Dein Leben, wie du es bisher geführt hast, hat dir den hohen Blutdruck beschert. Und eins ist ganz sicher:
Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts!
Die kleinen Schritte im Leben, die du immer wieder gehst, verändern erfolgreich dein Leben. Nach wenigen Wochen spürst du, wie deine Achtsamkeit für deine täglichen Aufgaben Gewohnheiten in Genuss umwandeln kann.
Erlebe morgens bewusst 5 Minuten das Strecken im Bett und spüre jeden deiner Muskeln einzeln! Abends gehe 10 min allein in die Ruhe und lass alle Gedanken, die dir da kommen, an dir vorbeiziehen. Sie gehören nicht mehr dir! Das ist Meditation! Sie schenkt dir einen geruhsamen und erholsamen Nachtschlaf.
Zusätzlich findest du den Podcast auf YouTube: runtermitdemblutdruck! Hier kannst du uns bei unserem Interview zusehen! Viele Spaß dabei!
Und wie schon bei den vorigen Folgen: wenn du Fragen hast, kannst du sie mir über die E-Mail-Adresse info(at)runtermitdemblutdruck.de stellen! Ich freu mich drauf und viel Spaß beim Hören!
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0,9% Salzgehalt der Urmeere Einzellern Lebewesen Meere verlassen -> keine entsprechende Salzkonzentration -> Regulationssystem erforderlich -> vom Meer entfernt -> Flüssigkeitsverlust Salzverlust -> Salzspeicher erforderlich -> Haut (Heparansulfat) -> Salzgehalt im Blut widerspiegelt also nicht den Salzgehalt im Körper ->
Hauptausscheidungsorgan Niere Niere hat 2 Wege, Kochsalz konstant zu halten: Wasser Ausscheiden oder im Körper zurückhalten, oder Natrium ausschieden oder im Körper zurückhalten
Anteil an der Salzzufuhr im tgl. EssenHier findest du gute Angaben, an denen du deine Kochsalzaufnahme abschätzen kannst.
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Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, was deinen Blutdruck eigentlich steuert? In der zweiten Folge dieses Podcasts erfährst du die faszinierenden Details über die Mechanismen, die den Druck in deinem Kreislaufsystem bestimmen – und warum das Herz dabei nur eine Nebenrolle spielt.
Ohne Widerstand kein Druck
Stell dir vor, dein Kreislauf ist wie ein Gartenschlauch. Wenn du das Ende mit dem Finger verengst, steigt der Druck, und das Wasser spritzt weiter. Genau so funktioniert es in deinem Körper: Die sogenannten Widerstandsgefäße – kleine und mittelgroße Arterien – sie regulieren den Blutdruck, indem sie sich zusammenziehen oder entspannen. Wenn diese Gefäße eng sind, steigt der Druck, werden sie weit, sinkt er.
Und was macht das Herz?
Das Herz pumpt das Blut zwar durch den Körper, aber der eigentliche „Regler“ sitzt in diesen Gefäßen. Ein zu hoher Gefäßwiderstand zwingt das Herz, härter zu arbeiten, was es langfristig schädigen kann – das erklärt, warum Bluthochdruck oft zu Herzerkrankungen führt. Spannend, oder?
In dieser Folge lernst du nicht nur, wie dein Körper den Blutdruck regelt, sondern auch, warum schon kleinste Veränderungen der Gefäßweite deinen Blutdruck dramatisch beeinflussen können – um bis zu das 16-Fache! Ich zeige dir außerdem, warum die richtige Therapie darauf abzielt, den Gefäßwiderstand zu senken und so das Herz zu entlasten.
Nach dieser Episode weißt du genau, wie dein Blutdruck entsteht, was ihn beeinflusst und was du selbst tun kannst, um ihn in Balance zu halten.
Hör rein und werde zum Kapitän deines Blutdrucks – deine Gesundheit wird es dir danken!
Was geschieht mit dem Herzen, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist?
Das Herzmuskel verhält sich ähnlich wie die anderen Muskeln des Körpers, wenn ihnen mehr Leistung abverlangt wird: er verdickt sich und nimmt an Masse zu.
Die Verdickung des Herzens ist dan genauso positiv wie die des Oberarms?
Nein leider nicht. Die Verdickng des Herzmuskels führt dazu, dass er sich zwischen zwei Herzschlägen nicht mehr so gut entspannen kann. Dadürch ist die Füllung der linken Herzkammer verringert und das Herz verliert Elastizität. Außerdem hält die Blutversorgung mit dem Herzmuskelwachstum nicht Schritt. Zusammengenommen entwickelt sich eine Herzminderleistung.
Alle Dinge und Verhaltensweisen, die Dir Entspannung und Ruhe vermitteln lassen auch Deine Gefäße weit werden. Auch durch regelmäßige sportliche Belastung müssen die Gefäße sich zur Blutversorgung der Muskeln erweitern.
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Transkript:
Hallo, schön, dass du eingeschaltet hast. Hier ist wieder Harald Messner vom Podcast „Runter mit dem Blutdruck.“de. Heute in der zweiten Folge, und wir besprechen, was denn den Blutdruck reguliert.
Aber zunächst möchte ich dir nochmal wiederholen, was du in der letzten Sendung von mir gehört hast: Es gibt zwei Blutdruckwerte, einmal den systolischen und einmal den diastolischen Blutdruckwert. Der systolische Blutdruck ist der Blutdruck, der zum Zeitpunkt des Herzschlags entsteht, und der diastolische Blutdruck ist der Blutdruck, der zum Zeitpunkt entsteht, wenn das Herz Pause macht, und er wird jedenfalls vor allen Dingen durch die Elastizität der Gefäße bestimmt. Ein Herzschlag fördert circa 70 Milliliter Blut in die großen Gefäße.
Was nun die Höhe des Blutdruckes bestimmt und wer das wie reguliert, das erfährst du jetzt in dem folgenden Podcast.
Hallo, wer bestimmt denn nur in diesem Spiel die Höhe des Blutdruckes? Am einfachsten könnte man sich überlegen, es ist das Herz, weil es diese 70 Milliliter Blut pro Zeiteinheit herauswirft und weil zum Zeitpunkt des Herzschlages der höchste Blutdruck gemessen wird. Du weißt, also im Regelfall schlägt das Herz 70 Schläge pro Minute, das bedeutet, dass in einer Minute von dem Herzen 4,9 Liter Blut transportiert werden. Wenn wir jetzt den Herzschlag erhöhen auf 80 Schläge pro Minute, dann werden 5,6 Liter Blut in der Minute transportiert, und wenn wir ganz besonders viel Leistung abgeben wollen, dann kann das Herz auch bei 120 Schlägen pro Minute 8,4 Liter pro Minute transportieren. Du siehst also, das Herz kann sich durch die Erhöhung der Herzfrequenz sehr schön an die Erfordernisse der Durchblutung bei höherer Leistung anpassen. Du siehst, die Fördermenge des Herzens wird also durch die Herzfrequenz angepasst an die Bedürfnisse deines Körpers. Aber steigt damit auch gleichzeitig der Druck im System? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Es passiert nämlich nicht zwangsweise. Wenn wir uns also unter körperliche Belastung begeben, dann werden die Muskeln besser durchblutet, und bei der besseren Durchblutung der Muskel sinkt hinterher der Blutdruck, zum Beispiel nach einer körperlichen Belastung.
Um jetzt das Phänomen der Blutdruckregulation richtig zu verstehen, möchte ich dir ein Beispiel aus meinem Garten geben. Wenn ich meinen Gartenschlauch nehme und den Wasserhahn voll aufdrehe, dann kann ich mit dem offenen Schlauch vorne so etwa 4 bis 5 Meter weit das Wasser spritzen lassen. Wenn meine Frau aber 10 Meter weit wegsteht, kann ich sie mit diesem kontinuierlichen Fluss aus dem Wasserhahn und aus dem Schlauch nicht erreichen. Was tue ich stattdessen? Ich gehe her und nehme meinen Finger und verenge das Austrittsloch des Schlauches, und damit wird der Spritzstrahl plötzlich ganz schmal, und ich kann meine Frau in 10 Metern Weite stehend dann locker nass spritzen.
Das bedeutet, mit Verengung des Schlauchsystems steigt der Druck in dem Schlauchsystem an, und der Anstieg des Druckes führt dazu, dass ich hergehen kann, meine Frau in 10 Meter Entfernung noch nass spritzen kann. Dadurch, dass ich den Daumen an das Ende gelegt habe und den Ausgang des Schlauches verengt habe, stieg der Druck in dem Schlauchsystem an, und nichts anderes tut der Körper auch. Denn in den kleinen Gefäßen und in den mittelgroßen Gefäßen hat die Natur kleine Muskeln eingesetzt, die sind in der Lage, das Gefäßsystem weit zu stellen, wenn sie sie erschlaffen, aber auch zu verengen, wenn diese Muskeln sich zusammenziehen. Das bedeutet, die Blutdruckregulation passiert nicht am Herzen, sondern die Blutdruckregulation passiert in den mittelgroßen bis kleinen Gefäßen, in den sogenannten Widerstandsgefäßen.
Diese Widerstandsgefäße werden von dem Körper autonom, also sprich selbständig reguliert, und wenn diese Widerstandsgefäße sehr eng sind, dann steigt der Blutdruck im System, und wenn die Widerstandsgefäße sehr weit sind, dann sinkt der Blutdruck im System. Daraus folgt: Aus einem hohen Gefäßwiderstand entwickelt sich ein hoher Blutdruck. Aus einem niedrigen Gefäßwiderstand entwickelt sich ein niedriger Blutdruck. Ich wiederhole nochmal: Das Herz macht also nicht den hohen Blutdruck, sondern die Widerstandsgefäße im Körper erzeugen den hohen Blutdruck.
Die Folge davon ist: Wenn das Herz gegen einen höheren Blutdruck anpumpen muss, dann ist das Herz nicht der Effektor des hohen Blutdruckes, sondern das Herz leidet unter dem hohen Blutdruck, und aus diesem Grunde haben wir auch sehr viele Herzerkrankungen bei den Patienten, die permanent einen hohen Blutdruck haben. Wenn ich den Blutdruck senken will, muss ich also die Widerstandsgefäße dazu bringen, ihre Kraft zu reduzieren und die Gefäße etwas weiter zu machen. Wie effektiv dieses ganze System ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass bei einer 2 mm Verengung in des Gefäßsystems der Blutdruck in dem Gefäß um das 16-fache ansteigt. Das bedeutet, schon ganz kleine Veränderungen der Gefäßweite führen zu einer Erhöhung bzw. Senkung des Blutdruckes. Das Ziel der Bluthochdrucktherapie ist es also, den Gefäßwiderstand zu senken und damit das Herz zu entlasten.
So, jetzt möchte ich dir nochmal zusammenfassen, was du in dieser Folge gelernt hast: Die Höhe des Blutdrucks wird also nicht vom Herzen, sondern vor allen Dingen von dem Gefäßwiderstand der Arterien bestimmt. Die Therapie des hohen Blutdrucks ist daher darauf ausgerichtet, den Gefäßwiderstand zu senken. Ich danke für dein Zuhören, wünsche dir noch einen schönen Tag, und beim nächsten Podcast werde ich dir zeigen, wie man den Blutdruck richtig misst und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse und historischen Entwicklungen dazu geführt haben, dass wir jetzt so eine einfache Methode haben, den Blutdruck verlässlich zu messen. Bis dann, dein Harald.
Alle reden vom Blutdruck! Dein Nachbar hat Blutdruck!? Naja wenn du diese Zeilen liest, dann hast du auch Blutdruck! Aber hoffentlich einen normalen Blutdruck!
Das, was dir schaden könnte, ist nur der zu hohe Blutdruck! Also der Bluthochdruck oder wie die Ärzte es nennen: die arterielle Hypertonie
Und darum dreht sich alles in meinen Podcastfolgen.
Ohne Blutdruck kein Leben
Wusstest du, dass dein Blutdruck wie der Motor deines Körpers funktioniert? Ohne ihn würde nichts in deinem Körper fließen – weder Sauerstoff noch Nährstoffe. In der spannenden zweiten Folge dieses Podcasts erkläre ich dir, warum dein Blutdruck so wichtig ist und wie er auf geniale Weise geregelt wird.
Lass uns eine Reise antreten
Du begibst dich mit mir auf eine Reise durch deinen Körper: Vom ersten Herzschlag, der dein Blut durch die großen Arterien pumpt, bis hin zu den kleinsten Kapillaren, die deine Zellen mit allem Wichtigen versorgen. Ich zeige dir, wie die Elastizität deiner Gefäße den Blutfluss am Laufen hält und wie dein Herz und deine Arterien als perfektes Team arbeiten, um dir ein gesundes Leben zu ermöglichen.
Aber das ist noch nicht alles! Du erfährst, wie dein Blutdruck durch die systolische (aktive Pumpkraft) und diastolische (elastische Nachwirkung) Phase gesteuert wird – und warum es so wichtig ist, ihn im Gleichgewicht zu halten. Am Ende bist du nicht nur informiert, sondern weißt auch, wie du mit kleinen Maßnahmen deinen Blutdruck selbst in den Griff bekommst.
Mit meinen 30 Jahren Erfahrung als Arzt für Innere Medizin und Nierenspezialist teile ich wertvolle Tipps, die dir helfen, deine Gesundheit langfristig zu verbessern. Höre rein, lerne deinen Körper besser kennen und werde zum Kapitän deines Blutdrucks. Ich freue mich auf dich in der nächsten Folge – und du wirst merken, Wissen kann auch Spaß machen!
Wenn du Fragen hast, kannst du die gerne unter der E-Mail-Adresse: info@runtermitdemblutdruck.de stellen.
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann kannst du mir eine Freude machen! Gib mir eine positive Bewertung bei Apple Podacast bei Spotify oder bei YouTube! Vielleicht möchtest Du den Podcast dort auch abonnieren, um keine Folge mehr zu verpassen.
Transkript:
Hallo, hier spricht Harald Wessner vom neuen Podcast „Runter mit dem Blutdruck.“de. Ich bin Arzt für Innere Medizin und Nephrologie, das heißt Nierenarzt oder Facharzt für Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen.
Ich habe diesen Podcast gegründet, um dir meine Erfahrungen aus 30 Jahren Blutdrucktherapie und Diagnostik zukommen zu lassen und vielleicht dir gemeinsam mit deinem Hausarzt die Möglichkeit zu geben, deinen Blutdruck optimal einzustellen. Ziel ist es also, deine Prognose mit deinem Blutdruck zu verbessern und dich in die Situation zu versetzen, mit einfachen Maßnahmen deinen Blutdruck sicher zu kontrollieren.
Dieser Podcast wird dir viele Informationen geben von der Grundlage des Blutdrucks, Grundlage der Blutdruckmessung, die Grundlagen der Blutdrucktherapie und nicht-medikamentöse Therapie, medikamentöse Therapie und alles, was du dir rund um deinen Blutdruck so denken kannst. Die Podcasts werden so etwa 7 bis 8 Minuten dauern, und ich werde in 14-tägigem Rhythmus diesen Podcast weiter veröffentlichen.
Solltest du Fragen zu den einzelnen Podcasts haben oder Fragen zum hohen Blutdruck im Allgemeinen, kannst du gerne auf die Seite „Runter mit dem Blutdruck.“de gehen und dort über einen Link die Fragen an mich versenden, oder du benutzt die E-Mail-Adresse info@runtermitdemblutdruck.de. Nun wünsche ich dir viel Spaß bei unserem ersten Podcast.
Hallo, hier ist wieder Harald Messner mit der ersten Folge von „Runter mit dem Blutdruck.“de. Heute geht es nur darum, zu verstehen, wozu wir überhaupt einen Blutdruck benötigen. Du weißt, dass dein gesamter Körper, der ja nur aus Zellen besteht, mit Sauerstoff versorgt werden muss. Alle deine Zellen müssen Sauerstoff und Nährstoffe bekommen, und dazu benötigst du einen Kreislauf.
Und damit du weißt, wie so ein Kreislauf funktioniert, setzen wir uns mal in ein rotes Blutkörperchen, das sich gerade in der Lunge befindet. Was macht das rote Blutkörperchen in der Lunge? Es wartet darauf, dass du tief einatmest und Sauerstoff an das rote Blutkörperchen lieferst. Das rote Blutkörperchen nimmt den Sauerstoff auf und wandert von der Lunge in den linken Herzvorhof. Von dort aus gelangt es, wenn das Herz sich erschlafft, in die linke Hauptkammer, um dann anschließend beim Zusammenziehen des Herzens zusammen mit 70 ml Blut in die großen Schlagadern ausgetrieben zu werden. Zu diesem Zeitpunkt entsteht auch der Puls, den du an deinem Handgelenk tasten kannst.
Das rote Blutkörperchen wandert dann zusammen mit den anderen roten Blutkörperchen und den 70 ml in die Arterien hinein, und die Arterien teilen sich auf, bis sie zu ganz kleinen Arterien werden, und von den kleinen Arterien teilen sie sich weiter auf, um dann anschließend in die Kapillaren zu gelangen. In den Kapillaren hat das rote Blutkörperchen dann die Aufgabe, den Sauerstoff an die Zellen abzugeben und die Abfallprodukte, die beim Verarbeiten des Sauerstoffes in den Zellen entstehen, wieder aufzunehmen. Und anschließend wandert das rote Blutkörperchen dann wieder zurück über die großen Venen zum rechten Herzen, wo dann das rechte Herz das Blut und das rote Blutkörperchen besonders wieder in die Lunge pumpt. Dort kann es dann das CO2 abgeben und erneut O2 aufnehmen.
Du siehst also, wir haben einen tollen Kreislauf, der alle Zellen in der Lage ist, mit Sauerstoff und natürlich auch mit Substraten zu versorgen. Und damit dieser Kreislauf in Gang bleibt, brauchen wir einen Blutdruck, denn eine Flüssigkeit fließt nur dann, wenn sie sozusagen sich in ein Druckgefälle hineinbegibt. Das heißt, wenn das Herz pumpt, zu dem Zeitpunkt entsteht der höchste Blutdruck, den du auch als Pulswelle tasten kannst. Und diesen Zeitpunkt, wo dieser höchste Blutdruck entsteht, den nennt man die Systole. Das kommt aus dem Griechischen, das bedeutet, dass das Herz sich zusammenzieht. In dieser Systole misst du dann diesen höchsten Blutdruck, das ist dann der systolische Blutdruck.
Und noch könnte man meinen, wenn das Herz erschlafft, dann steht das Blut still und es fließt nicht weiter, weil ja kein Motor mehr da ist. Diese Annahme ist aber falsch, denn der liebe Gott oder die Natur hat sich was ganz Tolles einfallen lassen. Sie hat nämlich den großen Athen, vor allen Dingen der Aorta, eine elastische Wand gegeben. Diese elastische Wand, die dehnt sich aus, wenn das Herz die 70 ml Blut ausschlägt. Und wenn das Herz dann wieder erschlafft, zieht sich diese elastische Wand wieder zusammen und treibt das Blut, was gerade ausgeworfen ist, durch das Zusammenziehen weiter in die kleinen Gefäße hinein.
Das bedeutet, aus dem pulsatilen, also stoßweisen Blutfluss wird durch die Elastizität der Gefäße ein kontinuierlicher Blutfluss. Und dieser kontinuierliche Blutfluss führt dazu, dass es auch in der Phase, wo das Herz nicht schlägt, zu einem Blutdruck kommt. Und dieser Blutdruck, der nennt sich der diastolische Blutdruck. Das ist der Blutdruck, der zu dem Zeitpunkt entsteht oder vorhanden ist, wenn die Gefäße sozusagen ihre Elastizität nutzen, um das Blut nach vorne zu treiben. Der hohe Blutdruck, den wir zuerst messen, ist der systolische, und der niedrige Blutdruck, den wir dann zunächst messen, ist der diastolische.
Und aus einem pulsatilen, aus einem stoßweisen Ausströmen wird ein kontinuierlicher Strom, der sozusagen das ganze Gefäßsystem versorgt. Das bedeutet, wir haben eine dauerhafte Strömung unserer Gefäße mit Blut, damit eine dauerhafte Versorgung unseres gesamten Körpers mit Sauerstoff. Wie wichtig diese Durchblutung im Sinne des Kreislaufes ist oder dieser Kreislauf ist, sieht man auch daran, dass wir uns zum Beispiel in der Situation, wo ein Kreislaufversagen auftritt, am ehesten darum kümmern, dass dieser Kreislauf wieder in Gang kommt, indem wir zum Beispiel eine Herzdruckmassage machen, um das Blut wieder weiterzutreiben.
Du hast also heute gelernt, es gibt einen systolischen und einen diastolischen Blutdruck, der einmal durch die Herzkraft und zum anderen durch die Elastizität der Gefäße erzeugt wird. Der Blutdruck ist der Motor für den Fluss des Blutes und damit auch für die Ernährung aller Zellen. Ich danke dir für dein Zuhören heute. Beim nächsten Mal werde ich dir erzählen, wie denn die Regulation, also wie die Höhe des Blutdruckes, reguliert werden wird. Und ich freue mich, wenn du in 14 Tagen wieder einschaltest. Dein Harald Messner.