Werde wie Tashi: Mein Weg zu mehr Selbstbestimmung
Ich teile eine Beobachtung aus meinem Alltag, die mich immer wieder beschäftigt. Sie handelt von meinen zwei Hunden, Tashi und Justus. Ihre sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen sind für mich zu einer treffenden Metapher geworden. An ihnen lässt sich gut zeigen, wie Menschen mit Herausforderungen umgehen – ob sie passiv abwarten oder aktiv gestalten.

Die Geschichte von Tashi und Justus lädt zum Nachdenken ein. Sie regt dazu an, die eigene Rolle in Gesundheit und Gesellschaft zu überprüfen. Ich möchte dazu ermutigen, eine aktivere Haltung einzunehmen und – wie Tashi – Verantwortung zu übernehmen, um die eigene Situation bewusst zu verbessern.
Zwei Hunde, zwei Verhaltensweisen
Ich habe zwei Hunde: eine Hündin namens Tashi und einen Rüden namens Justus. Ihre Persönlichkeiten könnten unterschiedlicher kaum sein. Genau diese Unterschiede machen sie für mich zu einem anschaulichen Beispiel für menschliches Verhalten und für unterschiedliche Weisen, auf Herausforderungen zu reagieren.
Justus ist ein Musterbeispiel für Gehorsamkeit. Er frisst sein Futter, wenn ich es ihm hinstelle. Beim Spielen verhält er sich bequem. Er nimmt sich nur das Spielzeug, das er leicht erreichen kann. Hängt es zu hoch, beginnt er zu bellen – und bellt so lange, bis ich es ihm herunterhole.
Tashi hingegen verhält sich anders. Ist das Spielzeug unerreichbar, denkt sie nach. Sie überlegt, wie sie es selbst bekommen kann, springt auf die Couch und holt es sich. Morgens prüft sie für sich, ob sie hungrig ist. Wenn nicht, wartet sie und frisst später, wenn der Hunger wirklich da ist. Tashi analysiert ihre Situation und gestaltet sie eigenständig.
Menschliche Verhaltensmuster
Ich ziehe daraus Parallelen zu menschlichen Verhaltensmustern. Justus steht für den passiven Patienten. Er legt sich auf die Liege und sagt sinngemäß: „Doktor, machen Sie mich gesund.“ Er erwartet eine Pille, eine Operation oder eine Impfung und möchte danach weitermachen wie zuvor. Die Verantwortung wird abgegeben.
Tashi steht für den proaktiven Menschen. Sie fragt: „Was kann ich tun, um meine Situation zu verbessern?“ Sie bellt nicht nur, sondern handelt. Sie springt auf die Couch, um ihr Ziel zu erreichen. Sie übernimmt Verantwortung und sucht aktiv nach Lösungen.
Blutdruck und Lebensstil: Mein Beitrag zählt
Ich fordere dich dazu auf, mehr wie Tashi zu sein. Das bedeutet selbstverständlich nicht, auf Möbel zu springen. Es bedeutet, sich ehrlich zu fragen:
„Welchen Beitrag kann ich selbst für meinen Blutdruck leisten?“
Allein diese Frage eröffnet viele Möglichkeiten.
Ich kann meinen Salzkonsum überprüfen. Lässt sich Salz reduzieren, ohne Lebensqualität einzubüßen? Wie steht es um meinen Alkoholkonsum? Auch mein Gewicht spielt eine Rolle. Bewege ich mich ausreichend? Schon kleine Veränderungen können viel bewirken: einen Teil des Arbeitswegs zu Fuß gehen, öfter das Fahrrad nutzen. Solche Anpassungen sind realistisch und wirksam.
„Woher kommt der Druck in meinem Leben?“
Ebenso wichtig ist die Frage, woher der Druck im eigenen Leben kommt – beruflich, privat oder sozial. Gibt es Gestaltungsspielräume? Wenn ich nichts ändere, ändert sich nichts. Das ist eine einfache Wahrheit. Viele Menschen verhalten sich wie Justus: Sie äußern Unzufriedenheit, handeln aber nicht, sondern warten darauf, dass ihnen gesagt wird, was zu tun ist.
Gesellschaftliche Herausforderungen: Aktives Handeln statt passiver Protest
Die Metapher meiner Hunde lässt sich auch auf gesellschaftliche Debatten übertragen. Ich beobachte eine Tendenz, sich auf einen gemeinsamen, oft fiktiven Feind zu konzentrieren. Das lenkt aus meiner Sicht vom eigenen strukturellen Versagen ab.
Ein Beispiel ist die Debatte „alle gegen rechts“. Kein vernünftiger Mensch fordert Remigration. Diese Zuspitzung dient aus meiner Sicht der Ablenkung. Stattdessen stelle ich die Frage: Warum nicht einmal „alle für das Recht“? Gemeint sind grundlegende Rechte, die Beachtung verdienen:
- das Recht auf körperliche Unversehrtheit
- das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
- das Recht auf freie Meinungsäußerung
- das Recht auf Aufarbeitung der Verhältnismäßigkeit der Pandemie-Maßnahmen
Ich vermisse Demonstrationen, die diese Themen aufgreifen. Auch die Aufklärung des Cum-Ex-Skandals oder der Nord-Stream-Sprengung bleibt aus. Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands ist problematisch, ebenso fehlt öffentlicher Druck für Friedensinitiativen, etwa im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Statt konstruktiver Lösungen wird eine Politik akzeptiert, die auf Eskalation setzt. Ein tragfähiger Friedensplan ist nicht erkennbar. Dieses Verhalten erinnert mich an Justus’ Bellen: viel Lautstärke, aber keine reife, gestaltende Lösung.
Die CO₂-Abgabe: Verstehen und Gestalten
Ein weiteres Beispiel ist die CO₂-Abgabe. Viele Menschen verstehen ihre ursprüngliche Intention nicht. Formal soll sie den Übergang zu erneuerbaren Energien finanzieren und fossile Brennstoffe schrittweise ersetzen. Je niedriger die Abgabe, desto wirtschaftlich sinnvoller wird der Umstieg.
Wird diese Abgabe jedoch willkürlich erhöht, verfehlt sie ihren Zweck. Sie ist kein Erziehungsinstrument. Eine solche Erhöhung signalisiert vielmehr, dass die wirtschaftliche Umsetzung nicht gelingt. Wer diese Logik hinterfragt, wird schnell etikettiert.
In diesem Punkt verhalte ich mich wie Tashi: Ich frage nach, ich möchte verstehen und gestalten. Ich akzeptiere keine Maßnahmen ohne nachvollziehbare Logik. Mir geht es um Sinn und Verhältnismäßigkeit.
Ruf zur Selbstverantwortung
Meine Botschaft ist ein klarer Ruf zur Selbstverantwortung. Werde wie Tashi: aktiv, fragend, gestaltend. Warte nicht darauf, dass andere deine Probleme lösen. Übernimm selbst die Initiative.
Beginne bei deiner Gesundheit. Kleine Schritte haben große Wirkung: weniger Salz, weniger Alkohol, bewusster Umgang mit dem eigenen Gewicht, mehr Bewegung. Jede dieser Entscheidungen ist ein Ausdruck von Selbstbestimmung.
Auch gesellschaftlich ist aktives Handeln möglich. Politische Entscheidungen dürfen hinterfragt werden. Transparenz und Aufklärung sind berechtigte Forderungen. Engagement für Frieden und Gerechtigkeit beginnt beim eigenen Denken und Handeln.
Fazit: Mein Leben, meine Gestaltung
Die Geschichten von Tashi und Justus erinnern mich immer wieder daran, dass wir eine Wahl haben. Wir können passiv sein, warten und reagieren. Oder wir können aktiv werden, nachdenken und gestalten. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen den Weg von Tashi gehen und ihr Leben bewusst in die Hand nehmen.
Diese Haltung stärkt nicht nur die individuelle Gesundheit, sondern auch die Gesellschaft. Aktives Denken und verantwortungsvolles Handeln sind Grundlagen für Entwicklung und Stabilität. Sie eröffnen Perspektiven für eine tragfähige Zukunft.
Ich wünsche dir, dass du ein bisschen wie Tashi bist!
Ach ja! Schreib mir mal, welcher von den beiden Hunden auf dem Foto Tashi ist!
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Transkript:
Ja, hallo, hier spricht wieder Harald Messner vom Podcast „Runter mit dem Blutdruck“. Ja, schön, dass du eingeschaltet hast. Dieses ist allerdings eine Sonder-Podcast-Folge, die mir so ein bisschen auf den Nägeln brennt. Sie ist eigentlich eher weniger für deinen Blutdruck als für meinen Blutdruck. Ich wünsche dir trotzdem viel Spaß dabei.
Ja, also, ich habe zwei Hunde, besser gesagt eine Hündin und einen Hund. Beide sind vollkommen unterschiedlich. Justus, der Rüde, ist immer sehr gehorsam, und wenn ich ihm morgens sein Frühstück oder sein Fressen hinstelle, dann geht er her und frisst das auch in der Regel auf. Beim Spielen ist er eher aktiv und greift immer dann zu dem Spielzeug, wenn er es leicht erreichen kann. Wenn ich das Spielzeug allerdings hochhalte und er auf die Gauch klettern müsste, um es zu erreichen, setzt er sich vor mich hin und bellt eben halt so lange, bis ich sein Spielzeug wieder in eine erreichbare Nähe bringe.
Taschi, die Hündin, ist da komplett anders. Wenn ich ihr das Spielzeug so halte wie bei Justus eben, dann überlegt sie so ein bisschen und überfragt sich: „Wie kann ich wohl dieses Spielzeug erreichen?“ Dann springt sie auf die Gauch, um es sich selbst zu holen. Wenn ich ihr morgens das Fressen hinstelle, schaut sie mich und dann das Fressen an und überlegt, ob sie Hunger hat. Wenn sie keinen Hunger hat, geht sie weg und frisst es dann später, wenn ihr Hunger dann gekommen ist.
Ich könnte dir noch mehr solche unterschiedlichen Verhaltensweisen meiner beiden Hunde schildern. Taschi, die Hündin, ist authentisch, ja, sie analysiert und gestaltet ihre Verhaltensweisen, aber auch ihre Situation ganz selbstständig. Justus ist auch aktiv, fordert das ein, was ihm zusteht, er bellt so lange, bis er das bekommt, was er haben möchte.
Jetzt fragst du dich, ob ich dir das erzähle? Ja, ich finde diese beiden Verhaltensweisen so bezeichnend für die Art und Weise, wie auch wir Menschen mit unseren Herausforderungen umgehen. Justus ist der Patient, der sich bei seinem Arzt auf die Liege legt und sagt: „Doktor, mach mich gesund, ich möchte am liebsten eine Pille oder eine Operation oder besser vielleicht noch eine Impfung und dann kann ich so weitermachen wie bisher.“ Taschi dagegen fragt sich: „Was kann ich aktuell tun, um meine Situation zu verbessern?“ Ihr fällt ein, dass es sinnvoll ist, nicht weiter zu bellen, sondern auf die Gauch zu springen, um ihr Ziel zu erreichen.
Ich möchte dich auffordern, ein bisschen wie Taschi zu werden. Das heißt nicht, dass du jetzt gleich auf die Gauch springen sollst, nee, nee, aber du kannst dich fragen, welchen Beitrag du selbst für die Besserung deines Blutdrucks leisten kannst. Wie hoch ist mein Salzkonsum? Kann ich da was sparen, ohne gleich eine Lebenseinschränkung spüren zu müssen? Wie hoch ist mein Alkoholkonsum? Wie hoch ist mein Gewicht? Bewege ich mich ausreichend? Kann ich einen Teil der Strecke zur Arbeit vielleicht zu Fuß zurücklegen und auch mit dem Fahrrad vielleicht? Wo ist der Druck in mir und meiner sozialen, vielleicht auch beruflichen oder privaten Einbindung? Kann ich da etwas gestalten? Ich kann noch nicht davon ausgehen, dass sich in meinem Leben etwas verändert, wenn ich nichts verändere.
Aktuell behaupte ich mal frech, verhalten sich 80% der Deutsche wie Justus. Sie bellen zwar, aber sie bewegen sich nicht oder nur, wenn sie es gezeigt bekommen. Jetzt alle gegen rechts! Es ist doch breiter Konsens, kein vernünftiger Mensch will die Remigration, ein furchtbarer Ausdruck von Menschen, die sich in unsere Lebensgemeinschaft integrieren und mit ihren kulturellen Erfahrungen im Rahmen unserer Gesetze unser Leben bereichern. Nochmal, jetzt alle gegen rechts!
Wir suchen uns einen gemeinsamen fiktiven Feind, um von unserem eigenen Desaster ablenken zu können. Warum nicht mal alle für das Recht? Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf informative Selbstbestimmung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Aufarbeitung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen während der Pandemie. Ich habe noch keine Demonstration gesehen, die die Klärung des Cum-Ex-Skandals und der Nord Stream-Pipeline-Sprengung fordert. Ich habe noch keine Demonstration gesehen, die die desaströse wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes in den letzten Jahren zum Thema hat. Ich sehe keine Demonstration für einen Frieden in der Ukraine.
Kriegstreiberei der aktuellen herrschenden Politiker wird ohne weiteres akzeptiert, ohne dass wir einen Plan für einen Frieden haben. Wir fördern ähnlich wie im Ersten Weltkrieg die gegenseitige Erschießung mit Waffen, die von unseren Steuergeldern finanziert werden. Wir bellen wie Justus, ohne eine konstruktive Lösung vorweisen zu können. Das hat aus meinem Aspekt nichts oder gar nichts mit Reife zu tun.
Wir lassen uns eine CO2-Abgabe aufs Auge drücken, ohne ihre Intention zu verstehen. Denn formal ist die CO2-Abgabe für die Aufwendungen geschaffen worden, die benötigt werden, um fossile Brennstoffe wirtschaftlich ersetzen zu können. Das heißt, je niedriger die CO2-Abgabe ist, desto wirtschaftlicher ist der Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Politiker haben das Prinzip nicht verstanden, wenn sie willkürlich die CO2-Abgabe erhöhen wollen, das ist kein Erziehungsinstrument. Oder sie zeigen mit der Erhöhung, dass sie nicht in der Lage sind, die Herausforderung wirtschaftlich umzusetzen.
Wenn ich das hinterfrage, damit bin ich wieder rechts oder fortschrittsfeindlich. Aber ich bin eben ein bisschen wie Taschi. Ich bin aber wirklich nur wie Taschi, denn immer noch bin ich eindeutig männlich. Ich wünsche dir, dass du auch ein bisschen wie Taschi bist. Vielen Dank fürs Zuhören und eine schöne Zeit.
