Dein Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan
In dieser Podcastfolge erzähle ich dir Neuigkeiten aus der aktuellen Forschung.
In deinem Darm befinden sich in etwa soviel Bakterien wie du Zellen in deinem Körper hast. Das Verhältnis zwischen deinen Körperzellen und den Bewohnern deines Darms ist also annähernd 1:1. Diese Bewohner, deren Bedeutung und Absichten zu kennen, ist daher von großem Interesse.
Das Mikrobiom
Die Summe der Mikroorganismen in deinem Darm nennt man Mikrobiom. Das Zusammenleben deines Körpers mit dem Mikrobiom ist für deine Gesundheit von erheblicher Bedeutung. Du musst dich nicht nur vor den Bakterien schützen, denn sie leisten auch viele Dinge für dich. Auch dein Blutdruck steht nach neueren Untersuchungen unter dem Einfluss dieses Zusammenlebens.
Die Bakterien und dein Blutdruck
Ich erläutere dir, wie offensichtlich der Blutdruck von den Bakterien in deinem Darm geregelt wird. Welchen Einfluss die Gallensäuren im Dickdarm für die Erweiterung deiner Blutgefäße haben. Möglicherweise ergeben sich durch diese Forschung neue physiologische Therapieansätze deines Bluthochdrucks.
Ja du bist, was du isst!
Die Erkenntnis, dass dein Kochsalz im Laufe des Tages vor allen Ding am Vormittag ausgeschieden wird, wird mittelfristig die Pharmakotherapie beeinflussen.
Die leise Forschung
Du siehst, es gibt auch leise Forschung, die uns auf viel wichtigeren Feldern weiter bringt. Denn am hohen Blutdruck sterben jährlich mehr Betroffene als an einer Corona Infektion. Das wird leicht vergessen.
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Häufig gestellte Fragen:
Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm. Dazu gehören Milliarden von Bakterien, die wichtige Funktionen für den Körper übernehmen. Sie beeinflussen die Verdauung, das Immunsystem und verschiedene Stoffwechselprozesse. Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Darmbakterien auch eine Rolle für das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck spielen können.
Kann das Darmmikrobiom den Blutdruck beeinflussen?
Ja. Studien zeigen, dass Veränderungen im Darmmikrobiom mit Bluthochdruck in Verbindung stehen können. Bestimmte Darmbakterien produzieren Stoffwechselprodukte, die Entzündungsprozesse, Gefäßfunktionen und hormonelle Regulation beeinflussen. Diese Prozesse können wiederum Auswirkungen auf den Blutdruck haben.
Der Darm steht über das Immunsystem, über Stoffwechselprodukte und über Botenstoffe in enger Verbindung mit dem gesamten Körper. Eine gestörte Darmflora kann Entzündungsprozesse fördern. Diese Prozesse können langfristig auch Herz und Gefäße beeinflussen und damit eine Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck spielen.
Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Vielfalt der Darmbakterien. Besonders hilfreich sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und fermentierte Lebensmittel. Eine abwechslungsreiche Ernährung kann dazu beitragen, die Darmflora zu stabilisieren und damit die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.
Einige Studien zeigen, dass bestimmte probiotische Bakterienstämme einen moderaten Einfluss auf den Blutdruck haben können. Diese Effekte sind jedoch meist begrenzt. Probiotika ersetzen keine medizinische Therapie, können aber im Rahmen eines gesunden Lebensstils eine unterstützende Rolle spielen.
