so wichtig ist

Ich empfehle dir dringend, deine Werte aufzuschreiben. Notiere Datum, Uhrzeit und den gemessenen Wert. So erkennst du Muster, und dein Arzt kann deine Situation besser beurteilen.

Außerdem sieht dein Arzt dann genau, dass du zuerst gemessen und erst danach Medikamente genommen hast – ein entscheidender Punkt.

Ein praktisches Beispiel

Stell dir vor, jemand misst seinen Blutdruck direkt nach dem Aufwachen, während er schon an Arbeit denkt. Die Werte sind leicht erhöht, und der Arzt verschreibt Medikamente.

Wenn diese Person aber drei Minuten wartet, sich entspannt und dreimal misst, sind die Werte plötzlich deutlich niedriger. Nach Rücksprache passt der Arzt die Medikamente an. Genau deshalb ist die richtige Messmethode so wichtig.

Fazit

Ich habe dir gezeigt, wie du deinen Blutdruck zuverlässig messen kannst. Ruhe, die richtige Sitzposition und die korrekte Manschettenhöhe machen den entscheidenden Unterschied.

Probier diese Schritte einfach aus und beobachte, wie sich deine Werte verändern. Wenn du Fragen hast, erreichst du mich jederzeit unter info@runtermitdemblutdruck.de.

Ich wünsche dir einen ruhigen, guten Tag – bis zur nächsten Folge.

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Transkript:

Hallo, hier ist wieder Harald Messner vom Podcast „Runter mit dem Blutdruck.“de. Ich freue mich, dass du eingeschaltet hast, und in dieser neuen Folge werde ich dir zeigen, wie man den Blutdruck am vernünftigsten misst und welche Fehler man beim Blutdruckmessen machen kann.

Zunächst einmal möchte ich aber wiederholen, was wir in der letzten Folge besprochen haben. Du hast erfahren, dass der Blutdruck schon lange bekannt ist, aber erst in den letzten Jahren oder Jahrhunderten messbar geworden ist. Dass es einen Herrn Riva-Rocci gab, der die systolische Blutdruckmessung entdeckt hat, und dass es einen Herrn Korotkov gab, der die Korotkov-Töne gefunden hat, mit denen wir nun in der Lage sind, auch den diastolischen Blutdruck zu messen. Und der systolische und der diastolische Blutdruck und die Differenz zwischen beiden sagen dir etwas über deine Elastizität der Gefäße aus. Das hast du in der letzten Folge sehr schön gelernt.

Heute gehen wir auf die spannende Frage: Welcher ist der richtige Blutdruck und wie kannst du ihn unter welchen Bedingungen am vernünftigsten messen? Viel Spaß bei der vierten Folge von „Runter mit dem Blutdruck.“de unter dem Titel „Blutdruck messen – wann, wie, wo“.

Das Thema sagt dir schon, dass es nicht ganz egal ist, wann man welchen Blutdruck unter welchen Bedingungen misst. Als allererstes möchte ich dir sagen, dass dein Blutdruck niemals eine Konstante darstellt. Du wirst immer schwankende Blutdruckwerte haben, denn diese schwankenden Blutdruckwerte entsprechen deinem Lebensrhythmus, deinem Bewegungsgefühl, deiner Atmung, deiner Belastung, deinem Stress. Und damit habe ich dir auch schon die ersten wichtigen Faktoren genannt, die deinen Blutdruck beeinflussen.

Grundsätzlich musst du wissen, dass der Blutdruck einer Tagesrhythmik unterlegen ist. Sprich, in der Nacht ist der Blutdruck niedriger und im Laufe des Tages ist der Blutdruck höher. Das ist auch logisch, dass man das von einem Körper erwarten kann, der sich nachts zur Ruhe legt, dass er seinen Blutdruck senkt und damit auch seine Gefäße und sein Herz schont. Das Herz, das ja 60 bis 70 Schläge pro Minute macht, möchte da auch, wenn du schläfst, weniger arbeiten und zur Ruhe kommen.

Das bedeutet, der Körper muss nachts, wenn du dich ins Bett legst, deinen Blutdruck senken. Man sagt so etwa, der nächtliche Blutdruck sollte 10 bis 15 % niedriger sein als der Blutdruck im Laufe des Tages. Also du musst behalten: Der Blutdruck unterliegt einer Tages-Nacht-Rhythmik und in dieser Tages-Nacht-Rhythmik ist der Blutdruck nachts niedriger und im Laufe des Tages, wenn du tätig bist oder aufgeregt bist, höher.

Wie kann man nun diesen nächtlichen Blutdruck etwa abschätzen? Wir haben uns insgesamt darauf geeinigt, dass der morgendliche Blutdruck auf der Bettkante, den du da misst, bevor du Medikamente eingenommen hast, am besten den nächtlichen Blutdruck, der während deines Schlafens da ist, widerspiegelt. Das heißt, die wichtige Aufgabe für dich ist: Du musst deinen morgendlichen Blutdruck, wenn du wach wirst und 3 bis 4 Minuten auf der Bettkante gesessen hast, messen. Im Laufe des Tages wird der Blutdruck mit Sicherheit höher sein. Du setzt dich also auf die Bettkante, wartest 3 Minuten ab und misst deinen Blutdruck. Und nach weiteren 3 Minuten misst du nochmal den Blutdruck und nach weiteren 3 Minuten nochmal den Blutdruck. Und der Blutdruckwert, der von diesen 3 Blutdruckwerten am niedrigsten ist, ist dein nächtlicher Blutdruck.

Das heißt nochmal: Dein nächtlicher Blutdruck, der ein wichtiger Marker für die Gefäßschädigung bei dir ist, der sollte morgens auf der Bettkante erfasst werden. Und dieser Bettkantenblutdruck, wenn ich ihn so nennen darf, der widerspiegelt, wie weit du dich in der Nacht mit deinem Herzen und dem Schlafen zur Ruhe legen kannst.

Was kann jedoch diesen nächtlichen oder morgendlichen Bettkantenblutdruck noch beeinflussen? Ganz einfach: Wenn du morgens aufwachst und du bist schon nervös, was der Tag so für dich bringen wird, dass du gleich irgendwas Wichtiges erledigen musst oder Angst vor einer gewissen Untersuchung oder ähnlichen Ärger hast, wird der Blutdruck automatisch höher sein. Und das ist nicht dein Blutdruck. Das bedeutet, du solltest den Blutdruck wirklich nur dann messen, wenn du körperlich und physisch und psychisch die Ruhe hast, den Blutdruck wirklich zu messen.

Die körperliche und die seelische Ruhe sind eine wichtige Voraussetzung für die Messung deines Blutdrucks. Auch die Therapieentscheidung wird man von dieser Situation abhängig machen müssen. Das heißt, wenn du immer aufgeregt bist, wenn du den Blutdruck misst, wird man niemals in der Lage sein, deinen Blutdruck wirklich richtig zu messen und damit eine therapeutische Entscheidung hinzuführen.

Du gehst also am besten her, entspannst dich am ganzen Körper, lässt deine Füße sinken, deinen Oberschenkel locker, deinen Bauch locker, deine Schultern locker und denkst an etwas Schönes oder begrüßt den Tag und dann misst du den Blutdruck. Und dann kommen Werte heraus, mit denen auch dein Arzt etwas anfangen kann.

Zusätzlich ist wichtig, wie du dort sitzt. Wichtig ist, dass du erstmal sitzt und nicht im Liegen misst und dass dein Arm, wenn du ein Oberarmmessgerät benutzt, sich wirklich am Oberarm befindet und etwa die Manschette auf Herzhöhe ist. Das ist beim Sitzen und einer Oberarmmanschette ganz einfach, denn da ist die Oberarmmanschette, wenn du den Arm runterhängen lässt, immer etwa auf der Herzhöhe. Wenn du dich aber hinlegst, kannst du diese Herzhöhe gar nicht mehr richtig bestimmen.

Warum ist das mit der Herzhöhe so wichtig? Wenn du den Oberarm z.B. beim Blutdruckmessen hochhebst, etwa dass die Manschette in Kopfhöhe ist, dann wirst du wesentlich niedrigere Blutdruckwerte messen als in der normalen Position. Und das sind falsche Blutdruckwerte. Die sind nicht mit den Blutdruckwerten, die zu einer therapeutischen Entscheidung führen können, vereinbar. Das kannst du ganz leicht testen, wenn du dich mal hinsetzt und deinen Arm hoch neben den Kopf nimmst und dann den Blutdruck misst. Du wirst sehen, der ist wesentlich niedriger als der Blutdruck, den du misst, wenn der Oberarm ganz locker an deinem Körper herunterhängt.

Das Gleiche gilt natürlich auch für die Messgeräte, die an den Handgelenken benutzt werden. Die Handgelenksmessgeräte müssen in ihrer Position immer auf der Herzhöhe sein. Diese Herzhöhenbestimmung ist nach vielen Anleitungen unter meinen Gesichtspunkten ungeeignet, um diese Herzhöhe wirklich festzustellen. Die einfachste Möglichkeit, das Handgelenk auf die Herzhöhe zu bringen, ist die: Du nimmst z.B. das rechte Handgelenk und legst das Blutdruckmessgerät am rechten Handgelenk an und lagerst dann das Handgelenk quer über der Brust so, dass deine Fingerspitzen sich unter dem Schlüsselbein auf der Gegenseite befinden und zwar in dem Loch zwischen dem Schulter und dem Schlüsselbein. Dann wirst du sehen, dass das Handgelenksmessgerät genau auf der richtigen Höhe ist. Wenn du diese Position eingenommen hast und du sitzt aufrecht, dann drückst du auf den Startknopf des Gerätes und legst den Arm wieder locker in die Position. Damit hast du immer eine gleichbleibende Position des Blutdruckmessgerätes in Bezug auf die Herzhöhe und du bekommst vergleichbare Blutdruckwerte. Und nur diese vergleichbaren Blutdruckwerte registrierst du für deinen Hausarzt.

Du hast also heute gelernt, dass die Ruhe, die Position des Körpers, die Position der Manschette ganz entscheidend sind für die Ergebnisse der Blutdruckmessung und damit auch entscheidend sind für die Wahl der Therapie oder für die Indikation zur Therapie überhaupt. Wichtig ist, dass du dies mit deinem Hausarzt besprichst und dass der mit dir bespricht, wie du die Blutdruckwerte machst und ihm dann die Blutdruckwerte auch mitteilst.

Diese Blutdruckwerte solltest du einschließlich des Zeitpunktes immer in ein Heft eintragen, damit du siehst, wie sich deine Blutdruckwerte entwickelt haben und dass der Hausarzt auch weiß, dass du die Medikamente erst nach der Blutdruckmessung eingenommen hast. Ich hoffe, ich habe dir damit die erste gute Idee geliefert, wie du deinen Blutdruck verlässlich messen kannst. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Wenn du Fragen für mich hast, dann werde ich dir gerne bereit sein, auf info-runtermitdemblutdruck.de diese Fragen auch zu beantworten. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und bis bald.

Blutdruck wozu?

Blutdruck hat doch jeder oder?

Alle reden vom Blutdruck! Dein Nachbar hat Blutdruck!? Naja wenn du diese Zeilen liest, dann hast du auch Blutdruck! Aber hoffentlich einen normalen Blutdruck!

Blutdruck hat jeder!

Das, was dir schaden könnte, ist nur der zu hohe Blutdruck! Also der Bluthochdruck oder wie die Ärzte es nennen: die arterielle Hypertonie

Und darum dreht sich alles in meinen Podcastfolgen.

Ohne Blutdruck kein Leben

Wusstest du, dass dein Blutdruck wie der Motor deines Körpers funktioniert? Ohne ihn würde nichts in deinem Körper fließen – weder Sauerstoff noch Nährstoffe. In der spannenden zweiten Folge dieses Podcasts erkläre ich dir, warum dein Blutdruck so wichtig ist und wie er auf geniale Weise geregelt wird.

Lass uns eine Reise antreten

Du begibst dich mit mir auf eine Reise durch deinen Körper: Vom ersten Herzschlag, der dein Blut durch die großen Arterien pumpt, bis hin zu den kleinsten Kapillaren, die deine Zellen mit allem Wichtigen versorgen. Ich zeige dir, wie die Elastizität deiner Gefäße den Blutfluss am Laufen hält und wie dein Herz und deine Arterien als perfektes Team arbeiten, um dir ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Aber das ist noch nicht alles! Du erfährst, wie dein Blutdruck durch die systolische (aktive Pumpkraft) und diastolische (elastische Nachwirkung) Phase gesteuert wird – und warum es so wichtig ist, ihn im Gleichgewicht zu halten. Am Ende bist du nicht nur informiert, sondern weißt auch, wie du mit kleinen Maßnahmen deinen Blutdruck selbst in den Griff bekommst.

Mit meinen 30 Jahren Erfahrung als Arzt für Innere Medizin und Nierenspezialist teile ich wertvolle Tipps, die dir helfen, deine Gesundheit langfristig zu verbessern. Höre rein, lerne deinen Körper besser kennen und werde zum Kapitän deines Blutdrucks. Ich freue mich auf dich in der nächsten Folge – und du wirst merken, Wissen kann auch Spaß machen!

Wenn du Fragen hast, kannst du die gerne unter der E-Mail-Adresse: info@runtermitdemblutdruck.de stellen.

Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen!
Gib mir eine positive Bewertung bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube!
Vielleicht möchtest Du den Podcast dort auch abonnieren, um keine Folge mehr zu verpassen.

Transkript:

Hallo, hier spricht Harald Wessner vom neuen Podcast „Runter mit dem Blutdruck.“de. Ich bin Arzt für Innere Medizin und Nephrologie, das heißt Nierenarzt oder Facharzt für Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen.

Ich habe diesen Podcast gegründet, um dir meine Erfahrungen aus 30 Jahren Blutdrucktherapie und Diagnostik zukommen zu lassen und vielleicht dir gemeinsam mit deinem Hausarzt die Möglichkeit zu geben, deinen Blutdruck optimal einzustellen. Ziel ist es also, deine Prognose mit deinem Blutdruck zu verbessern und dich in die Situation zu versetzen, mit einfachen Maßnahmen deinen Blutdruck sicher zu kontrollieren.

Dieser Podcast wird dir viele Informationen geben von der Grundlage des Blutdrucks, Grundlage der Blutdruckmessung, die Grundlagen der Blutdrucktherapie und nicht-medikamentöse Therapie, medikamentöse Therapie und alles, was du dir rund um deinen Blutdruck so denken kannst. Die Podcasts werden so etwa 7 bis 8 Minuten dauern, und ich werde in 14-tägigem Rhythmus diesen Podcast weiter veröffentlichen.

Solltest du Fragen zu den einzelnen Podcasts haben oder Fragen zum hohen Blutdruck im Allgemeinen, kannst du gerne auf die Seite „Runter mit dem Blutdruck.“de gehen und dort über einen Link die Fragen an mich versenden, oder du benutzt die E-Mail-Adresse info@runtermitdemblutdruck.de. Nun wünsche ich dir viel Spaß bei unserem ersten Podcast.

Hallo, hier ist wieder Harald Messner mit der ersten Folge von „Runter mit dem Blutdruck.“de. Heute geht es nur darum, zu verstehen, wozu wir überhaupt einen Blutdruck benötigen. Du weißt, dass dein gesamter Körper, der ja nur aus Zellen besteht, mit Sauerstoff versorgt werden muss. Alle deine Zellen müssen Sauerstoff und Nährstoffe bekommen, und dazu benötigst du einen Kreislauf.

Und damit du weißt, wie so ein Kreislauf funktioniert, setzen wir uns mal in ein rotes Blutkörperchen, das sich gerade in der Lunge befindet. Was macht das rote Blutkörperchen in der Lunge? Es wartet darauf, dass du tief einatmest und Sauerstoff an das rote Blutkörperchen lieferst. Das rote Blutkörperchen nimmt den Sauerstoff auf und wandert von der Lunge in den linken Herzvorhof. Von dort aus gelangt es, wenn das Herz sich erschlafft, in die linke Hauptkammer, um dann anschließend beim Zusammenziehen des Herzens zusammen mit 70 ml Blut in die großen Schlagadern ausgetrieben zu werden. Zu diesem Zeitpunkt entsteht auch der Puls, den du an deinem Handgelenk tasten kannst.

Das rote Blutkörperchen wandert dann zusammen mit den anderen roten Blutkörperchen und den 70 ml in die Arterien hinein, und die Arterien teilen sich auf, bis sie zu ganz kleinen Arterien werden, und von den kleinen Arterien teilen sie sich weiter auf, um dann anschließend in die Kapillaren zu gelangen. In den Kapillaren hat das rote Blutkörperchen dann die Aufgabe, den Sauerstoff an die Zellen abzugeben und die Abfallprodukte, die beim Verarbeiten des Sauerstoffes in den Zellen entstehen, wieder aufzunehmen. Und anschließend wandert das rote Blutkörperchen dann wieder zurück über die großen Venen zum rechten Herzen, wo dann das rechte Herz das Blut und das rote Blutkörperchen besonders wieder in die Lunge pumpt. Dort kann es dann das CO2 abgeben und erneut O2 aufnehmen.

Du siehst also, wir haben einen tollen Kreislauf, der alle Zellen in der Lage ist, mit Sauerstoff und natürlich auch mit Substraten zu versorgen. Und damit dieser Kreislauf in Gang bleibt, brauchen wir einen Blutdruck, denn eine Flüssigkeit fließt nur dann, wenn sie sozusagen sich in ein Druckgefälle hineinbegibt. Das heißt, wenn das Herz pumpt, zu dem Zeitpunkt entsteht der höchste Blutdruck, den du auch als Pulswelle tasten kannst. Und diesen Zeitpunkt, wo dieser höchste Blutdruck entsteht, den nennt man die Systole. Das kommt aus dem Griechischen, das bedeutet, dass das Herz sich zusammenzieht. In dieser Systole misst du dann diesen höchsten Blutdruck, das ist dann der systolische Blutdruck.

Und noch könnte man meinen, wenn das Herz erschlafft, dann steht das Blut still und es fließt nicht weiter, weil ja kein Motor mehr da ist. Diese Annahme ist aber falsch, denn der liebe Gott oder die Natur hat sich was ganz Tolles einfallen lassen. Sie hat nämlich den großen Athen, vor allen Dingen der Aorta, eine elastische Wand gegeben. Diese elastische Wand, die dehnt sich aus, wenn das Herz die 70 ml Blut ausschlägt. Und wenn das Herz dann wieder erschlafft, zieht sich diese elastische Wand wieder zusammen und treibt das Blut, was gerade ausgeworfen ist, durch das Zusammenziehen weiter in die kleinen Gefäße hinein.

Das bedeutet, aus dem pulsatilen, also stoßweisen Blutfluss wird durch die Elastizität der Gefäße ein kontinuierlicher Blutfluss. Und dieser kontinuierliche Blutfluss führt dazu, dass es auch in der Phase, wo das Herz nicht schlägt, zu einem Blutdruck kommt. Und dieser Blutdruck, der nennt sich der diastolische Blutdruck. Das ist der Blutdruck, der zu dem Zeitpunkt entsteht oder vorhanden ist, wenn die Gefäße sozusagen ihre Elastizität nutzen, um das Blut nach vorne zu treiben. Der hohe Blutdruck, den wir zuerst messen, ist der systolische, und der niedrige Blutdruck, den wir dann zunächst messen, ist der diastolische.

Und aus einem pulsatilen, aus einem stoßweisen Ausströmen wird ein kontinuierlicher Strom, der sozusagen das ganze Gefäßsystem versorgt. Das bedeutet, wir haben eine dauerhafte Strömung unserer Gefäße mit Blut, damit eine dauerhafte Versorgung unseres gesamten Körpers mit Sauerstoff. Wie wichtig diese Durchblutung im Sinne des Kreislaufes ist oder dieser Kreislauf ist, sieht man auch daran, dass wir uns zum Beispiel in der Situation, wo ein Kreislaufversagen auftritt, am ehesten darum kümmern, dass dieser Kreislauf wieder in Gang kommt, indem wir zum Beispiel eine Herzdruckmassage machen, um das Blut wieder weiterzutreiben.

Du hast also heute gelernt, es gibt einen systolischen und einen diastolischen Blutdruck, der einmal durch die Herzkraft und zum anderen durch die Elastizität der Gefäße erzeugt wird. Der Blutdruck ist der Motor für den Fluss des Blutes und damit auch für die Ernährung aller Zellen. Ich danke dir für dein Zuhören heute. Beim nächsten Mal werde ich dir erzählen, wie denn die Regulation, also wie die Höhe des Blutdruckes, reguliert werden wird. Und ich freue mich, wenn du in 14 Tagen wieder einschaltest. Dein Harald Messner.

runtermitdemblutdruck.de

Du willst zum Kapitän deines Blutdrucks werden? Da bist du hier richtig!

Du kommst vielleicht gerade mit der Diagnose Bluthochdruck nach Hause oder er begleitet dich schon länger! Du fragst dich, wie du ihn in den Leben integrieren kannst und ob du dich fortan auf deinen Körper verlassen kannst.

Die Podcastfolgen erklären dir, wie du deinen Blutdruck selbst beeinflussen kannst!

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Wenn dein Bluthochdruck für dich neu ist, empfehle ich dir, die Folgen von der ersten Episode beginnend nach und nach zu hören, weil sie dein Wissen stufenweise erweitern.

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