Blutdruck wozu?

Blutdruck hat doch jeder oder?

Alle reden vom Blutdruck! Dein Nachbar hat Blutdruck!? Naja wenn du diese Zeilen liest, dann hast du auch Blutdruck! Aber hoffentlich einen normalen Blutdruck!

Blutdruck hat jeder!

Das, was dir schaden könnte, ist nur der zu hohe Blutdruck! Also der Bluthochdruck oder wie die Ärzte es nennen: die arterielle Hypertonie

Und darum dreht sich alles in meinen Podcastfolgen.

Ohne Blutdruck kein Leben

Wusstest du, dass dein Blutdruck wie der Motor deines Körpers funktioniert? Ohne ihn würde nichts in deinem Körper fließen – weder Sauerstoff noch Nährstoffe. In der spannenden zweiten Folge dieses Podcasts erkläre ich dir, warum dein Blutdruck so wichtig ist und wie er auf geniale Weise geregelt wird.

Lass uns eine Reise antreten

Du begibst dich mit mir auf eine Reise durch deinen Körper: Vom ersten Herzschlag, der dein Blut durch die großen Arterien pumpt, bis hin zu den kleinsten Kapillaren, die deine Zellen mit allem Wichtigen versorgen. Ich zeige dir, wie die Elastizität deiner Gefäße den Blutfluss am Laufen hält und wie dein Herz und deine Arterien als perfektes Team arbeiten, um dir ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Aber das ist noch nicht alles! Du erfährst, wie dein Blutdruck durch die systolische (aktive Pumpkraft) und diastolische (elastische Nachwirkung) Phase gesteuert wird – und warum es so wichtig ist, ihn im Gleichgewicht zu halten. Am Ende bist du nicht nur informiert, sondern weißt auch, wie du mit kleinen Maßnahmen deinen Blutdruck selbst in den Griff bekommst.

Mit meinen 30 Jahren Erfahrung als Arzt für Innere Medizin und Nierenspezialist teile ich wertvolle Tipps, die dir helfen, deine Gesundheit langfristig zu verbessern. Höre rein, lerne deinen Körper besser kennen und werde zum Kapitän deines Blutdrucks. Ich freue mich auf dich in der nächsten Folge – und du wirst merken, Wissen kann auch Spaß machen!

Wenn du Fragen hast, kannst du die gerne unter der E-Mail-Adresse: info@runtermitdemblutdruck.de stellen.

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Transkript:

Hallo, hier spricht Harald Wessner vom neuen Podcast „Runter mit dem Blutdruck.“de. Ich bin Arzt für Innere Medizin und Nephrologie, das heißt Nierenarzt oder Facharzt für Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen.

Ich habe diesen Podcast gegründet, um dir meine Erfahrungen aus 30 Jahren Blutdrucktherapie und Diagnostik zukommen zu lassen und vielleicht dir gemeinsam mit deinem Hausarzt die Möglichkeit zu geben, deinen Blutdruck optimal einzustellen. Ziel ist es also, deine Prognose mit deinem Blutdruck zu verbessern und dich in die Situation zu versetzen, mit einfachen Maßnahmen deinen Blutdruck sicher zu kontrollieren.

Dieser Podcast wird dir viele Informationen geben von der Grundlage des Blutdrucks, Grundlage der Blutdruckmessung, die Grundlagen der Blutdrucktherapie und nicht-medikamentöse Therapie, medikamentöse Therapie und alles, was du dir rund um deinen Blutdruck so denken kannst. Die Podcasts werden so etwa 7 bis 8 Minuten dauern, und ich werde in 14-tägigem Rhythmus diesen Podcast weiter veröffentlichen.

Solltest du Fragen zu den einzelnen Podcasts haben oder Fragen zum hohen Blutdruck im Allgemeinen, kannst du gerne auf die Seite „Runter mit dem Blutdruck.“de gehen und dort über einen Link die Fragen an mich versenden, oder du benutzt die E-Mail-Adresse info@runtermitdemblutdruck.de. Nun wünsche ich dir viel Spaß bei unserem ersten Podcast.

Hallo, hier ist wieder Harald Messner mit der ersten Folge von „Runter mit dem Blutdruck.“de. Heute geht es nur darum, zu verstehen, wozu wir überhaupt einen Blutdruck benötigen. Du weißt, dass dein gesamter Körper, der ja nur aus Zellen besteht, mit Sauerstoff versorgt werden muss. Alle deine Zellen müssen Sauerstoff und Nährstoffe bekommen, und dazu benötigst du einen Kreislauf.

Und damit du weißt, wie so ein Kreislauf funktioniert, setzen wir uns mal in ein rotes Blutkörperchen, das sich gerade in der Lunge befindet. Was macht das rote Blutkörperchen in der Lunge? Es wartet darauf, dass du tief einatmest und Sauerstoff an das rote Blutkörperchen lieferst. Das rote Blutkörperchen nimmt den Sauerstoff auf und wandert von der Lunge in den linken Herzvorhof. Von dort aus gelangt es, wenn das Herz sich erschlafft, in die linke Hauptkammer, um dann anschließend beim Zusammenziehen des Herzens zusammen mit 70 ml Blut in die großen Schlagadern ausgetrieben zu werden. Zu diesem Zeitpunkt entsteht auch der Puls, den du an deinem Handgelenk tasten kannst.

Das rote Blutkörperchen wandert dann zusammen mit den anderen roten Blutkörperchen und den 70 ml in die Arterien hinein, und die Arterien teilen sich auf, bis sie zu ganz kleinen Arterien werden, und von den kleinen Arterien teilen sie sich weiter auf, um dann anschließend in die Kapillaren zu gelangen. In den Kapillaren hat das rote Blutkörperchen dann die Aufgabe, den Sauerstoff an die Zellen abzugeben und die Abfallprodukte, die beim Verarbeiten des Sauerstoffes in den Zellen entstehen, wieder aufzunehmen. Und anschließend wandert das rote Blutkörperchen dann wieder zurück über die großen Venen zum rechten Herzen, wo dann das rechte Herz das Blut und das rote Blutkörperchen besonders wieder in die Lunge pumpt. Dort kann es dann das CO2 abgeben und erneut O2 aufnehmen.

Du siehst also, wir haben einen tollen Kreislauf, der alle Zellen in der Lage ist, mit Sauerstoff und natürlich auch mit Substraten zu versorgen. Und damit dieser Kreislauf in Gang bleibt, brauchen wir einen Blutdruck, denn eine Flüssigkeit fließt nur dann, wenn sie sozusagen sich in ein Druckgefälle hineinbegibt. Das heißt, wenn das Herz pumpt, zu dem Zeitpunkt entsteht der höchste Blutdruck, den du auch als Pulswelle tasten kannst. Und diesen Zeitpunkt, wo dieser höchste Blutdruck entsteht, den nennt man die Systole. Das kommt aus dem Griechischen, das bedeutet, dass das Herz sich zusammenzieht. In dieser Systole misst du dann diesen höchsten Blutdruck, das ist dann der systolische Blutdruck.

Und noch könnte man meinen, wenn das Herz erschlafft, dann steht das Blut still und es fließt nicht weiter, weil ja kein Motor mehr da ist. Diese Annahme ist aber falsch, denn der liebe Gott oder die Natur hat sich was ganz Tolles einfallen lassen. Sie hat nämlich den großen Athen, vor allen Dingen der Aorta, eine elastische Wand gegeben. Diese elastische Wand, die dehnt sich aus, wenn das Herz die 70 ml Blut ausschlägt. Und wenn das Herz dann wieder erschlafft, zieht sich diese elastische Wand wieder zusammen und treibt das Blut, was gerade ausgeworfen ist, durch das Zusammenziehen weiter in die kleinen Gefäße hinein.

Das bedeutet, aus dem pulsatilen, also stoßweisen Blutfluss wird durch die Elastizität der Gefäße ein kontinuierlicher Blutfluss. Und dieser kontinuierliche Blutfluss führt dazu, dass es auch in der Phase, wo das Herz nicht schlägt, zu einem Blutdruck kommt. Und dieser Blutdruck, der nennt sich der diastolische Blutdruck. Das ist der Blutdruck, der zu dem Zeitpunkt entsteht oder vorhanden ist, wenn die Gefäße sozusagen ihre Elastizität nutzen, um das Blut nach vorne zu treiben. Der hohe Blutdruck, den wir zuerst messen, ist der systolische, und der niedrige Blutdruck, den wir dann zunächst messen, ist der diastolische.

Und aus einem pulsatilen, aus einem stoßweisen Ausströmen wird ein kontinuierlicher Strom, der sozusagen das ganze Gefäßsystem versorgt. Das bedeutet, wir haben eine dauerhafte Strömung unserer Gefäße mit Blut, damit eine dauerhafte Versorgung unseres gesamten Körpers mit Sauerstoff. Wie wichtig diese Durchblutung im Sinne des Kreislaufes ist oder dieser Kreislauf ist, sieht man auch daran, dass wir uns zum Beispiel in der Situation, wo ein Kreislaufversagen auftritt, am ehesten darum kümmern, dass dieser Kreislauf wieder in Gang kommt, indem wir zum Beispiel eine Herzdruckmassage machen, um das Blut wieder weiterzutreiben.

Du hast also heute gelernt, es gibt einen systolischen und einen diastolischen Blutdruck, der einmal durch die Herzkraft und zum anderen durch die Elastizität der Gefäße erzeugt wird. Der Blutdruck ist der Motor für den Fluss des Blutes und damit auch für die Ernährung aller Zellen. Ich danke dir für dein Zuhören heute. Beim nächsten Mal werde ich dir erzählen, wie denn die Regulation, also wie die Höhe des Blutdruckes, reguliert werden wird. Und ich freue mich, wenn du in 14 Tagen wieder einschaltest. Dein Harald Messner.