Und was machen deine Nieren so?

Na, weißt du, was deine Nieren alles für dich tun? Damit du dich wohlfühlen kannst, sind sie 24 h und 7 Tage in der Woche klaglos für dich tätig. Du spürst sie nicht. Du ärgerst dich vielleicht nur, weil deine Blase dir mal wieder zu einer ungünstigen Zeit den Weg zur Toilette weist.

gesunde Nieren
gesunde Nieren

Nur mal so zur Leistung deiner Nieren:

Deine Nieren reinigen unentwegt dein Blut. 1800 Liter Blut fließen am Tag durch deine Nieren. Aus den 1800 Litern Blut werden am Tag 180 Liter Wasser mit Schadstoffen filtriert: der sogenannte Primärharn.
Weil dein Körper die 180 Liter nicht verlieren darf, konzentrieren deine Nieren den Primärharn auf 1,5 Liter Urin pro Tag. In denen sind alle wasserlöslichen Schadstoffe, die dein Körper entsorgen musss, enthalten.
Hut ab! Für diese enorme Leistung solltest du deinen Nieren erst mal danken.

Deine Nieren erfahren alles!

Alles, was du deinem Körper zuführst und auf irgendeinem Weg in dein Blut gelangt, erfahren deine Nieren. Deine Nieren spüren, wenn Entzündungen in deinem Körper entstehen. Sie haben auch die Aufgabe die Stoffwechselprodukte aller Prozesse in deinem Körper zu entfernen.

Die Nieren sind verantwortlich für:

einen ausgeglichenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
die Regelung des Blutdrucks
die Entgiftung, gemessen an Harnstoff und Kreatinin
die Regelung des Säure-Basen-Haushalts
die Regelung der Bildung roter Blutkörperchen sowie
die Produktion von Hormonen und Enzymen.

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Und wo sind deine Nieren?

Weißt du wo deine Nieren sind und weißt du, wie der Urin von der Niere in die Blase gelangt, auch wenn du auf dem Kopf stehst?

Weißt du, wie groß deine Nieren sind?

Weißt du, wie deine Nieren aussehen?

Warum macht der kalte Stein, auf dem du sitzt, schon mal eine Blasenentzündung?

All diese Fragen und mehr beantworte ich dir in dieser Podcastfolge.

Warum erzähle ich dir das alles?

Die Nieren reinigen das Blut und damit deinen Körper von allen wasserlöslichen Substanzen, die er nicht mehr benötigt. Sie haben noch sehr viele interessante Aufgaben, die sie für dein Wohlbefinden im Stillen erledigen.
Da du sie nicht spürst, hast du möglicherweise auch kein Gefühl dafür, wenn es dir an die Nieren geht. Dein hoher Blutdruck kann sie bedeutsam belasten.
Ich möchte dir ein Gefühl für deinen Körper geben!

Viel Spaß beim Zuhören!

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24 H – oder Ruheblutdruckmessung

Die Ergebnisse der 24 h Blutdruckmessung oder auch Langzeitblutdruckmessung bedürfen genauso wie die häusliche Blutdruckmessung der Interpretation. Sie sollten keineswegs unkritisch zu diagnostischen oder gar therapeutischen Konsequenzen führen.

Die Normwerte

Ein nomaler Blutdruck liegt dann vor, wenn
der Tagesmittelwert des Blutdrucks 135/85 mmHg nicht überschreitet und eine nächtliche Absenkung des Blutdruckes um mindestens 10-15 % gefunden wird.

Warum wird eine 24 h Blutdruckmessung durchgeführt?

Dein Arzt hat entschieden, dass eine Langzeitblutdruckmessung erforderlich ist, weil
– er einen Weißkittelhochdruck ausschließen möchte,
– er Hinweise auf einen sekundären Bluthochdruck sucht,
– er deinen therapeutischen Erfolg dokumentieren will,
– er eine maskierte Hypertonie vermutet
– oder deine häuslichen Blutdruckwerte nicht zu deinen Befunden passen.

Wie wird eine Langzeitblutdruckmessung. durchgeführt?

Im Laufe des Vormittags wird dir eine Oberarmblutdruckmanschette an dem Arm angelegt, an dem dein nächster Blutdruck gemessen wird. Die Manschette wird mit einem kleinen Kasten verbunden. Die Elektronik dieses Gerätes misst im Laufe des Tages in 15 minütigen Abständen deinen Blutdruck und speichert ihn. Im Lauf der Nachtruhe werden die Messintervalle auf 20 min verändert. Wenn du merkst, dass das Gerät die Manschette aufpumpt, solltest du deinen Arm relativ ruhig halten, damit keine Messfehler entstehen. Wenn das Gerät kurzfristig wieder messen möchte, ist die Messung davor häufig nicht verwertbar gewesen. Du musst dir also keine Sorgen machen. Der Beginn und die Dauer des Nachtintervalls werden häufig standardisiert vorgegeben und widerspiegeln nicht unbedingt deine Schlaf – und Ruhegewohnheiten. Daher wird dir dein Arzt ein Protokoll an die Hand geben, indem du deine Aktivitäten mit Zeitangaben erfassen darfst.

Die Beurteilung der Ergebnisse

Hier ist ebenfalls entscheidend, wie gut die Qualität der Messungen und der Erfassung deiner Aktivität ist. Das ist die Aufgabe deines Hausarztes, mit dir gemeinsam eine Interpretation der Werte vorzunehmen. Du solltest immer wieder, auch deine Ruheblutdruckwerte zu Hause bestimmen. Die morgendliche Blutdruckmessung nach dem aufwachen ist verlässlich durchgeführt einer der wichtigsten Parameter, die mit den Ergebnissen der Langzeitblutdruckmessung verglichen werden sollte.

Was hörst du in dieser Podcastfolge?

In der Podcast Folge erkläre ich dir, wie die Interpretation der Langzeitblutdruckmessung erfolgt. Außerdem weise ich dich auf Fehler und Störfaktoren hin, die die Qualität der Messwerte und deren Interpretation einschränken.

Dein morgendlicher Ruheblutdruck ist genau so wichtig. Wie du ihn bestimmst erkläre ich dir hier.

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Deine Eiweißzufuhr und dein Blutdruck


Deine Eiweißzufuhr kann deinen Blutdruck beeinflussen. Eine chinesische Arbeitsgruppe hat herausgefunden, dass Menschen, die ihren Eiweißbedarf aus vielen unterschiedlichen Quellen decken, einen niedrigeren Blutdruck aufweisen.

Nahrungseiweiß
Nahrungseiweiß, unterschiedliche Proteinquellen in deiner Ernährung

Vegetarisch oder vegan?

En vogue ist zur Zeit, auf tierische Eiweiße zu verzichten und sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Die chinesische Untersuchung an sehr vielen Teilnehmern stellt die Monoproteinzufuhr zumindest in Frage. Die Teilnehmer, deren Variabilität der Eiweißprodukte 66% und mehr betrug, wiesen deutlich bessere Blutdruckwerte auf.

Zu wenig und zu viel ist schädlich

Die schlechtesten Blutdruckwerte fanden die Autoren sowohl bei den Teilnehmern mit niedriger Proteinzufuhr als auch mit hoher Proteinzufuhr unabhängig von der Variabilität.

Wieviel Eiweiß darf ich pro Tag essen?

Du solltest etwa 1 g/kg Körpergewicht reines Eiweiß zu dir nehmen. Das bedeutet, dass du bei einem Körpergewicht von 70 kg 70 g Eiweiß am Tag essen kannst. Im Alter kann die Eiweißzufuhr auf 1,2 g/kg steigen. Wieviel Eiweiß du in den einzelnen Lebensmitteln findest, siehst du in der Tabelle.


Lebensmittel
Ungefährer EiweißgehaltPortionsbeispiel
Fisch, Fleischca. 20 % (13-30 %)Fischfilet von 150 g: ca. 30 g Eiweiß
Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen)24 % (trocken)
5-10 % (gekocht)
Gericht mit Linsen (100 g): 7,5 g Eiweiß
Quarkca. 12 %Schälchen Quark von 150 g: 18 g Eiweiß
EiStück: 6-7 g Eiweiß
Milchca. 3 %Glas Milch (200 ml): 6 g Eiweiß
Käse, magerer Aufschnittca. 20 %mittelgroße Scheibe (30 g): 6 g Eiweiß
Nüsseca. 15 % (10-25 %)Handvoll Nüsse (30 g): 5 g Eiweiß
Müsli, Vollkornbrot, Hirseca. 10 %Scheibe Vollkornbrot oder Portion Müsli (ca. 30 g): 3 g Eiweiß
Eiweißgehalt einzelner Nahrungsmittel

Eine positive Nachricht zum Schluss

Eine schöne Nachricht aus der Wissenschaft will ich dir nicht vorenthalten: wir werden immer älter und können uns auch länger an einer guten Gesundheit erfreuen!

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Erhöhte Harnsäure behandeln?

Eine Erhöhung der Harnsäure im Serum (Hyperurikämie) wird sehr oft medikamentös behandelt. Die Harnsäure wird als eigenständiger Risikofaktor für die Entwicklung von Durchblutungsstörungen angesehen. Dabei ist jedoch ihre gefäßschädigende Funktion nicht abschließend festgestellt. Gerade in den letzten Jahren ist durch die Pharmaindustrie eine erneute wissenschaftliche Evaluation der Hyperurikämie vorangetrieben worden, die durch die Entwicklung eines neuen Medikamentes (Febuxostat) zur Behandlung der Hyperurikämie zur Absatzsteigerung initiiert wurde.

Normwerte:

Harnsäure im Blut Normwert: 6,5 mg/dl bei Frauen und 7 mg/dl bei Männern

Dabei müssen wir zwischen einer Harnsäureerhöhung ohne Beschwerden und einer Gicht unterscheiden.

Die Gicht

Die Gicht ist eine plötzlich einsetzende Rötung mit heftigen Schmerzen vor allen Dingen der Großzehengrundgelenke.

Sie ist nicht abhängig von der absoluten Höhe des Harnsäuerspiegels, sondern tritt vor allen Dingen bei plötzlichen Schwankungen der Harnsäure im Blut auf. Wenn die Harnsäure durch übermäßige Zufuhr von purinhaltiger Nahrung schnell ansteigt, wird ein akuter Gichtanfall ausgelöst. Aber auch wenn die Harnsäure plötzlich medikamentös gesenkt wird, kann ein solcher Anfall ausgelöst werden. So muss also die Harnsäure zum Zeitpunkt des Anfalls nicht unbedingt erhöht sein. Wichtig ist: in allen Fällen, in denen eine Gicht nachgewiesen wurde, ist meines Erachtens eine dauerhafte diätetische und ggf. auch medikamentöse Behandlung erforderlich. Die wiederkehrenden Anfälle hinterlassen Spuren an den Gelenken, die zu chronischen Beschwerden und damit zur chronischen Gicht führen können.

Die Harnsäureerhöhung ohne Beschwerden

Die Harnsäureerhöhung ohne Beschwerden wird auch symptomatische Hyperurikämie genannt. Da keine Beschwerden vorliegen, wird diese Veränderung nur zufällig durch eine Blutuntersuchung entdeckt. Hier ist aus meiner Sicht erst einmal keine medikamentöse Therapie indiziert. Denn wir wissen nicht, ob wir durch die Einnahme zusätzlicher chemischer Substanzen, die auch Nebenwirkungen haben, die Prognose verbessern. Im Zusammenhang mit anderen Erkrankung wie z. B. Diabetes mellitus sollte dein Hausarzt mit seiner Kompetenz über eine Therapie entscheiden.

Bluthochdruck und Hyperurikämie

Die häufig verordneten Diuretika in der Blutdruckbehandlung wie Hydrochlorothiazid verhindern die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren. Daher finden wir häufig eine asymptomatische Hyperurikämie bei der Verordnung dieser Substanzen. In diesen Fällen und vor allen Dingen beim Auftreten eines Gichtanfalls sollte aus meiner Sicht auf diese Substanzen verzichtet werden.

Was ist die Ursache der Hyperurikämie

Die Harnsäure stammt aus dem Purinstoffwechsel Die Harnsäure ist das Abbauprodukt von Adenosin und Guanin. Aus diesen Substanzen des Zellkerns wird über einen komplexen Mechanismus Xanthin gebildet. Xanthin wird dann über ein weiteres Enzym zu Harnsäure umgebaut. Sie kann über die Niere ausgeschieden werden.
Die Harnsäure kann also über eine Ausscheidungsstörung in den Nieren (am häufigsten und genetisch vermittelt) und über eine vermehrte Bildung erhöht sein. Hier ist es die Aufgabe deines Hausarztes, zu entscheiden, was bei dir die Ursache und damit der Schlüssel zu deiner sinnvollen Therapie ist.

Therapie

  1. Vermeidung von purinhaltiger Nahrung
  2. Gewichtskontrolle
  3. Reduktion von Alkohol
  4. Erhöhung der täglichen Trinkmenge
  5. ggf. Medikamente (Allopurinol und Febuxostat)

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