Dein Gewicht und dein Blutdruck

Wie weit senkt 1 kg Gewichtsabnahme den Blutdruck?

Schon 1 kg weniger kann den Blutdruck um etwa 1 mmHg senken. Übergewicht erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Nachhaltige Gewichtsreduktion mit kleinen Schritten kann den Blutdruck messbar verbessern.

Das bedeutet:

Das ist medizinisch relevant und durch Studien gesichert– und zeigt, dass kleine Schritte große Wirkung haben können.

Warum Dein Gewicht Deinen Blutdruck beeinflusst

Dein Körpergewicht spielt eine zentrale Rolle für Deinen Blutdruck und Deine Herz-Kreislauf-Gesundheit. Übergewicht zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Dabei geht es nicht um Perfektion oder Schönheitsideale – sondern um Entlastung für Dein Herz, Deine Gefäße und Deinen gesamten Stoffwechsel. Schon kleine Veränderungen können messbare gesundheitliche Effekte haben.

Der BMI – Orientierung, aber kein Urteil

Zur groben Einschätzung wird häufig der Body-Mass-Index (BMI) genutzt. Er setzt Dein Gewicht ins Verhältnis zu Deiner Körpergröße.

Hier kannst Du jetzt Deinen Body Mass Index (BMI) berechnen:

BMI-Rechner

BMI:
Einordnung:
Eingaben sind nur für Erwachsene sinnvoll. Bei Kindern/Jugendlichen gelten altersabhängige Perzentile.

Richtwerte:

  • Unter 18,5 → Untergewicht
  • 18,5–24,9 → Normalgewicht
  • 25–29,9 → Übergewicht
  • Ab 30 → Adipositas

Wichtig:

Der BMI ist nur ein Richtwert. Manche Menschen mit höherem BMI haben normale Blutdruckwerte. Entscheidend ist nicht nur die Zahl – sondern Deine langfristige Gesundheit und Dein persönliches Risiko.

Warum Übergewicht den Blutdruck erhöht

Fettgewebe ist kein passiver Speicher – es ist ein hormonell aktives Organ.

Es beeinflusst:

  • Deine Gefäße (sie werden enger und steifer)
  • Dein Nervensystem (Stressreaktionen nehmen zu)
  • Deine Nieren (Salz- und Wasserhaushalt verändern sich)
  • Deine Stresshormone (ähnlich wie bei Dauerstress)

Das versetzt Deinen Körper in einen ständigen Hochdruck- und Alarmmodus.

Wenn Dein Gewicht sinkt, kann sich dieses System entspannen – Dein Blutdruck normalisiert sich oft spürbar.

Nachhaltig abnehmen – ohne Crash-Diäten

Schnelle Diäten führen selten zu dauerhaftem Erfolg. Viel wirksamer sind realistische und machbare Ziele.

Empfohlen:

Es geht nicht um Verzicht, sondern um Bewusstsein, Balance und Alltagstauglichkeit.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Du musst Dein Leben nicht komplett umkrempeln. Oft reichen kleine, konsequente Schritte:

Ernährung

  • Portionsgrößen bewusst reduzieren
  • Lieblingsspeisen weiterhin genießen – aber in Maßen
  • Langsamer essen und bewusster schmecken

Bewegung

  • Mehr Gehen im Alltag
  • Treppe statt Aufzug
  • Kurze Spaziergänge statt Leistungsdruck

Stress reduzieren

Stress treibt den Blutdruck nach oben.

Entspannung, Pausen, Atmung und mentale Ruhe sind genauso wichtig wie Ernährung und Bewegung.

Wie oft solltest Du Dich wiegen?

Tägliches Wiegen erzeugt oft Stress und Frust – und schwankende Werte verunsichern.

Empfehlung:

➡ Einmal pro Woche wiegen

➡ Morgens nach dem Toilettengang

➡ Immer unter ähnlichen Bedingungen

So bleiben die Werte vergleichbar – und Dein Kopf entspannt.

Fazit: Dein Blutdruck reagiert auf kleine Schritte

Du musst nicht und niemals perfekt sein!.

Schon wenige Kilos weniger können Deinen Blutdruck senken, Dein Herz entlasten und Dein Risiko für Folgeerkrankungen deutlich reduzieren.

Der wichtigste Punkt:

➡ Nachhaltigkeit schlägt Geschwindigkeit

➡ Kleine Schritte sind besser als gar keine

➡ Du darfst freundlich mit Dir selbst sein

Die Frage an Dich

👉 Hast du noch andere alltagstaugliche Strategien zur Blutdrucksenkung?

👉 Womit möchtest Du deinen sanften Weg zu weniger Druck starten?

FAQ:

  • Wieviel sollte ich in einem Monat abnehmen?
    Grundsätzlich solltest du nicht mehr als 1-2 kg im ersten Monat verlieren. Du verlierst in der ersten Tagen mehr Wasser und weniger an Substanz. Mach Dir keinen Stress und lege erst mal eine kleine Gewohnheit ab!
    Es geht um den Weg der kleinen Schritte! Vielleicht kann Dir die Podcastfolge mit Miriam Junge helfen!
  • Was kann ich tun, um meine Gewicht zu halten?
    Du solltest Deine Ernährung sehr langsam und dauerhaft umstellen. Wenn Du die Phase des Abnehmens als Kampf empfindest, wirst Du Dich hinterher mit den schlechten Gewohnheiten wieder belohnen. Bleib locker und vertrau deinem Ziel. Visualisiere Dich in Deinem gewünschten optischen Ziel und fühle das, als wenn Du es schon erreicht hättest!
  • Wieviel sollte ich während der Phase des Abnehmens trinken?
    Beim Weg der kleinen Schritte kann die Trinkmenge, also wenn Du auf eine Gewohnheit verzichtest, kann Deine Trinkmenge unverändert bei 1,5 bis 2,0 Liter Wasser bleiben.

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📚 Kurze Studienübersicht – Gewicht & Bluthochdruck

StudientitelAutor(en)VeröffentlichungsmediumJahrDOI
Influence of Weight Reduction on Blood Pressure: A Meta-AnalysisNeter JE et al.Hypertension200310.1161/01.HYP.0000094221.86888.AE
Effect of Weight Loss on Blood Pressure Changes in Overweight PatientsYang S et al.Journal of Clinical Hypertension202310.1111/jch.14661
Interventions That Cause Weight Loss and the Impact on Cardiovascular Risk FactorsZomer E et al.Obesity Reviews201610.1111/obr.12433
Mechanisms Linking Obesity to HypertensionDorresteijn JAN et al.Obesity Reviews201210.1111/j.1467-789X.2011.00914.x
Obesity and HypertensionSeravalle G, Grassi GPharmacological Research201710.1016/j.phrs.2017.11.001
Obesity-Related Hypertension: Pathophysiology & ManagementShariq OA, McKenzie TJGland Surgery202010.21037/gs.2019.12.03
Effect of Body Weight Loss and Normalization on Blood PressureIkeda Y et al.Hypertension Research200910.1038/hr.2009.220
How Much Excess Weight Loss Can Reduce the Risk of HypertensionPoorolajal J et al.Journal of Hypertension201710.1097/HJH.0000000000001375
Hypertension Related to Obesity: Pathogenesis and TreatmentEl Meouchy P et al.International Journal of Molecular Sciences202210.3390/ijms232012305
Long-Term Effects of Weight Loss on Hypertension (SOS Study)Sjöström L et al.New England Journal of Medicine200410.1056/NEJMoa035422
DASH Diet, Weight Loss and Blood PressureSacks FM et al.New England Journal of Medicine200110.1056/NEJM200101043440101
Prevention of Hypertension by Weight ReductionHe J et al.JAMA200010.1001/jama.282.17.1577
Weight Change and Incident HypertensionGelber RP et al.Circulation200710.1161/CIRCULATIONAHA.106.671495
Impact of Obesity on HypertensionHall JE et al.Hypertension201510.1161/HYPERTENSIONAHA.115.04275
Exercise, Weight Loss and Blood PressureCornelissen VA, Smart NAHypertension201310.1161/HYPERTENSIONAHA.112.201491

Das Transkript

Die erste Frage, die häufig auftaucht, wenn es um deinen hohen Blutdruck geht: Wie viel wiegst du denn? Ja, und das ist das Thema von heute. Wir gehen es locker an, würde ich mal sagen.

Ja, das Gewicht ist immer so eine Sache, da spricht man gerne drüber, aber ich finde, wir sollten uns erstmal darüber unterhalten, bevor wir uns beschäftigen mit der Frage, was denn Gewicht und Blutdruck miteinander zu tun haben, wie denn das Gewicht überhaupt bestimmt wird. Na klar, in Kilogramm. Und wenn ich mich erinnere, als ich im Studium war, da wurde sozusagen ein Normgewicht festgelegt, und dieses Normgewicht wurde damals ständig wieder weitergetragen. Und zwar stammte das aus der Untersuchung von vielen Schweizer Soldaten, und da wurde einfach festgestellt: Ja, irgendwo ist das Normgewicht. Und da gab es eine Tabelle, und da konnte man daran entstöbern und konnte man sagen: Wow, wo hältst du dich denn da auf? Und konnte man sagen: Ja, jetzt bin ich übergewichtig oder nicht übergewichtig. Und damals war ich nach diesen Kriterien normgewichtig.

So, und jetzt ist die WHO und viele andere schlaue Leute vor nicht allzu langer Zeit hergegangen, ich würde sagen, so vor 15 Jahren etwa oder etwas früher noch, und hat gesagt: Boah, wir müssen mal gucken, ob wir dieses ganze Thema nicht auch abhängig machen können von der oder müssen von der Körpergröße. Und da haben sie sozusagen den Body Mass Index erfunden. Dieser Body Mass Index, der wird gebildet aus der Division deines Körpergewichts durch das Quadrat deiner Körpergröße in Metern. Also, wenn du zum Beispiel wie ich 110 Kilo wiegst und bist 1,96 groß, dann nimmst du 1,96 mal 1,96, da kommt so etwa 3,8 und ein paar kleine raus. Und jetzt musst du quasi das Gewicht 110 durch 3,8 und ein paar kleine dividieren. Da kommt dann ein Body Mass Index von 28 raus, und den habe ich auch.

Und wenn man jetzt guckt, da gibt es jetzt schöne Tabellen oder schöne Richtlinien, die man mal danach schauen kann, was denn jetzt als Übergewicht und was als Adipositas, also erheblichem Übergewicht, deklariert wird. Also, bei einem Body Mass Index unter 18,5, da bist du twiggy, also da bist du untergewichtig. Und beim Body Mass Index zwischen 18,5 und 24,9, da bist du normalgewichtig. Und zwischen einem Body Mass Index zwischen 25 und 29,9, da hast du Übergewicht. Und bei einem Body Mass Index über 30, da bist du einfach adipös. So ist die Definition, also sehr stark übergewichtig.

Und jetzt kommt man: Wie kommt man auf diese Grenze? Und auf diese Grenze kommt man deswegen, weil man Studien angeschaut hat, in denen man gefunden hat, dass Menschen mit einem Body Mass Index über 25 schon ein etwas erhöhtes Risiko haben, unter einem Bluthochdruck oder ähnlichen Nebenwirkungen zu leiden. Und einem Body Mass Index über 30, da ist dann das ein deutlich erhöhtes Risiko. Und da gibt es auf jeden Fall eine erhöhte Krankheitslast nach diesen Studien.

Und jetzt fragt man sich natürlich: Was sagen solche Indizes über dich selber aus? Ich sage mal so ganz ehrlich, ich kenne einen Haufen Leute, die einen Body Mass Index deutlich über 30 haben und ihr ganzes Leben lang einen normalen Blutdruck hatten. Also, jetzt müssen wir mal sagen, es ist eine Mittlung der Bevölkerung und eine Mittlung des Risikos, aber sagt natürlich etwas aus, dass dein Individualrisiko etwas größer sein könnte. Aber in dir selber sagt das überhaupt nichts aus. Wenn du einen Body Mass Index von 28 oder 29 oder 30 hast und hast einen normalen Blutdruck, ist alles im Lot.

Ganz schlaue Leute sagen natürlich: Wow, wow, wow. Wenn du einen Body Mass Index länger oder höher als 29 über mehrere Jahre hast, dann wirst du hinterher, auch wenn du dann deinen Body Mass Index etwas reduziert hast, eher unter einen Nebenwirkungen des Übergewichtes leiden als andere Menschen. Ja, das ergibt sich häufig aus den Untersuchungen, aber bei diesen Untersuchungen muss man immer genau gucken. Es sind Untersuchungen, die an einer definierten Population gemacht worden sind, und die sind gemittelt worden. Und natürlich gibt es Interessen dahinter, und deswegen muss man immer ganz vorsichtig sein und sein eigenes Wohlfühlgewicht vielleicht wirklich heraussuchen.

Natürlich, wenn man einen hohen Blutdruck hat, dann sollte man überlegen, ob man vielleicht diese Risiken etwas minimieren kann, dass Blutdrucknebenwirkungen auftreten. Und da kommen wir jetzt zu dem Thema von heute. Also, dein Individualgewicht, dein Wohlfühlgewicht bei normalem Blutdruck sind die entscheidenden Dinge. Wir leben nicht auf dieser Welt, um irgendwelchen Gesichtspunkten Rechnung zu tragen, die irgendwelche Menschen und schon gar nicht die WHO zusammengetragen hat.

So, und jetzt kommen wir zu Bluthochdruck und dem Übergewicht und dessen Zusammenhang. Viele Menschen sagen natürlich: Mein Blutdruck ist eben halt genetisch, da kann man nicht viel machen. Und der Opa war auch schon übergewichtig, und die Oma war auch schon übergewichtig, und mein Vater war auch nicht der Dünnste. Also, hier wird einfach ganz klar gesagt: Ich bin meinem Körper ausgeliefert, und das stimmt wirklich nicht ganz. Denn wir wissen inzwischen, dass Übergewicht einer der stärksten Treiber von Bluthochdruck ist. Und diesen Zusammenhang kann man auch sehr schön sehen, wenn man jetzt hergeht und bezüglich des Gewichtes mal interveniert.

Und da kann ich dir eine sehr schöne Zahl nennen, und zwar: Wir wissen eben halt, dass pro Kilogramm Körpergewicht dein Blutdruck um 1 mm Hg im Mittel sowohl systolisch als auch diastolisch sinkt oder steigt. Also, wenn du 5 Kilo abnimmst, dann sinkt dein Blutdruck um 5 mm Hg. Ja, welches Medikament senkt den Blutdruck um 5 mm Hg? Alle Blutdruckmedikamente, jedes einzelne, erzielt im Mittel 5 mm Hg. Also, das heißt, wenn du 5 Kilo abnimmst, sparst du eine Pille. Und wenn du 10 Kilo abnimmst, dann sparst du vielleicht zwei Pillen. Und das geht so weiter. Aber warum ist das so entscheidend? Und da wissen wir ganz genau, dass, wenn der Blutdruck 5 mm Hg systolisch höher ist, dann hast du ein deutlicheres Risiko noch für einen Schlaganfall. Wenn du aber 10 mm Hg deinen Blutdruck erhöhst, dann hast du ein 40-prozentig höheres Schlaganfallrisiko. Und umgekehrt, wenn du einen Blutdruck um 5 mm Hg systolisch senkst, hast du ein geringeres Schlaganfallrisiko. Und wenn du 10 Kilo abnimmst, hast du ein bis zu 40 Prozent geringeres Schlaganfallrisiko. Das Gleiche gilt für die Herzinfarkte, das Gleiche gilt für die Herzschwäche, und das Gleiche gilt für deine Lebenserwartung. Denn weil diese Ereignisse nicht eintreten, ist deine Lebenserwartung deutlich besser.

Also, was du schon mal mitnehmen kannst: Schon kleine Schritte können dein Risiko bezüglich des Blutdruckes spürbar verändern. Das bedeutet auch für dich: Du musst nicht perfekt sein, aber du darfst anfangen.

Und da fragst du dich natürlich: Sag mal, warum ist eigentlich Übergewicht so effektiv bezüglich des hohen Blutdrucks? Was passiert da eigentlich? Und da wissen wir inzwischen viel mehr als früher. Als ich anfing zu studieren, da war das so: Das Fettgewebe war relativ inaktiv, das lag da rum und schützte einen vor Geld, aber sonst nichts.

Das stimmt nicht mehr. Wir wissen inzwischen, dass das Fettgewebe ein sehr hormonell aktives Organ ist. Es beeinflusst deine Gefäße, indem es nämlich die Gefäßweite über Hormone beeinflusst. Es beeinflusst dein Nervensystem, weil es nämlich mit der Leptinsituation zusammenhängt, und es beeinflusst deine Nieren und deinen Salz- und Wasserhaushalt. Und damit wird auch der Blutdruck geregelt. Und diese Hormone, die dieses Fettgewebe ausschüttet, das sind vergleichbar wie Stresshormone, und die kratzen eben halt an deinen Gefäßen.

Es entsteht also mehr Druck in den Gefäßen, dadurch werden die Gefäße steifer, es werden Stresshormone aktiviert, und durch die Salz- und Wasserbindung steigt dein Blutdruck und dein Körpergewicht. Und nochmal: Du hast eine verringerte Gefäßelastizität. Das bedeutet, wenn dein Herz schlägt, dann wird kurzfristig Blut herauskommen. Die Gefäße dehnen sich aber nicht mehr richtig, sodass sie in der Diastole auch dann den Blutdruck und das Blut nicht mehr so gut vorantreiben können. Und das schränkt deine Leistungsfähigkeit ein.

Das heißt, durch das Übergewicht und das vermehrte hormonell aktive Fett gerät dein Körper in einen dauerhaften Hochdruckmodus, und der dauerhafte Hochdruckmodus ist ein dauerhafter Stressmodus. Und wenn das Gewicht aber sinkt, entspannt sich dieses System wieder, und deswegen ist die Körpergewichtssenkung auch nur in kleinen Mengen so effektiv. Menschen brauchen dann logischerweise weniger Blutdruckmedikamente. Manche reduzieren sie etwas, manche können sie ganz absetzen, und bei einigen normalisiert sich der Blutdruck komplett normal.

Das bedeutet für dich, wenn du zu den Menschen gehörst, die mindestens einen Body Mass Index höher haben als, ich nenne es jetzt mal, 26, 27, ist es vielleicht sinnvoll, mal auf die S-Bremse zu treten oder etwas wegzulassen, was dein Körpergewicht senkt.

Nun muss man aber auch überlegen, wir wissen ja alle, dass diese Crash- oder irgendwelche Hammer-Diäten, die dein Körpergewicht in ruckzuck kurzer Zeit zu senken vermögen, nicht das Dauerziel sein können, weil du kannst dich ja so nicht weiter ernähren und du hast dann auch keinen Spaß mehr, sozusagen dein Essen zu genießen.

Und da sind wir bei einem ganz wichtigen Punkt, nämlich: Wenn ich jetzt dir eine Diätempfehlung gebe, die deine Ernährungsgewohnheiten komplett umkrempelt, dann zeigst du mir nach 14 Tagen den Vogel. Weil nämlich deine ganzen Verhaltensweisen werden auf den Kopf gestellt und du empfindest plötzlich keine Lebensqualität mehr. Deswegen ist es nicht sinnvoll, dein Blutdruck, dein Gewicht um relativ kurz in relativ kurzer Zeit zu senken.

Das heißt, du solltest dir realistische Ziele setzen und die würden so etwa zum Beispiel 3 bis 5 Kilo weniger in mehreren Monaten. Langsam und stabil und vor allen Dingen nachhaltig und machbar. Fängst also bei kleinen Dingen an. Wenn du deinen Ernährungsbereich nicht komplett umstellen willst, aber kannst du schon ganz viele kleine Dinge tun. Du kannst zuerst zum Beispiel mal so was entwickeln wie ein Portionsbewusstsein. Das heißt, du musst nicht verzichten auf das, was du gerne isst, sondern du reduzierst einfach die Menge. Das heißt, die Portion ist einfach nicht mehr: Boah, die deckt jetzt zweimal den ganzen Teller ab, sondern die deckt einfach nur eben halt einen kleinen Teller ab. Und diese genießt du dann.

Das ist überhaupt beim zweiten Thema Genuss, ein ganz wichtiger Punkt. Das heißt also, das, was du gerne isst, isst du langsam, du genießt den Geschmack und bist beim Essen, nur beim Essen und nicht bei irgendwelchen anderen Dingen, um gleichzeitig wieder aufzuspringen und das nächste Task zu erledigen, die nächste Aufgabe zu erledigen.

Und da sind wir beim ganz wichtigen Punkt, nämlich: Reduzier deinen Stress, wo immer es möglich ist, reduzier deinen Stress. Und zu diesem Thema hatte ich bereits mehrere Podcast-Folgen gemacht, wie man, wie du deinen Stress reduzieren kannst. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn Stress schüttet wieder diese Hormone aus, die eben halt deine Gefäße langfristig schädigen.

Stress war früher normal, wenn man sozusagen vor einem Tier, vor einem bösen Tier fliehen wollte als Säugetier, da war das gut, das war da ein paar Minuten, da warst du weg und da war der Stress wieder weg. Also, du hast aber mit dem erhöhten Blutdruck, mit dem Übergewicht quasi eine Dauerstresssituation und die darfst du reduzieren. Also, Stress solltest du versuchen zu reduzieren.

Und dann noch ein Tipp: Wenn du morgens zur Arbeit fährst, parkst du dein Auto wirklich 500 Meter vor deiner Arbeitsstelle und gehst die 500 Meter morgens zu Fuß. Oder du nimmst die Treppe, wenn du in die zweite oder dritte Etage steigen musst. Und wenn du in die zehnte Etage steigen musst, dann gehst du die ersten drei Etagen zu Fuß und den Rest fährst du mit dem Aufzug. Versuch es, in kleinen Schritten hinzukriegen. Alle diese Maßnahmen senken deinen Blutdruck schon und du brauchst dir überhaupt keine Sorgen zu machen.

Und ein ganz wichtiger Punkt: Du gehst nicht jeden Tag auf die Waage. Wer jeden Tag auf die Waage geht, stresst sich. Die nächste ist dann: Wenn du dich wiegst, wiegst du dich einmal in der Woche, aber nicht häufiger. Und dann gehst du morgens nach dem Pipi machen, nach dem Wasserlassen auf die Waage, weil das ist genau die Menge Wasser, die in deinem Körper physiologischerweise ist. Und so stellst du dich auf die Waage und dann hast du auch vergleichbare Gewichte. Also einmal in der Woche und morgens nach dem Wasserlassen auf die Waage. Das Gewicht kannst du dir aufschreiben. Und das machst du bitte nur einmal in der Woche.

Was habe ich dir heute erzählt? Jedes Kilo weniger kann deinen Blutdruck messbar senken. 1 mm Hg Blutdruck runter, wenn du 1 Kilo an Gewicht verlierst. Und dann fang einfach mit kleinen Mengen an. Nicht irgendwann, nicht theoretisch, sondern geh einfach los und mach es. Und dann wirst du erkennen: Wow, jetzt habe ich meine ersten Erfolge bezüglich meines Blutdrucks eingefahren und kann vielleicht schon eine Tablette absetzen.

Ja, ich danke dir, dass du bis hierher zugehört hast. Ich würde natürlich gerne wissen, welche Erfahrungen du mit deinem Blutdruck und deinem Körpergewicht gemacht hast. Und vielleicht schreibst du es unter die Shownotes mal oder du schickst mir eine Nachricht oder kontaktierst deine Erfahrungen auf Facebook in der Gruppe „Blutdruck im Griff ohne Stress“. Dann kannst du mit vielen Gleichgesinnten auch über dieses Thema reden und ihr könnt euch gegenseitig die besten Tipps geben.

Ja, und dann habe ich noch eine Bitte. Am Ende des Podcasts würde ich mich natürlich riesig freuen, wenn du bei Apple Podcasts oder bei Spotify oder bei YouTube, wo dieser Podcast auch erscheint, eine positive Nachricht hinterlässt. Denn dann können viel mehr Menschen diese Podcast-Folge hören und profitieren da vielleicht mit dem Gewicht, so wie du. Bis dann.

Die Glühbirne und dein Blutdruck

Erfahre, wie das elektrische Licht von Thomas Edison Deinen Blutdruck beeinflusst.

Estimated reading time: 12 Minuten

Diese Folge zeigt Dir, wie eng unsere moderne Lebensweise mit Deiner Gesundheit verbunden ist – und wie Du durch gezielte Entspannung Deinen Blutdruck Schritt für Schritt senken kannst.


In dieser Episode erfährst Du:

Glühbirne

Zeitmarken der Folge

00:00 – Edisons Erfindung und Dein Blutdruck

04:11 – Entschleunigung und Innenschau

07:29 – Vorbereitung auf die Meditation

08:38 – Körperwahrnehmung

12:20 – Herz und Gedanken

15:18 – Rückkehr und Abschluss


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Wenn Dir die Meditation gefallen hat, habe ich hier noch eine geführte Reise durch Deinen Körper für Dich.

#BlutdruckSenken #HaraldMessner #Gesundheit #Entspannung #Meditation

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Transkript:

1879 hat Thomas Alva. Edison sozusagen die Lampe angemacht. Ja, er hat das elektrische Glühlicht erfunden. Und was das mit uns macht, was das an unserem Leben geändert hat, möchte ich gerne jetzt in dieser Podcast Folge mit dir besprechen.

Viel Spaß dabei.

Natürlich fragst du, was diese Lampe mit deinem Blutdruck zu tun haben kann. Ja, da komme ich später noch mal drauf. Die hat sogar ganz viel damit zu tun. Denn was hat das an unserem Leben geändert? Wenn man mal schaut, haben wir ja schon seit urlangen Zeiten diese unterschiedlichen Jahreszeiten, also den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Und da haben wir ganz unterschiedliche Zeiten, an denen wir sozusagen wach sind. Im Sommer, wenn es sehr hell ist, dann sind wir viel, unternehmen wir viel.

Und der Winter hat früher oder die dunkle Jahreszeit hat früher die Menschen in die Ruhe gebracht. Ja, auf den Feldern konnten sie nichts mehr tun, da war alles gemacht. Dann ist man nach innen gegangen und hat die Innenschau genossen. Und wenn es dann ganz dunkel war, dann konnte man allenfalls eine Kerze anmachen und man konnte sich unterhalten oder Gesellschaftsspiel oder ähnliches machen oder hat sich auch mal mit sich selbst beschäftigt, Genauso wie die Natur das tut. Die Natur geht ja auch hin. Im Winter schläft die ja nicht die Natur, sondern im Winter bereitet sie sich auf das vor, was im kommenden Jahr neues alles entwickelt werden soll. Zum Beispiel kümmern sich die Pflanzen, die in der Erde sind, um ihre Wurzeln, um ihre Gründung quasi, um die Voraussetzungen zu schaffen, im nächsten Jahr wieder Blätter hervorbringen zu können oder Blüten wachsen lassen zu können und im Herbst vielleicht sogar Früchte liefern zu können.

Das heißt also, es gibt naturgemäß eine Zeit, die dunkle Jahreszeit, in der wir zur Erholung aufgerufen werden. Und da sind wir jetzt schon wieder bei deinem Blutdruck. Denn mal ganz ehrlich, wir machen jetzt so über das ganze Jahr die Nacht zum Tag. Das Licht ist überall da und es wird gar nicht mehr richtig dunkel. Selbst in den Städten, da wo man eigentlich in der Nacht auch eine Dunkelheit haben möchte, leuchten überall Lichter. Und wenn du mit dem Flugzeug über Städte fliegst, dann sind die knallhell und dann auch so hell, dass du schon die Sterne am Himmel bei klarem Himmel nicht mehr sehen kannst. Also wir gehen her und machen die Nacht zum Tag und damit reduzieren wir das was wir eigentlich dringend für uns brauchen, nämlich die Phasen der Erholung, die Phasen des Rückzuges und auch mal die Phasen des Nichtstuns, wo wir nämlich hergehen können, auch im Schlaf die Dinge zu verarbeiten, die uns das tägliche Leben uns als Ereignisse serviert.

Ja, wir müssen sozusagen in die Einkehr kommen, um das richtig zu verarbeiten und da auch mal den Rückzug wählen. Und nur wissen wir alle, wer regelmäßig schläft, wer ausreichend Ruhe sich gönnt, ja, der ist auch in der Lage, seine Faszination und seine Hochleistung oder seine PS, wie man heute so schön sagt, oder Kilowatt auf die Straße zu bringen. Und dazu möchte ich dich jetzt mal einladen, in dieser Podcast Folge einmal auch zur Ruhe zu kommen, um deinen Blutdruck, deinen Blutdruck zu senken und den inneren Druck zu reduzieren. Und dazu möchte ich dich einladen, mal in die Verlangsamung zu kommen. Du hast eben halt kürzere Tage und bei den kürzeren Tagen hast du eben halt auch nur kürzere Zeiten, in denen du wach oder in denen du maximal aktiv sein kannst, wo Geräusche und Reize auf dich zukommen. Du kannst dich eben halt in den dunklen Tagen, in den dunklen Zeiten zurückziehen und dann ein ruhigeres Tun anlegen, langsamere Abläufe einführen oder bewusste Schritte zu gehen, die dich in die Entschleunigung bringen. Und also ein ganz wichtiger Punkt in dieser Jahreszeit ist die Entschleunigung.

Und zusätzlich zu der Entschleunigung kommt noch die Innenschau hinzu. Ja, wenn das Licht draußen nicht mehr da ist, dann darf man sich also mit dem Licht innen beschäftigen. Du darfst dich Was habe ich eigentlich erlebt? Was ist in mir passiert in der letzten Zeit? Du darfst reflektieren und du darfst dich Was trägt mich? Was belastet belastet mich? Und was bleibt, wenn das Äußere abklingt?

Das ganz Wichtige. Und das führt dich insgesamt, diese Betrachtung, zu einer Regeneration. Und diese Regeneration, die machst du genauso wie die Natur, denn die bereitet sich auch dann vor, wie ich es dir vorhin erzählt habe, im nächsten Jahr wieder Vollgas zu geben und dort mit dieser Regeneration die volle Kraft auf die Straße zu bringen. Und zusätzlich weckt in dieser Jahreszeit dein Verhalten, wenn du dich ein bisschen auf die Bremse trittst, zu mehr Bewusstheit und du erlernst oder erlebst dann, was eigentlich deine wirklichen Bedürfnisse sind. Stille macht feine Signale für dich hörbar. Körperimpulse, Erschöpfung und Überforderung, aber auch manche Sehnsüchte kommen in dir auf und in der Dunkelheit kannst du das deutlicher wahrnehmen, wo deine Energie fehlt und wo du vielleicht noch zusätzliche Energie bereithältst. Also geh mal her und genieß die Ruhe in der Zeit und hetze nicht von einer Weihnachtsfeier zu der anderen.

Und aus diesem Grunde möchte ich dich heute einmal einladen, mit mir eine Meditation zu machen, wo du dich mal in Ruhe irgendwo hinsetzt und dann mit mir gemeinsam in die Stille gehst und in die Selbstbetrachtung gehst. Das solltest du jetzt nicht im Auto am Steuer machen, aber du solltest dir die 10 Minuten mal nehmen und dann vielleicht in dich hinein zu spüren. Also such dir mal ein Plätzchen aus, wo du dich gut hinsetzen oder lesen kannst, wo du in den nächsten 10 Minuten ungestört bist. Und dieser ruhige Ort, da darfst du dich bequem hinsetzen oder bequem legen, was für dich am liebsten ist. Und wenn du auch jetzt hier bei dieser Situation vielleicht einschläfst, ist das gar nicht schlimm. Dein Bewusstsein nimmt oder dein Unterbewusstsein nimmt das, was ich hier sage und was während der Meditation auf dich an akustischen Signalen hinzukommt. Nimm das wahr und du wirst da genauso entspannt raus hervorgehen wie der, der die ganze Zeit wach ist.

Bei der Meditation ist gar nichts stimmen, du musst nichts leisten, darfst einfach nur zur Ruhe kommen. Also du setzt und legst dich hin und gehst her und entspannst deine Schultern, lässt sie sinken, deine Stirn wird weich, deine Hände ruhen. Und wenn du jetzt bereit bist, beginnen wir mit der Meditation. Schließe sanft deine Augen und spüre den Punkt, an dem dein Körper den Boden berührt. Oder wenn du liegst, wie du deine Auflagefläche wahrnimmst, spüre ich, wie die Schwerkraft dich hält. Nichts muss getragen werden. Du darfst einfach auf die Fläche sinken.

Atme ein, ganz natürlich und aus, ganz leicht noch einmal, atme noch mal tief ein, genieße die Weite, wenn dein Oberkörper sich erweitert und atme in Ruhe aus und empfinde das ausatmen als loslassen. Mit jedem Atemzug gleitet ein wenig Anspannung aus dir heraus. Der Brustkorb hebt und senkt sich ganz von allein. Beobachte nicht lenken, nicht bewerten, nur Zeuge sein.

Wandere nun mit deiner Aufmerksamkeit zu deinen Füßen. Spüre Wärme, vielleicht etwas Kühle, vielleicht ein Kribbeln. Nimm wahr einfach wie es ist. Dann weiter zu den Beinen, der Oberschenkel, die Knie, die wadmen. Alles darf weich werden.

Lass das fallen, was du noch an Anspannung spürst. Atme ein und beim Ausatmen sinkt dein Körper tiefer in die Unterlage.

Nun gehe mit deiner Wahrnehmung zum Bauch. Du spürst deinen Atem ganz unmittelbar. Deine Bauchdecke hebt sich mit jedem Atemzug, wenn du einatmest und senkt sich mit der Ausatmung. Erinnerung an Leben, an Rhythmus und an Vertrauen. Vielleicht legst du eine Hand auf deinen Bauch und jetzt spürst du die Wärme unter der Haut. Spür, wie dein Körper dich trägt jeden Tag.

Wandere nun weiter zum Brustraum. Lass ihn sich mit dem Atmen füllen wie ein weiches, stilles Gefäß. Mit jeder Ausatmung fließt Spannung hinaus wie Wasser, das ruhig einen Kiesel umspült. Spüre dein Herz, nicht unbedingt den Schlag, vielleicht nur die Anwesenheit, das Zentrum, das Gefühl, das Gefühl, das Zentrum, das reagiert, das Zentrum, das dich durch dein Leben führt. Sage dir innerlich leise und ohne Ich bin. Da sage Ich fühle, ich bin genug. Lass diese Sätze wie Tropfen in dir nachklingen, sanft, unaufdringlich, aber klar.

Ich fühle, ich bin genug. Ich fühle, ich bin genug. Nun wandern wir zum Nacken und dann zu deinem Kopf. Der Kiefer wird weich, die Augen ruhen, die Gedanken dürfen langsamer werden. Alles darf sich setzen wie Schnee in der Stille eines Winterabends. Verweile einen Moment in diesem inneren Raum, still, heil und geborgen. Wenn Gedanken auftauchen, nimm sie wahr und lass sie weiterziehen wie Wolken am Dezemberhimmel.

Du musst nichts festhalten, du musst nichts wegschieben, Du beobachtest mehr nicht. Atme in Ruhe ein und aus, ruhig, weit ein, lange aus. Nun lade dein Bewusstsein zurück in deinen Körper. Nimm die Hände wahr, die Füße, den Rücken. Spüre, wie du getragen warst, ganz von dir selbst, von deinem Atem und von diesem Moment. Mit einem letzten tiefen Atemzug bringe dich langsam zurück. Einatmen, Licht und Klarheit, ausatmen, Präsenz und innere Ruhe.

Und wenn du soweit bist, öffne sanft deine Augen langsam, ohne Eile und so, wie es gut für dich ist und fühle, wie du dich langsam ausdehnst und deine Arme streckst und wieder im Hier und Jetzt bist. Ich hoffe, du fühlst dich nach dieser kurzen Ruhephase, die dir die Selbstbetrachtung geschenkt hat, etwas entspannter. Und wenn du diesen Ausflug in dich selbst genossen hast, dann möchte ich dich einladen, das häufiger zu tun, vielleicht ein oder zweimal in der Woche mit einer bewussten Abwesenheit von allem, was außen auf dich einprallt. Und dann kommst du zur Ruhe und du wirst lernen, diese Zeit als wichtigen Stützpunkt für dich zu empfinden, zur Ruhe zu kommen und dir erneute Kraft zu geben. Viele Menschen, also ich gehöre auch dazu, die empfinden eine totale Kräftigung durch diese regelmäßige Anwendung solcher Selbstbegegnungen. Ich würde mich freuen, wenn du mir eine kurze Nachricht hinterlassen würdest, wie dir diese Meditation und die Betrachtung gefallen hat. Ich wünsche dir eine schöne, dunkle Jahreszeit mit vielen Erkenntnissen von dir selber, eine Beruhigung und eine Zeit, in der deine Wurzeln quasi die Energie auf aufnehmen können, damit du im Frühjahr nächsten Jahres wieder voll in deine Kraft kommst.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann würde ich mich sehr freuen, Wenn du bei YouTube, Apple Podcast oder Spotify oder überall da, wo du diese Podcast Folgen hören kannst, eine positive Bewertung hinterlässt. Dann können immer mehr Menschen von diesen Podcast Folgen erfahren und davon profitieren. Und das ist mein größter Lohn. Ich danke dir und wünsche dir eine schöne, dunkle Jahreszeit mit vielen Erkenntnissen und komm zur Ruhe und genieße mal die Ruhe.

Das Nichttun.

Bis bald.

Der rosarate Elefant bei Deinem Bluthochdruck

Die „rosa Elefanten“ im Leben

Estimated reading time: 6 Minuten

Kennst du diese Momente, in denen etwas so offensichtlich ist, dass man es gar nicht übersehen könnte – und trotzdem möchte man nicht hinschauen?

Ich nenne solche Situationen „rosa Elefanten“. Sie stehen mitten im Raum, groß, auffällig und trotzdem tun wir so, als wären sie nicht da. Warum? Weil es unbequem wäre, sich ihnen zu stellen. Weil Veränderung Mut braucht.

Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Ich erinnere mich gut an meinen eigenen rosa Elefanten: den Plan, nach meiner Pensionierung nach Berlin zu ziehen. Ich hatte alles vorbereitet, eine Wohnung gefunden, war voller Vorfreude – bis die ganzen Auflagen, Behördengänge und der Stress drum herum mich völlig aus der Bahn warfen. Mein Blutdruck stieg, mein Körper war im Dauer-Alarmzustand. Erst als ich die Entscheidung zurücknahm, spürte ich, wie mein System zur Ruhe kam.

Dieser rosa Elefant – der Gedanke, ich müsse etwas Bestimmtes tun, obwohl mein Körper längst „Nein“ sagte – hat mir gezeigt, wie eng seelische und körperliche Gesundheit miteinander verwoben sind.


Eigeninitiative bei Bluthochdruck übernehmen

Einer der größten rosa Elefanten, denen ich täglich begegne, ist die Vorstellung: „Der Arzt wird das schon richten.“

Viele Menschen glauben, ihr Blutdruck sei etwas, das nur von außen gesteuert werden könne – durch Medikamente, durch den Arzt, durch die Gene. Aber das stimmt nicht. Der wichtigste Einflussfaktor sitzt nicht in der Praxis – sondern schaut jeden Morgen in den Spiegel.

Ich habe in meiner Laufbahn gelernt:

Du hast viel mehr Macht über deinen Blutdruck, als du glaubst.

Kleine Schritte machen den Unterschied:

Verwende z. B. kaliumhaltiges Salz.

Bewege dich im Alltag ein bisschen mehr – parke dein Auto ein Stück weiter weg oder nimm die Treppe.

Und atme regelmäßig tief durch. Schon ein paar bewusste Atemzüge mit längerem Ausatmen senken den Druck – im Kopf und in den Gefäßen.

Diese kleinen Gesten sind nichts anderes, als den rosa Elefanten der Passivität zu verkleinern. Verantwortung zu übernehmen bedeutet nicht, perfekt zu sein – sondern, anzufangen.


Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Die richtige Blutdruckmessung

Ein weiterer rosa Elefant steht oft direkt in der Arztpraxis. Er heißt: „falsch gemessener Blutdruck“.

Ich sehe das so oft: Menschen kommen gestresst zur Untersuchung, hetzen vom Parkplatz ins Wartezimmer, setzen sich hin – und kaum sind sie da, wird schon gemessen. Das Ergebnis? Ein Wert, der gar nichts mit dem eigentlichen Ruhedruck zu tun hat.

Und auf dieser Basis werden dann Medikamente erhöht.

Ich plädiere immer wieder: Messe deinen Blutdruck zu Hause. In Ruhe. Morgens, nach dem Toilettengang, bevor du etwas isst oder trinkst.

Setze dich fünf Minuten still hin, lege die Manschette korrekt an, miss dreimal hintereinander und notiere den niedrigsten Wert.

Wenn du das fünf Tage lang machst und daraus den Mittelwert bildest – das ist dein echter Blutdruck.

Nur dieser Wert sagt wirklich etwas über deine Prognose und deine Therapie aus.

Der rosa Elefant in diesem Fall ist die Bequemlichkeit – das Vertrauen in eine Momentaufnahme, statt in eine bewusste Routine.


Der rosarate Elefant
Der rosarate Elefant

Stress und innere Anspannung

Und dann ist da noch der vielleicht größte rosa Elefant von allen: chronischer Stress.

Viele unterschätzen, wie tief Stress in den Körper eingreift.

Wenn ich ständig in Alarmbereitschaft bin – durch Sorgen, durch Ärger, durch das Gefühl, funktionieren zu müssen – dann produziert mein Körper ununterbrochen Stresshormone: Cortisol, Noradrenalin.

Das ist kurzfristig sinnvoll, aber auf Dauer zerstörerisch.

Es schädigt die Gefäße, treibt den Blutdruck hoch, fördert Entzündungen, und legt den Boden für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs.

Doch das Entscheidende ist: Stress ist subjektiv.

Ich entscheide, ob ich eine Situation als Bedrohung oder als Herausforderung sehe.

Ich entscheide, ob ich innerlich anspanne oder loslasse.

Deshalb baue ich heute regelmäßig kleine Pausen ein – Momente, in denen ich einfach ausatme.

Das längere Ausatmen aktiviert den Vagusnerv, den Ruhemodus meines Körpers.

Ein paar Atemzüge reichen, um mich wieder im Hier und Jetzt zu verankern.

Diese Fähigkeit, Stress zu regulieren, ist kein Luxus. Sie ist Überlebenskunst.

Wer seine Emotionen im Griff hat, lebt nicht nur länger – er lebt bewusster, leichter, tiefer.


 Schlussgedanke

Unsere rosa Elefanten stehen nicht zufällig in unserem Leben.

Sie zeigen uns, wo Veränderung wartet.

Wenn wir den Mut haben, sie anzuschauen – statt ihnen auszuweichen – beginnt Heilung.

Nicht nur im Herzen, sondern auch im Blutdruck.


Und zum Schluss: schreib mir mal, wo Du Deinen rosaroten Elefanten identifiziert hast! Ich freue mich auf Deine Antwort!

Key Takeaways

  • Rosa Elefanten repräsentieren die offensichtlichen, unbequemen Wahrheiten in unserem Leben, die wir ignorieren.
  • Eigeninitiative ist entscheidend bei Bluthochdruck: Kleine Schritte können große Veränderungen bewirken.
  • Die richtige Blutdruckmessung sollte zu Hause in Ruhe erfolgen, um verlässliche Werte zu erhalten.
  • Chronischer Stress ist ein großer rosa Elefant, der ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen hat.
  • Mut zur Konfrontation mit rosa Elefanten kann zu Heilung und einem besseren Lebensstil führen.

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Sabine Felix: VOGELWILD dein Weg zur Gelassenheit

Kernpunkte – direkt umsetzbar

  • Höre auf Deine innere Stimme und folge Deinen Impulsen, um Deinen Lebensweg bewusst neu auszurichten und Stress zu verringern.
  • Etabliere tägliche Ruhemomente: Schließe die Augen, atme ruhig und gleichmäßig, richte Deine Aufmerksamkeit nach innen – für Klarheit im Alltag.
  • Verlasse regelmäßig Deine Komfortzone durch kleine, mutige Schritte, um persönliches Wachstum zu fördern.
  • Erkenne unbewusste Muster und Glaubenssätze als mögliche Stressquellen und hinterfrage sie systematisch.
  • Nutze einfache Soforttechniken wie die Bettkanten-Atmung oder EFT-Klopftechniken, um unmittelbar zu entspannen und Achtsamkeit zu üben.
  • Stelle Dir die Leitfrage: „Wer bin ich, wenn ich niemand mehr sein muss?“ – und orientiere Entscheidungen an Deiner authentischen Essenz.

Sabine Felix
Neuroplastizität nutzen: Ändere deine Denkmuster
Sabine Felix

Zusammenfassung

Die Bedeutung von „VOGELWILD“ und persönliche Entwicklung

„Vogelwild“ steht für Lebendigkeit, Authentizität, Leichtigkeit und Freiheit. Dieser Begriff beschreibt einen ganzheitlichen Coaching-Ansatz, der verschiedene Lebensbereiche miteinander verbindet und Dich ermutigt, die Komfortzone zu verlassen, neue Erfahrungen zu sammeln und Dich weiterzuentwickeln. In Retreats und Veranstaltungen wird dieser Ansatz konkret: Es geht stets um erlebbares Wachstum. Sabine Felix schildert ihren Weg von einer Führungsposition im Management hin zur heutigen Coaching-Tätigkeit. Ein Burnout Ende der 20er Jahre wurde zum Wendepunkt und öffnete den Blick auf das innere System, unbewusste Antreiber und die eigene Verantwortung im Umgang mit Stress.

Umgang mit Stress und Sinnfrage

Harald betont, dass Phasen des Scheiterns oder körperliche Warnsignale – etwa erhöhter Blutdruck – als Weckrufe dienen können, das eigene Leben neu zu gestalten. Sabine Felix bestätigt diese Sicht und beschreibt, wie sie Mitte 30 die Sinnfrage stellte, obwohl äußerlich alles stimmig wirkte. Ein innerer Schmerz und der Wunsch nach tieferer Erfüllung führten zur Meditation und zur Auseinandersetzung mit spirituellen Wegen. Für den Einstieg empfiehlt sie Dir, intuitiv zu meditieren: Augen schließen, atmen, in die Stille gehen. So kommst Du im Hier und Jetzt an, nimmst innere Impulse wahr und lässt Dich weniger von äußeren Reizen oder zukünftigen Sorgen bestimmen.

Praktische Übungen für Achtsamkeit und Stressreduktion

Starte den Morgen mit der „Bettkanten-Atmung“: Nach dem Aufwachen bleibst Du für etwa eine Minute mit geschlossenen Augen sitzen, atmest bewusst und fühlst in Dich hinein – ein achtsamer Auftakt, der hilft, Stressoren früh zu erkennen und gezielt zu handeln. Ergänzend bietet sich die EFT-Klopftechnik an: Durch sanftes Klopfen bestimmter Punkte baust Du Anspannung ab und findest schneller zur Ruhe. Harald unterstreicht die Relevanz dieser Praxis, etwa vor Blutdruckmessungen am Morgen, da innere Ruhe die Messergebnisse positiv beeinflussen kann. Wichtig ist, die Übungen nicht zu bewerten, sondern geschehen zu lassen – so schärfst Du Dein Bewusstsein für innere Signale.

Komfortzone verlassen und Neuroplastizität

Kleine „vogelwilde Momente“ – bewusste Mini-Schritte außerhalb Deiner Komfortzone – sind wesentlich für Entwicklung. Angst ist dabei kein Hindernis, sondern ein Hinweis auf alte Muster. Triff mutige Entscheidungen im Alltag, auch wenn sie klein erscheinen: So sammelst Du positive Erfahrungen und aktivierst Neuroplastizität – Dein Gehirn passt sich durch neue Erlebnisse an und bildet förderliche Verknüpfungen. Indem Du Dich traust, anders zu handeln oder Deine Meinung klar zu äußern, eröffnest Du Dir neue Handlungsräume und beeinflusst sowohl Deine Selbstwahrnehmung als auch die Interaktion mit Deinem Umfeld.

Systemisches Coaching und Kontaktmöglichkeiten

Sabine Felix bietet Einzelcoachings online und in ihrer Münchner Praxis an sowie Retreats in Kleingruppen, die auf innere Entwicklung und ein tieferes Verständnis des Unterbewusstseins ausgerichtet sind – häufig in Verbindung mit Natur und an wohltuenden Orten. Unternehmen unterstützt sie in Teamentwicklung und Führungskräfteentwicklung, mit Fokus auf psychologische Sicherheit und Verbundenheit. Als systemischer Coach betrachtet sie Dich in Deinen Bezugsfeldern (inneres System, Arbeitssystem) und arbeitet ressourcenorientiert, um Dynamiken zu verstehen und neu zu ordnen. Systemische Aufstellungen machen unbewusste Teamdynamiken sichtbar und fördern tragfähige Lösungen. Für Interessierte stehen unverbindliche Erstgespräche zur Verfügung, um Anliegen zu klären und passende Schritte zu definieren.

Schlussimpuls

Nimm die Leitfrage mit in Deinen Alltag: „Wer bin ich, wenn ich niemand mehr sein muss?“ Indem Du Dich an dieser Frage orientierst, findest Du zuverlässiger zu Klarheit, stimmigen Entscheidungen und einem authentischen, stressärmeren Lebensweg.

Dein Weg zu Sabine Felix:

Kontakt Sabine Felix
: Vogelwild & der Weg zur inneren Führung

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Dauerfeuer in deinem Körper

Lodert in Dir vielleicht unbewusst ein stilles Feuer in Deinem Körper?

Entzündungswolke
.

In dieser Folge erzähle ich Dir, wie chronische Entzündungen – oft unbemerkt – Deine Gesundheit untergraben können. Ich zeige Dir, welche alltäglichen Gewohnheiten dieses innere Feuer anfachen und wie Du mit einfachen, bewussten Schritten beginnst, die Flammen zu löschen. So stärkst Du Deine Gesundheit und gewinnst neue Energie für Dein Leben.


Kapitelübersicht

00:00 Meine Einführung in das Thema stille Entzündung

02:00 LDL-Cholesterin als Entzündungstreiber

05:52 Weitere Faktoren, die Entzündungen begünstigen

08:04 Was Darm und Immunsystem damit zu tun haben

11:13 Wie sich stille Entzündungen messen – und manchmal spüren – lassen

13:32 Bewegung und Ernährung als natürliche Gegenspieler

15:47 Stressmanagement und die Kraft der Dankbarkeit

19:58 Schlaf, soziale Kontakte und Lachen als Heilfaktoren

23:52 Kleine Mikrogewohnheiten – mein Aufruf an Dich


Wichtige Zitate

„Das Entscheidende ist, dass Du gewisse Dinge immer wieder tust – bis sie ganz selbstverständlich zu Deiner neuen Gewohnheit werden.“

„Beschließe Deinen Tag mit einer kurzen Dankbarkeitsübung: Halte inne für das, was Dir heute Positives begegnet ist – und sei dankbar dafür.“

„Schon fünf Minuten Lachen können Dein Immunsystem für einen ganzen Tag in Schwung bringen.“


Hinter der Geschichte

In dieser Folge erkläre ich Dir, warum stille, chronische Entzündungen so gefährlich sind – und doch oft unbemerkt bleiben. Ich zeige Dir, wie Ernährung, Stress, Schlaf und kleine Alltagsentscheidungen eine entscheidende Rolle spielen. Schritt für Schritt verbinde ich die wissenschaftlichen Hintergründe mit praktischen Tipps, die Du sofort umsetzen kannst.


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