Transkript
Wechseljahre und Bluthochdruck, also ein sehr spannendes Thema. Je mehr Aufklärung passiert, desto besser, weil ich feststelle, dass viele Frauen doch noch in den Wechseljahren ein bisschen im Dunkeln tappen. Es findet tatsächlich ein Transformationsprozess auf allen Ebenen statt, also psychisch und körperlich, und das gleichzeitig. Wenn aber man diese Transformation zulässt, dann können ganz neue Energien sich freisetzen.
Viele Frauen kriegen in der Menopause oder bekommen in der Menopause einen hohen Blutdruck, und da habe ich alles erzählt, wie das zusammenhängt, dass das mit dem Östrogenspiegel zusammenhängt, dass der Progesteronspiegel sinkt, und dass dann irgendwelche Rezeptoren sich vermehren. Da habe ich mir gedacht, das habe ich viel als Mann erzählt, und jetzt habe ich mir gedacht, weil meine Tendenz ist es ja, die Menschen in die Selbstermächtigung zu bringen, und deswegen kann nicht das Ziel sein, einfach zu sagen: „Boah, wir ersetzen jetzt Östrogen und Progesteron, und dann haben wir das Thema Wechseljahre nicht mehr.“ Nein, das Ziel muss sein, in die Selbstermächtigung zu kommen. Und in die Selbstmächtigung zu kommen, das kann ich als Mann nicht rüberbringen, das muss eine Frau rüberbringen. Und deswegen habe ich heute Nicole Kaps am Mikrofon sitzen und auch am Bildschirm, eine Zoom-Konstellation hier, wo wir beide, oder vor allen Dingen Nicole, über die Wege der Frau in oder durch die Menopause erzählen kann. Ja, sie ist sehr kompetent, sie hat eine sehr schöne Webseite über spuerbar-schoener.de, kannst du dir merken, wird verlinkt hinterher, hat dort auch 2 Bücher veröffentlicht über das Thema, ist in zahlreichen Journalien unterwegs, aktiv auf Facebook und aktiv auf TikTok und aktiv auf YouTube. Und da habe ich gedacht, boah, die Frau muss Kompetenz haben, und deswegen bin ich riesig froh, dass heute Nicole Kaps mit mir am Mikrofon sitzt. Hallo Nicole, grüße dich.
Ja, hallo Harald, vielen Dank für die Einladung, und ja, bin gespannt, wie kompetent ich rüberkomme und welchen Beitrag ich tatsächlich für dieses tolle Thema oder wichtige Thema sein kann, Wechseljahre und Bluthochdruck, also ein sehr spannendes Thema, und ich bin froh, dass ich dass du mich heute dazu eingeladen hast, dieses Interview zu führen. Je mehr Aufklärung passiert, desto besser, weil ich feststelle, dass viele Frauen doch noch in den Wechseljahren ein bisschen im Dunkeln tappen, weil zu wenig Aufklärung tatsächlich passiert, was welche Symptome eine Frau in dieser Zeit begegnen kann, oder auf welche Herausforderungen man stößt in dieser Zeit.
Nicole, ich frage mich, wie man als junge Frau vielleicht auf dieses Thema überhaupt stößt und wie die Entwicklung, deine Entwicklung zu diesem Thema war. Vielleicht kannst du uns da mal mitnehmen. Ich finde das total interessant, dass man plötzlich sagt: „Oh, das könnte jetzt mein Thema sein.“
Erstmal vielen Dank für das Kompliment, junge Frau. Tatsächlich bin ich 57 Jahre und bin voll in den Wechseljahren, und das war so ein schleichender Moment, und es hat mich ziemlich auch ziemlich eiskalt erwischt, so mit ersten Schlafstörungen. Das fängt ja meistens damit an, aber tatsächlich, wie bin ich dazu gekommen? Meine Reise hat vor 25 Jahren angefangen, und zwar mit einer einzigen Frage: Warum wir Dinge tun, die uns nicht gut tun, und warum sagen wir ja, ob innerlich schon alles schreit. Und diese Frage hat mich zu zig Ausbildungen und Weiterbildungen geführt, zu Coaching, systemische Stellen, NLP, Aura-Chirurgie, CQM, und, und viele andere Dinge noch dazu. Und schlussendlich hat mich die Frage zu mir selber geführt, und deshalb weiß ich aus eigener Erfahrung, dass genau in den Wechseljahren wir da so viele Glaubensmuster oder stille Überzeugungen, die wir mal abgekauft haben, die gar nicht uns sind, die ploppen in den Wechseljahren wieder auf.
Mhm. Darf ich mal fragen, wie man als 21-Jähriger kommt, sich diese Frage zu stellen? Ich habe gerade überlegt, wie ich mit 21 war, wenn mir diese Frage nicht eingefallen ist, muss ich ehrlich gestehen.
Ja, durch einen nicht ganz, ja, durch einen Vorfall, durch einen Unfall, den ich hatte, mit dem Auto, und ich hatte sehr viel Glück, dass mir gar nichts passiert. Das Auto war Totalschaden, und ich habe Gott sei Dank auch niemand anders verletzt. Und in dieser Zeit war ich so auf der Überholspur, also höher, schneller, breiter, immer Volldampf, und dieser Unfall hat mich ziemlich zurückkatapultiert in das Hier und Jetzt, in mein Leben, und damit habe ich mich eben angefangen zu beschäftigen: Ja, was ist eigentlich los mit mir, warum ist mir das passiert, um nicht so arg in die Esoterikwelt jetzt einzutauchen. Aber ich habe dann angefangen zu hinterfragen, was, was, was, warum ist mir das passiert, genau, was ist da los in meinem Energiefeld.
Solche Ereignisse im Leben, die sind immer so, die bremst man sich mal aus und betrachtet sich dann nochmal, ne?
Genau. Wo kam denn das Höher, schneller, weiter her? War das so eine Prägung, oder wolltest du jemandem was beweisen, oder dir was beweisen?
Vielleicht aus beiden war es. Also die Prägung ganz sicher von der Erziehung her: Leistung, nur wenn man Leistung erbringt, dann ist man wer, dann wird man angesehen. Und natürlich wollte ich wahrscheinlich auch anderen Menschen beweisen, dass ich was kann, dass ich was drauf habe, und ich glaube, das ist halt so Frauen, steckt es in vielen Frauen drin, so Leistung zu bringen, zeigen, dass man was kann, weil durch Leistung, so habe ich das gelernt, wurde man dann gesehen, auch hat man vielleicht mal eine Extra-Achtsamkeit bekommen oder Aufmerksamkeit. Ja, da kommt das ganz sicher her, oder kam das her.
Ja. Und dann hast du dich plötzlich mehr mit esoterischen Fragen beschäftigt, oder war das so einfach nur die Forschung nach dem Sinn des Lebens? Wie war das?
Also in erster Linie wollte ich mich halt besser kennenlernen, warum ich Dinge tue, die ich eigentlich nicht tun will. Und mich trifft dieser Satz natürlich extrem: Warum sage ich ja, obwohl ich nein meine. Und deshalb, ich wollte das auf jeden Fall für mich erkennen, welches Muster mich da antreibt, was dahinter sich verbirgt, was für Glaubenssätze oder eben auch die Überzeugungen, die ich sicherlich übernommen habe, die gar nicht meine sind. Und deshalb habe ich mich ganz stark mit dieser Frage eben auseinandergesetzt, und sie hat mich schlussendlich zu mir selber geführt. Also ja, und deshalb, ich bin sehr dankbar, hört sich jetzt komisch an, aber ich bin sehr dankbar, dass mir das damals passiert ist, weil das hat mich eigentlich zurückgebracht zum Eigentlichen, ja, sonst wäre ich wahrscheinlich, ich weiß nicht, ja, wäre mir vielleicht noch mehr passiert.
Das sind immer so Dinge, bis man mal versteht, woher man kommt. Ja, die Seele, ich meine, wenn man das aus astrosophischer Sicht sieht, wird einem die Seele immer den Weg zeigen, den sie gehen möchte, indem sie dann Unterbrechungen setzt, ne? Und da sind wir bei Unterbrechungen, und da sind wir eigentlich schon wieder, oder sind wir schon bei unserem Thema, bei der Menopause. Da ist ja auch quasi so eine Unterbrechung dieses normalen Lebens da. Vielleicht kannst du mal erzählen, wie du auf die Idee gekommen bist, dieses Menopausen-Thema anzunehmen.
Ja, ich habe ja eingangs erzählt, dass mich diese Geschichte zu ganz vielen Weiterbildungen, Ausbildungen gebracht hat, und ich tatsächlich NLP-Trainer bin, Coach, und ich begleite schon viele Paare, Menschen, jetzt natürlich insbesondere viele Frauen, die mit ihrem Leben, ja, auch anfangen, sich zu hinterfragen: Warum passiert mir das, ich stoße immer wieder an dieselben Grenzen. Und da ich selber jetzt halt in den Wechseljahren bin und mein Klientel auch in diesem, also in diesem Alter, Struktur sich befindet, lag es für mich jetzt eben nahe, mich noch mehr mit diesem Thema auseinanderzusetzen, auch hier wieder: Warum, was passiert da. Weil das interessiert mich immer, warum der Mensch da ist, wo er heute ist, schon immer. Schon als kleines Mädchen hat mich das interessiert, und jetzt interessiert mich das natürlich: Warum unser Körper, was will er uns signalisieren, warum beginnt da ein Umbruch, und was macht das mit uns. Ja.
Wenn du jetzt dich so aktuell betrachtest, hat dir das mit einer Symptomatik begonnen, oder beginnt das meistens mit einer Symptomatik, oder ist das so, dass das sehr, sehr unterschiedlich ist zwischen den Frauen?
Also die Wechseljahre erleben tatsächlich die Frauen schon unterschiedlich. Manche Symptome sind stärker verankert bei manchen Frauen als bei anderen Frauen, aber die meisten, auch so bei mir, hat es, fängt es an mit den ersten Zeichen von Schlafstörungen. Man schläft nicht mehr so gut, man schläft nicht mehr durch, und vor allen Dingen, man schwitzt eher in der Nacht. Das ist so das erste Anzeichen davon, dass man entweder in der Prämenopause oder schon in den Wechseljahren ist, ja, oder die beginnende Wechseljahrsthemen.
Mhm. Was packt das, macht das seelisch mit dir? Ist das ein Aufwecker, was da passiert, oder wie ist das für dich?
Also die Frauen, hm? Ja, die Frauen, also seelisch, natürlich würde ich sagen, dass es hier schon Raum braucht, dann eben die Gefühle hier zuzulassen, also weniger dagegen angekämpft wird, oder Scham auch, ne, eventuell liegt ja auch ein Partner nebendran, und man ist so völlig nassgeschwitzt oder schwitzt das ganze Bettzeug durch. Fühlen sich viele Frauen natürlich, schämen sich dafür, und da fängt das Ganze noch mehr an, sich zu verstärken, mehr man sich selber keinen Raum dafür gibt oder auch nicht mit dem Partner dann darüber spricht.
Mhm. Ja, weil man das selber ablehnt. Ich glaube, die Akzeptanz ist entscheidend in so einer Situation, dass man selber sagt: Ja, ich bin jetzt in der Situation, und ich darf das jetzt mal akzeptieren. Was ich so empfinde, ist, so wieder von der männlichen Seite, die Frau ist ja biologisch gesehen, wird ja eine wichtige Phase für die Frau auf, nämlich die Phase, wo sie eben halt Kinder gebären und versorgen kann. Das ist so das, was ich aus dem, sag ich mal, so ganz locker astrosophisch dieses Mondige nenne, das heißt also im Prinzip die Versorgungssituation. Und jetzt plötzlich wird die, endet die Versorgungssituation und eröffnet eigentlich eine Möglichkeit der Selbstfindung, nämlich dass man selber für sich aktiv wird. Findest du das genauso, oder ist das eine Fehlinterpretation von meiner Seite aus?
Nein, es ist keine Fehlinterpretation. Man muss es nur zulassen, weil es findet tatsächlich ein Transformationsprozess auf allen Ebenen statt, also psychisch und körperlich, und das gleichzeitig. Und das kann natürlich am Anfang etwas zu Verwirrung führen, und man stellt sich oftmals in Frage, man stellt sein Umfeld in Frage, seine Partnerschaft. Und wenn aber man diese Transformation zulässt, dann können ganz neue Energien sich freisetzen, und das beschreiben auch viele Frauen, dass es ein Gefühl ist von: Ich bin freier, ich bin klarer, und sie können viel lieber dann, viel eher ihr Leben leben. Und da kommt eben mein Spruch her: Spürbar schöner. Ja, sehr schön.
Ja, ich glaube, dass auch dieses für mich der Weg ist für die Patientin, die gerade unter einem hohen Blutdruck in der Phase ist, weil da sind es nicht nur die Rezeptoren, die drücken, sondern dann drückt auch dieser innere Kampf erstmal gegen die Situation. Das ist der eine Punkt, sehr wahrscheinlich. Und der zweite Punkt ist, dass ja jetzt so eine Art Selbstermächtigungsaufforderung dabei ist, und wenn du der nicht nachkommst und die nicht aktiv lebst, dann steht ja auch ein Druck in dir, und das macht den hohen Blutdruck, glaube ich, das schon Zusammenhang ist.
Ja, also da besteht sicherlich, wobei ich bin jetzt keine Ärztin und keine Heilpraktikerin. Alles gut. Medizinisch kann ich jetzt da nicht so viel dazu sagen, aber tatsächlich, der Östrogen, der fällt ab, und aus meinen Coachingerfahrungen ist es eben, sehe ich das zusätzlich, dass Dauerstress und dieses permanente Funktionieren das ganz oft verstärken, eben der Bluthochdruck, ja. Und ja, und ich denke, das hängt damit zusammen, wenn der Bluthochdruck steigt, dass da der Stress dahinter sich verbirgt, und der Dauerstress und dieses Nicht-Funktionieren und dieses ständig Funktionieren, die Frau stellt sich zurück, eben, du hast es erwähnt, die Kinder sind vielleicht aus dem Haus, der Partner macht immer noch seine eigene Geschichte, nur für die Frau verändert sich in dieser Zeit eben noch das, der Fokus verändert sich. Und wenn dann die Frau sich da ständig selber übergeht, das nimmt am Ende ihre Vitalität und die Freude, ja, und dieses Nicht-mehr-Teilhaben an Glück oder Freude, das wirkt sich ganz sicher auf das körperliche Bewusstsein aus, und unter anderem kann sich das auf Bluthochdruck auswirken, ja.
Ja, weil die Leichtigkeit geht dann so verloren, ne, mit der man das Thema so angeht. Wie gehst du denn mit den Frauen, die sich bei dir melden, um was, gibst du denen für Ratschläge, was gibst du denen für Möglichkeiten, das würde ich gerne wissen.
Also wenn eine Frau zu mir kommt, dann sehe ich das nicht nur das Symptom, ja, sondern ich betrachte sie ganzheitlich, und zwar: Ich bin der Meinung, dass Heilung auf allen Ebenen stattfinden sollte.
Der Körper in den 30er Jahren braucht sicherlich eine andere Unterstützung als jetzt ein Körper ab 50 oder schon ab 45. Da brauchen wir ausreichend Schlaf, Bewegung und die richtige Versorgung. Auch hier wieder leiden ja viele Frauen unter einer Gewichtszunahme und haben dann das Gefühl, weil sie haben vorher noch nie einen Dauerlauf gemacht, also sind noch nie joggen gewesen, und haben das Gefühl so, weil der Mann vielleicht gesagt hat: Mensch, jetzt mach doch mal mehr Sport, ne, mach doch einfach mehr Sport. Bewegung ist schon gut, aber auch hier einfach mal den gesunden Menschenverstand walten lassen und sagen: Okay, jetzt habe ich 30 Jahre keinen Dauerlauf gemacht, und jetzt kaufe mir Sportschuhe und Jogginganzug, und jetzt gehe ich durch den Wald und laufe. Das ist natürlich auch kontraproduktiv. Also hier würde ich eher auf moderate Bewegung, vielleicht Yoga, Meditationen, schöne Spaziergänge würde ich eher raten.
Dann auf geistiger Ebene würde ich auch, da arbeite ich ja, das ist ja mein Steckenpferd, auf geistiger Ebene eben mal zu erkennen, was sind denn da noch für Glaubenssätze tatsächlich aktiv. Und viele, und ich denke eben als NLP-Trainerin, denke ich mir, dass hier viele Frauen tragen Denkmuster in sich, die sie nie bewusst gewählt haben, eben mit dem Leistungsdruck oder: Ich werde nur geliebt, wenn ich das und das mache, oder: Ein braves Mädchen sein, ja, sei einfach ein braves Mädchen. Und ich denke, hier ist wirklich der größte Hebel, mal Dinge zu betrachten: Was trage ich denn da in mir, was ploppt da noch hoch. Weil in den Wechseljahren ploppen genau solche alten Glaubenssätze hoch, wie: Also habe ich das jetzt verdient, jetzt habe ich das ganze Leben nur geschafft, gemacht, funktioniert, war für den Mann da, für die Kinder, und jetzt das: Habe ich das verdient, verstehst du? Und das ist was ganz stark, und das führt natürlich zu Stress, und das kann eben massiv auf den Blut, also auf den Bluthochdruck sich auswirken. Und Lebensqualität insgesamt, ne? Lebensqualität, genau, ja.
Und eben, ich habe es vorher erwähnt, auf der seelischen Ebene braucht es einen Raum, das zuzulassen, weil viele Frauen haben jahrelang ihre Gefühle einfach nicht zugelassen, weggedrückt. Dazu gehöre ich auch, einfach: Ich zeige nichts, ich gehe da durch, ne, nehme das an. Aber tatsächlich macht es Sinn, dass man eben einen Raum gibt, wo man wütend sein darf, wo man Trauer haben kann, aber auch Freude. Und deshalb, also wenn jemand zu mir kommt, schaue ich das wie in Hologramm an und gucke: Wo sind hier die Ansatzpunkte, genau.
Kannst du vielleicht mal so ein konkretes Beispiel mal geben, vielleicht, dass es sich ein bisschen mit Leben füllt? Das ist schon verständlich im Zusammenhang, aber was will, was passiert dann mit den Menschen, deiner Erfahrung nach, wenn sie bei dir sind, und mit welchen exakt, welchen Beschwerden, und wie gehst du das an?
Gut, also ich meine natürlich immer, ich frage immer natürlich als erstes: Warum sind sie bei mir? Ja. Und tatsächlich möchte ich aber mittlerweile, das ist auch so eine neue Erkenntnis, möchte ich gar nicht mehr so viel von ihrer Vergangenheit wissen oder was sie tatsächlich belastet, weil dann bleibt man immer in diesem Feld. Richtig. So. Und das möchte ich eigentlich nicht. Ich möchte ja diese Person aus diesem Feld in ein anderes Feld, wo sie sich dann mit neuen Energien, mit neuen Frequenzen halt befüllen kann. Und Körperarbeit sehe ich derzeit bei mir als das Wichtigste an, da muss man nicht groß reden, und durch die Körperarbeit, durch Berührung, durch Rhythmus oder durch Vibration können ganz viele Emotionen sich hier lösen. Also tatsächlich, wenn man zu mir kommt, ich will nicht gerade sagen, dass es wie in einem Kloster ist, also Stille, aber ich möchte gar nicht mal großartig wissen, warum, weshalb, woher. Mhm. Sondern ich, mir rühren eine neue Suppe an.
Das ist super. Und wie lange dauert das, wie viel Behandlung machst du dann? Sind die, bleiben die bei dir, ist dann wie im Hotel, oder sind das Leute, die um dich herum wohnen und alle paar Tage mal kommen?
Also tatsächlich kommen auch viele. Ich bin auch kein Freund, dass ich Kunden jahrelang begleite, möchte ich nicht. Ich möchte eben, dass sie sehr schnell in ihre Selbstermächtigung, das hast du eingangs erwähnt, kommen, dass sie raus aus der Opferhaltung rein wieder in ihr, also ihr Leben in die Hand nehmen. Deshalb bin ich ein Freund davon. Natürlich hilft es sehr stark, wenn der Kunde mitarbeitet und mithilft. Es gibt tatsächlich welche, da ist es sehr, ist es schwieriger, weil manche Themen oder manche Kunden wollen auch in ihrem Drama bleiben, wo sie sind, ja. Die sind aber nicht die Richtigen für mich. Die schließe ich gleich mal aus, weil ich will nicht im Drama bleiben, und mein Thema ist eben: Ich will sie in die Selbstermächtigung führen, weil das macht einfach viel mehr Spaß.
Also, wie kommt man zu mir? Man kann, man kann durchaus manchmal über Zoom eine Behandlung machen. Tatsächlich liebe ich es aber lieber offline zu arbeiten, den Kunden da zu haben, mit ihm körperlich zu arbeiten, und ich habe verschiedene Kunden, die kommen auch weiter her. Wenn es einem wichtig ist, denke ich, muss der Coachee, das ist auch so ein Ansatz von mir, sich bewegen, weil mit diesem Bewegen verändert sich eben schon was. Ja.
Wenn du jetzt so überall deine Beratung, die du gemacht hast, schaust, was überrascht die Frauen eigentlich am meisten, wenn sie kommen? Was ist die so, die zentrale Erkenntnis, die sagen: Boah, das habe ich so bei mir nicht gesehen?
Also die meisten Frauen, die kommen, haben ja erstmal ein verzerrtes Bild über sich selbst. Das entspricht nicht der Realität. Mhm. Und mit verschiedenen Techniken kann man mal die Perspektive wechseln, und ja, durch dieses Perspektivenwechseln sehen sie sich auch mal in, kann man in einer Beobachtersituation oder Meta-Modell sie bringen, Meta-Situationen bringen, wo sie sich einfach mal anders betrachten. Für viele Frauen sind ganz viele Dinge so selbstverständlich, eben, sie übergehen sich hier einfach, sie nehmen die Dinge so hin und sagen: Ja, das ist doch jetzt nicht, ja, das habe ich halt einfach mal so gemacht. Klar, ich arbeite 12 Stunden, wasche die Wäsche und mache dies und ja, das ist doch nicht so, ne. Man nimmt es, man übergeht, man übergeht sich einfach, man nimmt sich nicht mehr selbst als wichtig. Man stellt sich selber nicht mehr in den Fokus. Und ich glaube, da ist schon der erste Ansatzpunkt, und da haben viele Frauen so: Aha, das ist gar nicht so normal, aha, okay. Mhm. Also ein. Ich weiß nicht, ob man das so rüber, ob ich das so rüberbringe, aber ja.
Super, super. Also ich bin ja so ein Fan des Wortes Eigensinn. Das hat nichts was mit Egoismus zu tun, sondern das hat was damit zu tun, dass man sich selber in seinem Leben einen Sinn gibt, Eigensinn, ja. Ja. Ja, und ich glaube, das ist auch was, da wird quasi nach dieser mondigen Ernährungsphase, die die Frau dann für die Kinder oder die Familie erbracht hat, plötzlich das Thema Eigensinn geweckt. Das war so super schön dargestellt.
Wenn ich jetzt darauf gucke, was wird, wenn die Frauen so kommen, was haben die am häufigsten nicht gesehen oder worauf haben sie am wenigsten geachtet in ihrem Leben?
Ich denke, Nein sagen, Grenzen setzen. Das ist schon das größte Thema, mit dass Frauen eine Challenge haben: Nein sagen, Grenzen setzen, ja. Ja. Ja. Ja.
Was, wenn du jetzt Frauen betrachtest, die mit ihren Wechseljahren wenig Probleme haben oder gar nicht verspüren, im Vergleich zu denen, die ein maximales Thema mit diesen Wechseljahren haben, wie würdest du, woran unterscheiden die sich?
Es gibt tatsächlich Frauen, die haben dieses Kein-Wechseljahrs-Thema. Mhm. Und es gibt eben Frauen, die haben sehr viel, also die haben überdurchschnittlich viel Symptome. Und es gibt wissenschaftliche Dokumentation, aber meine Erfahrungen sind jetzt, die ich jetzt aus dieser Coachingzeit nehme und auch aus meiner Community: Je weniger Stress du in deinen 20ern und 30ern hattest, desto weniger hast du Wechseljahrs-Themen. Das sind meine persönlichen Beobachtungen.
Super. Für dich tue. Also je freudvoller du in den 20ern mit dir umgehst und schon ein gesundes, ein gesundes Selbstwert hast und dich nicht von außen prägen lässt oder von außen zu arg beeinflussen lässt, hast du weniger, das sind meine, nochmal meine Beobachtungen, weniger Auswirkungen in den 50ern, in den 60ern mit Wechseljahren. Ja, weil einfach der Sprung ist ja, warten wir gerade, erarbeitet ist ja eigentlich zum Eigensinn oder zur eigenen Persönlichkeit, und wenn du die vorher, vorher auch in der anderen Zeit entwickelst. Ja. Dann hast du die eigene Persönlichkeit und empfindest dann diese Loslösung von der Tatsache: Wow, jetzt bin ich einfach nicht mehr dafür da, die Familie zu versorgen, sogar als Erleichterung, und sagst: Oh, jetzt habe ich eine neue Chance. Ist das so?
So ist das, ganz genau. Weil eine Frau, die ihren Eigensinn hat, kennt ihr Selbstwert, die kennt ihre Ressourcen, die kennt ihre Erfahrungen, und die ist eben in der Selbstermächtigung. Und um das geht es. Und andere, und dazu habe ich auch lange dazugehört, deshalb eben, warum tue ich Dinge, die ich nicht tun möchte, habe ich zu lang mich von außen auch führen lassen, zu lang im Außen gelebt und zu lang nach Mustern gelebt, die gar nicht meine waren, weil ich dachte, es ist richtig so. Und dann bleibt man oft immer Opfer. Und das Opferdasein, das minimiert dich so dermaßen, der Selbstwert, du traust dich am Ende gar nicht, gar nichts mehr zu. Und dann, wenn du eben dir nichts mehr zutraust, dann bist du natürlich, kann jeder mit dir machen, was er will, bist du ausgesetzt, ausgeliefert, und dann bist du Opfer, und dann passieren dir natürlich immer wieder die Dinge, ja.
Mhm. Das ist sicher sie, wo, das Thema der Selbstfürsorge, so, ne, dass man einfach sich auch in jüngeren Jahren immer fragen sollte: Was ist denn das, was dich jetzt am besten bewegt, was du jetzt machen kannst, was du jetzt tun kannst? Und ist das jetzt, was ich tue, wirklich mein Ding und nicht irgendwelcher gesellschaftlichen Normen entsprechen?
Das finde ich auch total wichtig, also die gesellschaftliche Norm ist da so. Das trifft ja deine Generation, ich habe jetzt mal so ein bisschen nachgerechnet, du bist in der Situation, ich sage mal so, Pluto ist für mich immer der Zeichen, wie eine Generation ist, und da war Pluto in der Waage während der Zeit, und das ist diese Generation, ja, die haben gemeinsam vor dem Fernseher gesessen mit ihren Eltern und haben sich schöne Bilder von Daktarie und von J.R. Ewing angesehen, und daher kommt das Weltbild auch dementsprechend. Ich muss diesem Weltbild einer heilen Familie entsprechen, aber nicht dem Eigenbild, und das finde ich eine wichtige Frage für mich, ob du da Erfahrung hast, wenn es eine andere ältere oder jüngere Kollektiv gibt, was, ob die anders reagiert.
Ich denke an meine Mutter, so denke, die hat die Wechseljahre irgendwie nicht erlebt, oder so, ich habe so jedenfalls nichts davon mitgekriegt, sage ich mal so ganz vorsichtig. Gut, ich bin mit 18 zu Hause, aber ich habe sie ja immer begleitet bis zum Tod, da war nie das Thema, ne.
Ja, das ist sehr interessant. Also ich denke, die Frauen hatten das garantiert auch, aber man hat nicht darüber gesprochen, man hat es halt einfach ignoriert oder weggesteckt. Und weil, meine Mutter hat auch nie darüber gesprochen, meine Oma auch nicht, und von daher weiß ich tatsächlich nicht, hatten sie keine oder haben sie es, oder haben sie es selber nicht wahrgenommen, weil das eine Generation war von: Stell dich nicht so an, ne, komm, nur die, geh einfach da durch. Die hatten weniger Vergleiche.
Mhm. Die waren mehr in ihrer Gemeinschaft. Heute, in meiner Generation, ich habe Vergleiche, ich bin global, ich habe Internet, ich kann nach USA schauen, ich kann nach Dubai schauen, und ich glaube, dieses Vergleichen verstärkt manche Symptome auch. Durch das Vergleichen sieht man den Verfall der eigenen Attraktivität, ich sage es mal ganz brutal. Und da ist die Gesellschaft heute halt gnadenlos. Wenn du dich selber nicht mehr attraktiv fühlst oder diesem Attraktivitätsprotokoll nicht mehr entsprichst oder du glaubst, du entsprichst da nicht mehr, das löst eben der Stress aus. Und dieser Stress manipuliert deinen Körper dermaßen, dass eben die Symptome eher eine Chance haben, zum Ausbruch zu kommen.
Die damalige Generation, eben deine Mutter, meine Mutter, die waren in ihrer Gemeinschaft, die haben die Nachbarin von nebenan gekannt, und die hat genauso ausgesehen wie sie, ja. Und heute, durch das Ganze mit KI und mit, du kannst ja Fotos anders darstellen, wie man tatsächlich ist, schöner, längere Haare, keine Falten mehr, und durch die ganzen Stars, was ja viele als Vorbild nehmen, da, und da beginnt der Vergleich, und ich glaube, dieser Vergleich löst eine Bewertung aus. Und diese Selbstbewertung, da kann man meistens nur selber verlieren, und ich glaube, damit hängt auch viel zusammen, dass diese Symptome einfach verstärkt werden. Das ist aber meine persönliche Meinung.
Die Meinung ist super gut, ich lege noch einen drauf, und zwar, weil die Menschen neigen ja zu, sich selber zu bewerten. Was heißt, wenn du dich selber bewertest und dich selber schlecht bewertest, dann bist du in dir nicht stabil. Du gibst dir nicht den Selbstwert. Wenn jemand sagt: Boah, ich bin jetzt eben mal, ich bin jetzt 72, bin ich wirklich, und ich mache jetzt, bin jetzt so, und ich sehe jetzt so aus, und ich habe so viel Erfahrung, und ich bin so jung, mit so viel Erfahrung in diesem Leben, dann akzeptiere ich mich selber, ja. Und wenn ich in meinem selben, mich selber akzeptiere und selber sage: Boah, ich bin das, dann kann ich, geht es um mein Äußeres gar nicht. Dann geht es darum, wie ich mich selber in diesem Leben fühle, und so eine Ausstrahlung und so eine Energetik sende ich raus.
Wenn ich Menschen sehe, die sich zum Beispiel verändern, äußerlich, weil sie sich sozusagen selber nicht mehr lieben, die strahlen für mich keine positive Energetik aus. Mhm. Ich glaube, dass Menschen nicht attraktiv sind, weil sie hammertoll aussehen, sondern Menschen sind attraktiv, wenn sie energetisch authentisch rüberkommen. So bin ich, ne. Und das ist, glaube ich, das der große Unterschied.
Das ist auch gerade, ich sage das in dieser Generation, Pluto in der Waage, Waage ist Venus, da ist das wichtig: Boah, ich darf jetzt nicht ab, darf jetzt nicht, muss diesem Schönheitsideal entsprechen, und das muss ich bis sozusagen ich in der Kiste liege, wenn ich das locker sage, so machen. Und das geht gar nicht, weil sie kommen nicht, bleiben nicht bei sich selbst. Und das ist, glaube ich, auch eine Erziehungsfrage oder eine Erlebnisfrage: Hey, wer bin ich, wenn ich dankend auf einer Insel stehe? Habe ich dann noch einen Selbstwert, ne. Und das ist, und da ist ein ganz wichtiges Thema.
Entschuldigung, mein Interlud, weil das ist immer so für mich ein ganz entscheidender Punkt. Nicht, weil ich die Leute verurteile, sondern nein, aber weil sie sich fragen dürfen: Was ist mein Selbstwert? Ja, um das geht es ja immer, weil der Selbstwert bestimmst, bestimmst du. Aber du, wenn man nur auf äußerlichen oder nur von außen, ja, wenn zu viel von außen eingeht, oder du machst dich zu arg von Äußerlichkeiten, von außen abhängig, dann sinkt wahrscheinlich dein Selbstwert. Und da kommt ja eben auch wieder mein, mein Credo her: Spürbar schöner. Und spürbar schöner hat nichts mit Äußerlichkeit zu tun, sondern so, wie du es beschrieben hast, ja, fühle ich das, führe ich das Leben, bin ich authentisch, wer bin ich, wenn ich nackt am Strand stehe, bin ich dann noch die, die ich gerne sein möchte, oder brauche ich mein, ja, meine Klunker, mein Make-up, wie auch immer, genau, ja.
Das ist so entscheidend, ich glaube, das ist auch der Weg aus der Situation heraus: Aufhören zu bewerten. Ich habe ein, ich muss das Ding loslassen, weil es so schön ist. Wenn du in der Post stehst, ne, vor dir sind 10 Leute, und vor, direkt vor dir steht ein Penner, der furchtbar stinkt, davor steht eine Frau mit einer Gucci-Tasche, und davor ein Mann mit einem knackigen Anzug, sieht richtig gut aus.
Wenn du da jetzt stehst und musst warten, dann sagst du als allererstes: Boah, der riecht ja hoffentlich, geht es ja gleich weiter, oder so ungefähr. Aber das ist eine Bewertung. Ja. Ne, und dieser Mensch, der davor steht, der ist ja erstmal nur so, wie er ist, weil er da hingekommen ist, hat ja sein eigenes Leben gehabt.
Wenn du jetzt im Kopf sagst, du musst den nicht ansprechen, wer bist du, nur im Kopf sagst, wer bist du, kannst du davon ausgehen, wenn ihr 10 Minuten da steht, dreht er sich um und lächelt dich an. Er hört nämlich auch, er spürt, durch dein einfaches Sein, ohne die Bewertung zu machen, energetisch, dass du ihm nicht böse gesonnen bist, und dann dreht er sich um und lächelt sie an. Kannst du probieren, funktioniert. Das ist Energetik, und deswegen glaube ich, dass wir dahin müssen akzeptieren: Ey, ich bin so, wie ich bin, und das ist der entscheidende Faktor.
Entschuldigung, dann musste ich loslassen, weil der ist so schön. Nee, der ist schon super. Also, ich muss nachher zur Post, da werde ich das gleich mal ausprobieren. Hoffentlich wünsche ich dir einen Penner. Also, ich sage jetzt, ich mache es jetzt mal unabhängig von einem Obdachlosen oder so, sondern das ist auch was, was ich gerne mitgebe, eben, mal sich selber beobachten den ganzen Tag: Wo bewerte ich überall, ja, wo bewerte ich überall.
Und das ist auch so ein Thema, das gebe ich auch gerne mit jedem, der bei mir die Praxis verlässt: Wo bewertest du? Und das ist schon ein Bewusstsein, Bewusstsein schaffen mit dem Impuls: Okay, jetzt gehe ich mal raus und gucke, wo bewerte ich. Aha, die ist doch zu dick, die dürfte die Hose auch nicht tragen. Mhm, der sieht so aus, so aus, wie auch immer. Und das schafft Bewusstsein. Und dann, wenn man das mal täglich wie eine Disziplin übt und übt, das kann man nicht nur durch einmal, das muss man üben, üben, dann fällt einem das auf: Oh, jetzt habe ich wieder was bewertet. Weil damit, das resoniert mit dir, wenn du das übst, passiert es, dass du auch irgendwann mal aufhörst, dich zu bewerten. Mhm.
Sehr gut. Wenn du morgens vor dem Spiegel stehst und du machst dich schön, darfst du nicht sagen: Ich mache mich fertig. Das ist schon ein Riesenthema, ne. Ich mache mich fertig. Sehr gut, ja, genau. Sehr gut, ja. Wie Worte haben Kraft, gell. Ja.
Ich habe noch eine andere Frage: Wenn du jetzt guckst, die Frauen haben ja auch häufig von ihren Gynäkologen dann entsprechende Medikamente mit auf den Weg bekommen. Gibt es, spürst du, erfährst du, dass die Frauen sich nach deinen Gesprächen oder nach der Erkenntnis von diesen Medikamenten langsam befreien können?
Also, ich bin nicht dafür, nicht dagegen. Ich persönlich kann keine, du sprichst jetzt auf hormonidentische Produkte. Boah, Hormone selber, ne. Ah, okay. Also, ich selber kann keine nehmen, ich bin Schilddrüsenpatientin, ich selber verfolge auch den Weg so natürlich wie möglich. Mhm. Auch da, also da sage ich, das entscheidet jede Frau selber. Man sollte sich aber durchaus auch hier Klärung verschaffen: Was gibt es alternativ? Nur weil ich denke, es gibt nichts Alternativ, muss ich das nehmen, und auch andersrum. Wenn ich zu arg leide unter diesen ganzen Symptomen, dann können diese hormonidentischen Präparate sicherlich gut sein. Ich lege halt Wert darauf, dass jede Frau sich halt mal begleiten lässt, vom Arzt oder von der Gynäkologin, der Gynäkologin aufklären lässt, was gibt es für Möglichkeiten, und dann eine Entscheidung trifft. Und nicht nur trifft, weil sie denkt, es gibt nichts anderes.
Du hast das sehr schön angeschnitten. Ich glaube, dass die Symptomatik mit der Hormontherapie verschwinden kann, aber die Ursache verschwindet nicht, ne. Die Ursache besteht ja darin, und das ist der Weg eigentlich für jede Therapie, ist der Weg in die Heilung. Weil wenn die Ursache erkannt wird, sprich diese innere Spannung und das Ganze, dann braucht nach meinem Aspekt die Seele das Symptom nicht mehr zu machen, ne. Und deswegen glaube ich, ist deine Therapie so wertvoll, weil du die Menschen in das Bewusstsein hineinbringst, ne.
Ah, vielen Dank für deine wertschätzenden Worte. Ja, Bewusstsein ist für mich extrem wichtig, weil nur wenn du bewusst bist, kannst du auch andere Entscheidungen treffen, also hast du eine Wahl. Und wenn du eine Wahl hast, kannst du eine Entscheidung treffen. Und Bewusstsein ist halt extrem wichtig. Und ich glaube auch, die Hormone, also die Präparate, die behandeln natürlich die Symptome wunderbar, aber der Körper sendet uns ja auch, besonders in den Wechseljahren, auch immer ein Signal. Das denke ich eben auch: Bluthochdruck, warum habe ich Bluthochdruck? Sollte ich mal gucken, wo liegt mein Stress, wie funktioniere ich eigentlich, was mache ich hier die ganze Zeit. Und die Wechseljahre sollte eigentlich die Frau als eine besondere Lebensphase erachten und, ja, eben mal in sich gehen und gucken, was passiert hier damit, was will mein Körper mir sagen, ja. Mhm.
Ja, vor allen Dingen, wenn sie immer in der Anpassung ist an Erfordernissen und selber nicht aktiv sein kann, und dann, und wenn sie dann eine Seele hat, die eigene Aktivität fördert, dann richtet sich diese Aktivität gegen sie selber, und dann bekommt sie eben Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und all das Thema, oder kommt jeder mit. Da geht, da sind nicht nur Frauen von betroffen in der Grundlage, da sind auch Männer von betroffen, nur sie haben keine Wechseljahre in der Form, wie wir, wie ihr das, oder wie Frauen das haben. Und das finde ich eben halt super Erkenntnis, also da trittst du bei mir offene Türen ein, weil eben halt, ich glaube, dass wir auch Mediziner nicht hergehen können, wenn wir eine Pille geben, den Menschen eine Heilung versprechen, sondern die Heilung kann der Mensch nur selber machen, weil die Heilung passiert in deinem Körper, und der macht der selber. Und das finde ich so, so interessant, also ganz toll.
Jetzt habe ich noch eine persönliche Frage: Was bedeutet für dich denn eigentlich Freiheit in deinem Leben?
Ja, Freiheit, was bedeutet das? Also, es ist schon ein großes Wort. Es bedeutet für mich nicht nur körperlich beweglich zu sein, sondern meinen Körper als Verbündeten zu erleben und nicht als Begrenzung. Also, und die innere Freiheit, das ist eigentlich das so: Nein sagen zu dürfen, ohne dass ich mich rechtfertigen muss. Ich kann einfach Nein sagen, ohne eine Erklärung dahinter, und das ist Freiheit. Super. Ja. Ganz toll. Und zum Abschluss: Wenn jede Frau in den Wechseljahren nur einen einzigen Satz von dir hören würde, welcher wäre das?
Bleibe spürbar schöner. Super. Ganz herzlichen Dank. Ja, ich danke dir ganz herzlich für diese schöne Podcastfolge. Du hast das super rübergebracht, bin richtig begeistert. Und ich werde auch alles da, was du da veröffentlichst, in den Shownotes verlinken, so dass viele Menschen möglichst viel davon haben. Und die Frauen, die glauben, bei dir Rat suchen zu können, sich auch bei dir melden können. Sag mal, Nicole, ganz herzlichen Dank. Viel Erfolg wünsche ich dir.
Und lieber Leser oder lieber Hörer, Entschuldigung, da gibt es ja auch welche, die lesen nur, genau. Vielen Dank, dass du bei dieser Podcastfolge bis zum Ende dabei warst. Ich freue mich riesig.
Ich freue mich natürlich noch mehr, wenn du am Ende dieser Podcastfolge vielleicht ein Like bei YouTube hinterlässt. Noch viel besser wäre ein positiver Kommentar, dann könnten die Nicole und ich uns noch mehr freuen. Und das würde uns natürlich, oder vielleicht auch anderen Frauen und Menschen, helfen, ihre Probleme oder Herausforderungen in den Wechseljahren besser zu beherrschen oder ihren Blutdruck besser zu beherrschen. Vielen, vielen Dank. Und ich wünsche dir und dir, liebe Nicole, noch einen super schönen Tag und sage danke schön.
Vielen Dank, Harald.
Danke dir.
